Neuer Standort für Gesamtschul-Neubau
Die „optimale Variante“

Lengerich -

Nicht auf der TWE-Wiese, wie es der Stadtrat noch im November beschlossen hat, sondern auf einer benachbarten landwirtschaftlichen Fläche wird der Neubau der Gesamtschule errichtet. Diesem Standort-Plan hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt.

Donnerstag, 17.05.2018, 05:05 Uhr

Das neue Grundstück für den Bau der Gesamtschule hat die Stadt bereits gekauft (Foto oben). Die Zweifachhalle (Foto links) neben dem ehemaligen Berufskolleg soll in den kommenden Monaten vom Kreis erworben werden.
Das neue Grundstück für den Bau der Gesamtschule hat die Stadt bereits gekauft (Foto oben). Die Zweifachhalle (Foto links) neben dem ehemaligen Berufskolleg soll in den kommenden Monaten vom Kreis erworben werden. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Der Neubau für die Gesamtschule in Lengerich wird nicht, wie noch im November beschlossen, auf der sogenannten TWE-Wiese entstehen. Die Stadt hat bereits im März eine benachbarte landwirtschaftliche Fläche gekauft, die nun als Standort dienen soll. Der Stadtrat hat diesem Plan am Dienstagabend zugestimmt. Ebenfalls grünes Licht gab es für ein Konzept zur Verwendung von Geldern aus dem Programm „NRW-Bank. Gute Schule 2020“. Über vier Jahre verteilt stehen 1,46 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Teil dieser Summe soll in den Neubau der Gesamtschule fließen, ein Teil in die erforderlichen Maßnahmen für den Einzug der Oberstufe der Gesamtschule in die auslaufende Bonhoeffer-Realschule, ein Teil in die Sanierung der Dreifachhalle und ein Teil in den Kauf der Zweifachsporthalle des Kreises gegenüber vom Schulzentrum.

Alexander Osenberg, Leiter des kommunalen Fachbereichs Zentrale Gebäudewirtschaft, bezeichnete die nun gefundene Lösung für den Gesamtschul-Standort als „optimale Variante“. Die Schule würde damit nur noch durch einen schmalen Grünstreifen vom Schulzentrum mit Hannah-Arendt-Gymnasium und Bonhoeffer-Realschule getrennt sein. Es entstünde somit praktisch ein großer Standort, an dem die weiterführenden Schulen gebündelt wären.

Im Gespräch mit den WN erläuterte Frank Lammert, Beigeordneter der Stadt, dass die Verwaltung mit dem Eigentümer des rund 15 000 Quadratmeter großen Grundstückes bereits seit Längerem und kontinuierlich in Kontakt gestanden habe. Anzunehmen ist, dass der Beschluss vom Herbst, die Schule auf der TWE-Wiese zu bauen, die Verhandlungsposition der Stadt gestärkt hat.

Was nun mit der seit Jahrzehnten im kommunaler Hand befindlichen TWE-Wiese passieren wird, ist offenbar unklar. Ein Großteil dient momentan als Sportfläche, ein kleinerer Teil wird landwirtschaftlich genutzt. Lammert nennt sie eine „strategische Reserve“. Anzunehmen ist, dass im Zuge der Diskussion über die Zukunft des Jugendzentrums und der Gutenberg-Schule auch dieses Areal eine Rolle spielen könnte.

Das Jugendzentrum an der Bergstraße ist bekanntermaßen in einem bescheidenen baulichen Zustand. Beschlossen worden ist zuletzt, lediglich dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Ein Umzug käme mittelfristig somit nicht überraschend. Ähnlich die Situation an der Gutenberg-Schule. Die Hauptschule läuft am Ende dieses Schuljahres bereits aus. Und als Standort für die Gesamtschule wird der Gebäudekomplex nur so lange benötigt, wie der geplante Neubau nicht bezugsfertig ist.

Zum geplanten Kauf der Zweifachhalle, sagte Kämmerin Christiane Bürgin, dass das Sinn mache, da die Stadt für die laufenden Kosten ohnehin bereits zum Großteil aufkomme, weil das Gebäude eben auch hauptsächlich durch Lengericher Schulen und Vereine genutzt werde. Der Kauf – im „NRW-Bank. Gute Schule 2020“-Konzept stehen als Ansatz 265 000 Euro – ist, anders als beim Grundstück für die Gesamtschule, jedoch noch nicht beschlossene Sache. Frank Lammert sagt aber, er hoffe, dass in den kommenden Monaten mit dem Kreis „eine gute kooperative Lösung gefunden“ werde. Soll heißen, der Beigeordnete geht nicht davon aus, dass in Steinfurt nun noch einmal massiv an der Preisschraube gedreht wird.

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