90. Geburtstag der Kirche St. Margareta
Die Kirche mit dem Zwiebelturm

Lengerich -

Die katholische Kirche St. Margareta mit ihrem markanten Zwiebelturm gibt es seit 90 Jahren an ihrem jetzigen Standort. Ein Grund zum Feiern, fanden die Gemeindemitglieder und begingen aus diesem Anlass am Samstag eine feierliche Messe mit anschließendem Sektempfang.

Montag, 16.04.2018, 07:04 Uhr

Feierlich, traditionell und mit zahlreichen Besuchern: Die katholische Kirchengemeinde weiß, was sie an ihrer Kirche hat.
Feierlich, traditionell und mit zahlreichen Besuchern: Die katholische Kirchengemeinde weiß, was sie an ihrer Kirche hat. Foto: Luca Pals

Fährt man die Bahnhofstraße in Richtung Lienen entlang, lässt man die Realschule rechts liegen und schaut nach links. Es lohnt sich, was da zu sehen ist: eine Kirche. Aber Moment, ist das ein Zwiebelturm? Ja ist es. Dem Autofahrer kann beruhigt zugeraunt werden: Sie befinden sich inmitten des Münsterlandes. Denn: Einen Zwiebelturm kennt man eher aus Bayern. In Lengerich gehört er aber schon seit Jahrzehnten zum Inventar der Stadt und der katholischen Kirche St. Margareta – um genauer zu sein: seit 90 Jahren.

Der Kirchengemeinde war der runde Geburtstag ein feierlicher Gottesdienst wert – mit ökumenischer Note: Unter der Leitung von Christoph Henzelmann von der evangelischen Stadtkirche ertönten die Klänge von Posaunen, Trompeten und der Orgel. Einen besonderen Auftritt hatte Günther Witthake im von Pfarrer Peter Kossen geleiteten Gottesdienst: „Als jemand, der in der St. Margareta groß und im Glauben stark geworden ist“, hielt er die Predigt – mit einem Rück- und Ausblick.

1893 stand die Kirche noch am Centralhof an der Lienener Straße. 1926 wurde dann klar: Die Kirche ist zu klein. Sie zog um an ihren jetzigen Platz, im selben Jahr wurde der Grundstein gelegt. Offiziell eröffnet wurde sie am 12. April 1928.

90 Jahre später ist das auch für Witthake ein Grund zum Feiern: „St. Margareta war für mich immer Gemeinschaft.“ Und das sei sie auch heute noch: Nur mit weniger Menschen in den Bänken, bedauerte Witthake wagte aber auch einen Ausblick: „Wir müssen nicht die Kirche umbauen, sondern vielleicht uns selber.“ Konkret: „Verständliche Worte für die neue Generation suchen.“ Dabei könne jeder helfen, die Botschaft nach Lengerich zu tragen.

Und der Zwiebelturm? „Der ist doch im Münsterland einmalig.“ Den Stolz auf „seine Kirche“ kann Witthake nicht verbergen. Ein Sektempfang im Gemeindehaus rundete die Feier ab.

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