MGV Settel lädt zu Theater
Ein Pedant in Nöten

Lengerich -

Beim MGV „Heimatklang“ Settel wird das Plattdeutsche gepflegt. Das übernimmt vor allem die eigene Theatergruppe. Die bringt am 3. März ihr neues Stück auf die Bühne, Titel der Komödie „Up denn Dräih kümp dat an“.

Sonntag, 25.02.2018, 18:02 Uhr

Die treffenden Argumente von Systemanalytiker Hans Hummel (2. von rechts) verursachen bei Max Mücke (links) einen schmerzhaften Schlag ins Kreuz.
Die treffenden Argumente von Systemanalytiker Hans Hummel (2. von rechts) verursachen bei Max Mücke (links) einen schmerzhaften Schlag ins Kreuz. Foto: MGV "Heimatklang" Settel

Noch drei Proben bis zur Premiere am Samstag, 3. März. Dann öffnet sich in der Gempt-Halle der Vorhang für die Komödie „Up denn Dräih kümp dat an“, aufgeführt von den Laienspielern der plattdeutschen Theatergruppe des MGV „Heimatklang“ Settel.

„Wir sind startklar, es kann losgehen“, fieberten beim jüngsten Probenabend Spielleiter Hartwig Nüßmeyer und MGV-Vorsitzender Ralf Krumme der ersten Aufführung entgegen. „An vielen kleinen Szenendetails müssen wir zwar noch etwas feilen, aber mit Text und Aussprache bin ich sehr zufrieden“, lobt „Spielertrainer“ Nüßmeyer sein Team, das seit November 2017 dafür probt.

Er stand seit 1983 bereits in über 80 Aufführungen auf der Bühne und ist damit so etwas wie die tragende Säule. Ihm ist es wichtig, dass alles möglichst authentisch in korrektem Platt und auf einem hohen Spielniveau dargeboten wird. In dem neuen Stück verkörpert Nüßmeyer einen echten „Pingelkopp“.

Als überall aneckender, pedantischer Postbeamter Max Mücke , gleichzeitig Mehrfamilienhauseigentümer, drangsaliert er Familie und Mieter gleichermaßen. Weil endlich mal etwas von der Miete überbleiben soll, wird diese kurzerhand drastisch erhöht. Das ruft natürlich die Bewohner des Hauses auf den Plan, allen voran den Systemanalytiker Hans Hummel (Gert Haumann) und Hedda Haberkorn (Irmhild Feldkamp). Seine liebe Last hat Max Mücke gleichzeitig mit den beiden Teenager-Töchtern Marie (Mina Biedenkap) und Maja (Meinke Nüßmeyer). Deren Sympathie für Medizinstudent Lutz (Martin Fiegenbaum) und Biologiestudent Archie (Tobias Nüßmeyer) passen ihm ganz und gar nicht in den Kram. Seine eher besonnene Ehefrau Mechthild (Martina Upmann) will den Dreh hinkriegen, das lästige Mietshaus so schnell wie möglich zu verkaufen.

„Es ist wie im richtigen Leben, mit Liebe, Witz und ein wenig Lengericher Lokalkolorit“, sagt Ute Nüßmeyer, die als Souffleuse alle Fäden in der Hand hält.

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Für die Premiere und die Vorstellungen am Freitag und Samstag, 9./10. März, sind noch Karten zum Preis von 13 Euro zu haben.

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