Unternehmerfrühstück im Boardinghouse
Wo andere übernachten

Lengerich -

An Gäste ist man im Boardinghouse am Teuto gewöhnt. Schließlich ist es ein Beherbergungsbetrieb. Am Dienstag waren es aber besonders viele. Der Grund: das 20. Lengericher Unternehmerfrühstück

Mittwoch, 07.02.2018, 12:02 Uhr

Seit Frühjahr 2017 läuft der Betrieb im Boardinghouse.
Seit Frühjahr 2017 läuft der Betrieb im Boardinghouse. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Seit rund neun Monaten gibt es das Boardinghouse am Teuto. Am Dienstag bot sich Gelegenheit für die Betreiber um Henrik Berlemann eine Zwischenbilanz zu ziehen. Die Stadt hatte zum 20. Unternehmerfrühstück eingeladen. Und das fand in dem Beherbergungsbetrieb an der Tecklenburger Straße statt.

Die Neugierde war offenbar groß, einen Einblick in das Haus zu bekommen. Es kamen so viele Gäste, dass Berlemann deren Begrüßung nicht allein übernahm, sondern seine Töchter mit einspannte. So erzählte Hanna Berlemann einem Teil der Unternehmerfrühstücks-Teilnehmer im Obergeschoss, wie es überhaupt zur Realisierung der Geschäftsidee kam und wie das Boardinghouse bislang von den Kunden angenommen wird. Ihre Zuhörer erfuhren, dass schon die alte Mühle, die einst auf dem Grundstück stand, der Familie gehört hatte. Und die Innenarchitektin, die selbst intensiv am Konzept und dessen Umsetzung mitgearbeitet hat, berichtete, dass man bei einer Marktanalyse zu der Überzeugung gekommen war, dass eine solche Übernachtungsmöglichkeit, die nicht identisch ist mit einem klassischen Hotel, bestens nach Lengerich passen würde.

Gegenüber den WN äußerte sich Hanna Berlemann mehr als zufrieden mit der bisherigen Resonanz. „Unsere Erwartungen sind weit übertroffen worden.“ Das gelte für die Auslastung ebenso wie für die Rückmeldungen. Unter anderem sei man bereits aufgrund guter Bewertungen vom Hotelbuchungs- und -bewertungsportal booking.com ausgezeichnet worden. Überrascht worden sei man nicht zuletzt davon, wie viele Tourismusgäste ein Zimmer gebucht hätten – etwa in Zusammenhang mit den Aufführungen der Freilichtbühne Tecklenburg. Ihr Vater resümierte: „Es gibt eine ganze Menge Menschen, die Lengerich entdecken.“

Bürgermeister Wilhelm Möhrke lobte den Unternehmergeist der Familie. Das Lengericher Motto „Stadt mit Weitblick“ werde mit dem Aufbau des Boardinghouses „gelebt“, das sei „vorbildlich“.

Die Verbundenheit mit dem Standort zeigt sich auch bei der Einrichtung. In den Zimmern finden sich überall Lengerich-Motive. Und inzwischen auch auf den Fluren: Auf Initiative von Henrik Berlemann machte sich die Fotografin Henrike Hochschulz an die Arbeit, lichtete Lengericher Sehenswürdigkeiten wie Römer und Gempt-Halle ab und bearbeitete diese am Computer so nach, dass am Ende kunstvolle Stadtansichten entstanden.

Zu sehen sind die nicht nur im Boardinghouse, sondern auch auf Postern. Berlemanns kündigten an, dass die bei der Gempt-Stiftung, Fritz-Gempt-Straße 1, und im Velogarten an der Tecklenburger Straße zu erwerben sein werden. Vom Verkaufserlös sollen jeweils zwei Euro an die Sternschnuppe Kinderkrebshilfe gehen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5491919?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker