Internationaler Frauentag
Clara Zetkin hat es als Erste gefordert

Lengerich -

Der Arbeitskreis „Frauen 2018“ lädt am 7. März zur Veranstaltung zum Internationalen Frauentag in den Veranstaltungsraum der Stadtsparkasse ein. Das Improvisationstheater Ratzfatz wird die Frauen unterhalten.

Freitag, 02.03.2018, 17:03 Uhr

Das Team des Improtheaters Ratzfatz
Das Team des Improtheaters Ratzfatz Foto: Diana Fabbricatore

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Dieser Termin ist erstmals im Jahr 1921 Veranstaltungstag für den Kampf des weiblichen Geschlechts um Gleichberechtigung. Der erste Frauentag wurde zwei Jahre früher gefeiert: Am 19. März 1919 in den Ländern Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz. Das geht aus einer Mitteilung der sieben Gleichstellungsbeauftragten Tanja Scherreik (Hörstel), Karin Mersch (Ibbenbüren), Andrea Balsmeier (Lengerich), Karin Lenze (Lotte), Monika Aschoff (Mettingen), Maria Westphal (Recke) und Alisa Prinz (Westerkappeln) hervor.

Der Vorschlag eines Internationalen Frauentages ist von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin bei der zweiten internationalen sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen formuliert worden. Hintergrund war die Gründung eines nationalen Frauenkomitees durch die Frauen der Sozialistischen Partei Amerikas im Jahr 1908. Das Komitee beschloss, einen besonderen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht zu initiieren.

Mit der Einführung des Wahlrechts für Frauen rückten andere Ungleichbehandlungen ins Blickfeld am 8. März, der als Internationaler Frauentag etabliert worden war. Mit Demonstrationen und Kundgebungen setzten sich Frauen unter anderem für Arbeitsschutzgesetze, gleichen Anspruch auf Bildung, ausreichenden Schutz für Mütter und Kinder, gleichen Lohn für gleiche Arbeit oder auch legalen Schwangerschaftsabbruch ein.

Über 100 Jahre nach dem ersten Frauentag sei vieles in Vergessenheit geraten, schreiben die sieben Gleichstellungsbeauftragten. Beispielsweise das Verbot des Internationalen Frauentages während der Nazi-Herrschaft bei gleichzeitiger Hervorhebung des Muttertages. Dadurch sei in der jungen Bundesrepublik der Frauentag zeitweilig in den Hintergrund gedrängt worden. Spätestens seit der Wiedervereinigung habe der Internationale Frauentag in Deutschland ein Comeback gefeiert.

Improtheater und Fingerfood

Die Vorbereitungsgruppe „Frauen 2018“ lädt am Mittwoch, 7. März, von 19 bis 22 Uhr in den Veranstaltungsraum der Stadtsparkasse, Bergstraße, ein. Das Improtheater „RatzFatz“ aus Münster stellt sich dem Thema „Frauensache“. Traditionell gibt es wieder das Begrüßungsgetränk und die Rose zum Abschied. Neben allgemeinen Informationen bietet das Vorbereitungsteam in der Pause Fingerfood an. Der Eintritt kostet zwölf Euro (zehn Euro ermäßigt), Einlass ist ab 18.30 Uhr. Karten gibt es in der Tourist-Information im Alten Rathaus und an der Abendkasse. Fragen beantwortet die Gleichstellungsstelle der Stadtverwaltung, Andrea Balsmeier (' 0 54 81/33-400, E-Mail a.balsmeier@lengerich.de) oder Petra Sibilski (' 0 54 81/33-320, E-Mail p.sibilski@lengerich.de).

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Frauenrechte müssen einklagbare Menschenrechte sein, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung der Gleichstellungsbeauftragten. Als Beispiele werden Genitalverstümmelungen und Ehrenmorde (denen in der Regel Frauen zum Opfer fallen), Zwangsheirat und -prostitution sowie Frauenhandel genannt.

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