Sekundärbrennstoffe: Neue Filtertechnik bei Dyckerhoff
Schadstoffausstoß soll zurückgehen

Lengerich -

Am Montag, 22. Januar, sollen bei Dyckerhoff Arbeiten am Ofen 8 beginnen. Hintergrund ist nach Firmenangaben der genehmigte Einsatz von bis zu 100 Prozent Sekundärbrennstoffen. Damit verbunden ist der Einbau einer neuen Filtertechnik. Unter anderem soll durch den Einsatz von Tuchfiltern weniger Quecksilber freigesetzt werden.

Montag, 22.01.2018, 05:01 Uhr

Bei Dyckerhoff soll in den Öfen 4 und 8 moderne Filtertechnik zum Einsatz kommen.
Bei Dyckerhoff soll in den Öfen 4 und 8 moderne Filtertechnik zum Einsatz kommen. Foto: mba

Mit der im September erteilten Genehmigung der Bezirksregierung Münster für den Einsatz von bis zu 100 Prozent Sekundärbrennstoffen ( SBS ) ist im Dyckerhoff-Werk nach Unternehmensangaben auch der Umbau der Filtertechnik an den beiden Drehrohröfen 4 und 8 verbunden.

Die bisherige elektrostatische Gasreinigung (EGR-Filter) der beiden Öfen wird laut Pressemitteilung durch Tuchfilter ersetzt. Bei dieser Technik durchströme die Abluft ein System feiner Gewebeschläuche – im Fall von Ofen 8 circa 2900 Schläuche mit je 4,24 Quadratmeter Oberfläche, also insgesamt rund 12 300 Quadratmeter Gewebeoberfläche.

Das bewirke eine besonders effektive Reinigung der Abluft. Vor allem durch die bessere Erfassung feinerer Staubpartikel und der an ihnen haftenden Quecksilberspuren verbessere sich der Abscheidegrad für Quecksilber aus den Öfen um etwa zehn Prozent. „Gleichzeitig führen die Tuchfilter zu einem besonders störungsfreien Betrieb der Öfen und sind daher auch wirtschaftlich für Dyckerhoff vorteilhaft“, informieren die Verantwortlichen des Zementwerkes weiter.

Dyckerhoff will diese Maßnahmen in diesem Jahr umsetzen – beginnend jetzt an Ofen 8, dann im Sommer an Ofen 4. Die ebenfalls notwendige Erweiterung der Fluff-Lagerhalle um 200 Kubikmeter sei bereits 2017 abgeschlossen worden.

Nach Umbau und Wiederinbetriebnahme der Öfen 4 und 8 wird Dyckerhoff bis zu 100 Prozent Sekundärbrennstoffe für die Befeuerung einsetzen. Da dadurch weniger Braunkohle verbrannt werden müsse, verringerten sich künftig die CO-Emissionen.

Für Ofen 8 ist die Erhöhung des SBS-Einsatzes ab Ende Februar/ Anfang März vorgesehen. Start des Filterumbaus am Ofen 8 soll am Montag, 22. Januar, sein. Benötigt würden dafür circa sechs Wochen. In dieser Zeit könne es durch Montage- und Bauarbeiten „trotz vorsorglicher Minderungsmaßnahmen zu vorübergehenden Belästigungen in der Nachbarschaft kommen“. Bei der Demontage der EGR-Filter fielen im Wesentlichen Metallabfälle und Dämmstoffe an, die über eine Fachfirma entsorgt würden. Gefährliche Abfälle seien nicht zu erwarten. Filterstäube aus den EGR-Filtern würden bereits vor der Montage entsorgt.

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