Typisierungsaktion für die DKMS
Friedel Snethkamp hofft auf den 2000. Teilnehmer

Lengerich -

23 Typisierungsaktionen für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei hat Friedel Snethkamp schon organisiert. Bei der 24., die am Sonntag, 8. April, im Rahmen der Frühjahrsschau „Intrup macht mobil“ läuft, hofft er auf den 2000. Teilnehmer.

Freitag, 06.04.2018, 12:27 Uhr aktualisiert: 06.04.2018, 12:30 Uhr
Für Friedel Snethkamp (links) ist es am Sonntag die 24. Typisierungsaktion. Seit einiger Zeit wird er von Markus Kemper unterstützt.
Für Friedel Snethkamp (links) ist es am Sonntag die 24. Typisierungsaktion. Seit einiger Zeit wird er von Markus Kemper unterstützt. Foto: privat

Mund auf, Wattestäbchen an die Wangenschleimhaut führen, einen Abstrich nehmen, fertig. Friedel Snethkamp hofft am Sonntag, 8. April, darauf, das viele Besucher der Frühjahrsschau „Intrup macht mobil“ dieses Angebot wahrnehmen. Immerhin hat der Lengericher schon 23 derartige Aktionen seit dem Jahr 2006 organisiert. „Am Sonntag hoffe ich auf den 2000. Teilnehmer, der sich typisieren lässt“, sagt er im Gespräch mit den WN .

Am Sonntag wird er nicht allein werben. Mit Markus Kemper hat er einen zuverlässigen Mitstreiter an seiner Seite, der bereits bei mehreren Aktionen dabei war. Zudem wird Gerhard Schowengerd über das Thema informieren. Der Kattenvenner hatte Stammzellen gespendet und wurde so zum Lebensretter für eine junge Amerikanerin.

Die traf er vor vier Jahren in Berlin beim „World blood Cancer Day“, einer Veranstaltung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei ( DKMS ). Keine Selbstverständlichkeit, denn nur mit Einwilligung des Empfängers ist über die DKMS ein Kontakt zum Spender möglich. „Wir haben uns in den Armen gelegen und geweint und gelacht“, beschrieb er damals das emotionale Treffen (WN berichteten). Auch darüber wird er am Sonntag, unterstützt durch Filmmaterial von diesem Treffen, erzählen.

Die Notwendigkeit einer Typisierung untermauert Friedel Snethkamp mit Zahlen: Alle 15 Minuten erkranke in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Jedem zehnten Leukämiekranken könne nicht geholfen werden, weil der genetische Zwilling nicht zu finden ist. Die Trefferquote, so einen Menschen zu finden, liege zwischen Eins zu 20 000 bis Eins zu einer Million. Traurig findet der Lengericher das, weil auch Kinder an Blutkrebs erkranken können.

Am Sonntag freut er sich darüber, dass die Typisierung kostenlos angeboten werden kann. Da sind zum einen Renate und Michael Strotmann von der Firma Upmeyer Haustechnik, die ihren Mitarbeitern die kostenlose Typisierung ermöglichen. Der Schirmherr, Landrat Dr. Klaus Effing, wird bei der Frühjahrsschau 1000 Euro für diesen Zweck mitbringen, weitere Firmen (Dyckerhoff, Windmöller Kiebitzmarkt, Wagener und Co, Wolff GmbH, Witt Maschinenbau, Greshake Wohnwagen, Dreyer GmbH, Getränke Rücker und L+T Metalltechnik) sponsern ebenfalls die Aktion.

Typisieren lassen können sich alle Menschen im Alter von 17 bis 55 Jahren, kostenlos am Sonntag. Von den knapp 2000 Menschen, die Friedel Snethkamp dafür begeistert hat, haben bereits 13 als genetischer Zwilling einem kranken Menschen die lebensnotwendige Transplantation ermöglicht. „Wer älter als 55 Jahre ist, kann ja mit einer Spende die Aktion unterstützen“, werben Friedel Snethkamp und Markus Kemper um Solidarität. Und der 2000. Typisierte darf sich auf einen Gutschein freuen als Dankeschön für seine Bereitschaft.

Zum Thema

Spendenkonto: Stadtsparkasse Lengerich, IBAN DE35 4015 4476 0001 0546 , Verwendungszweck SNL 013.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5640138?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker