Eichenprozessionsspinner in Lengerich
Gefahr durch Brennhaare

Lengerich -

Vorsicht walten lassen und Abstand halten – das raten Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Sachen Eichenprozessionsspinner. Dessen Raupen sind gleich an fünf Stellen im Stadtgebiet entdeckt worden.

Samstag, 26.05.2018, 06:13 Uhr

Viele lange, dünne Härchen hat die Eichenprozessionsspinner-Raupe. Diese Härchen können für den Menschen sehr unangenehm werden, wenn er mit ihnen in Berührung kommt. Also sollte Abstand zu den Tierchen gewahrt werden.
Viele lange, dünne Härchen hat die Eichenprozessionsspinner-Raupe. Diese Härchen können für den Menschen sehr unangenehm werden, wenn er mit ihnen in Berührung kommt. Also sollte Abstand zu den Tierchen gewahrt werden. Foto: dpa

Diese Raupen sind nicht ohne. Sie haben sogenannte Brennhaare, die beim Menschen allergische Reaktionen auslösen können – vom Juckreiz bis zum allergischen Schock. Und die Härchen können Atembeschwerden und Augenreizungen hervorrufen. Für die Stadtverwaltung Grund genug, vor dem Eichenprozessionsspinner zu warnen. An fünf Stellen haben Mitarbeiter des Baubetriebshofes ihn auf öffentlichem Grund in Lengerich gefunden.

Wer daheim auf die Tierchen stößt, sollte in jedem Fall Abstand wahren und Vorsicht walten lassen, raten Heike Schubert und Viktor Glück . Das Duo, das sich für die Verwaltung um das Problem kümmert, betont weiter, das Fachfirmen mit der Entfernung der Eichenprozessionsspinner beauftragt werden sollten. Deren Mitarbeiter würden, bekleidet mit Schutzanzügen, die Raupen von den befallenen Bäumen – betroffen sind ausschließlich Eichen – entweder absaugen oder aber Kleber versprühen und, wenn dieser gehärtet ist, die Tiere abschaben.

Die ersten Raupen der Schmetterlingsart in Lengerich, so Glück, seien am Dienstag am Sonnenhügeldamm entdeckt worden. Weitere Kontrollen hätten dann ergeben, dass unter anderem auch ein Baum auf dem Gelände der Grundschule Intrup und zwei auf dem Grundstück des Waldorf-Kindergartens in Niedermark befallen seien. An diesen beiden Standorten soll nun schnell gehandelt werden.

Schubert und Glück berichten, dass die entsprechenden Unternehmen derzeit viel zu tun hätten – zuletzt wurden Eichenprozessionsspinner zum Beispiel auch in Saerbeck gemeldet, Anfang Mai in Ibbenbüren und Hörstel. Aber es sei dennoch gelungen, eine Firma zu finden, die zumindest an den beiden Orten, an denen Kinder betreut beziehungsweise ab Montag wieder unterrichtet werden, kurzfristig aktiv wird.

Glück spricht von einem „ziemlich massiven“ Auftauchen der Raupen in Lengerich. Begründet sei das durch das Wetter, Wärme und Wind seien ideale Bedingungen für die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Schubert fügt hinzu, dass es 2017 „kleinere Fälle“ im Stadtgebiet gegeben habe. Aber das derzeitige Ausmaß sei zumindest in den vergangenen Jahren so nicht zu beobachten gewesen.

Tipps

Niedersächsische Behörden haben das Merkblatt „Achten Sie auf den Eichenprozessionsspinner“ herausgegeben. Darin wird empfohlen, Raupen und Nester niemals zu berühren und auf Brennhaare zu achten, die unter befallenen Bäumen liegen. Wer mit den Härchen in Kontakt kommt, sollte zum Arzt gehen, bei schweren allergischen Reaktionen der Rettungsdienst alarmiert werden. Kontaminierte Kleidung wechseln und waschen. Den Juckreiz lindert kaltes Wasser, Augen mit viel Wasser spülen. Auch Haustiere reagieren empfindlich auf die Gifthaare.

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Die beiden Mitarbeiter der Stadt kündigen an, dass vom Baubetriebshof weitere Kontrollen erfolgen sollen. Mit einem Auftauchen der Raupen müsse bis Ende Juli/Anfang August gerechnet werden. Und sie weisen auch darauf hin, dass nicht nur von den Raupen, sondern auch von einzelnen Härchen, die beispielsweise auf dem Boden liegen, Gefahr ausgehe. Und das über längere Zeit.

Zum Thema

Wer glaubt, Eichenprozessionsspinner entdeckt zu haben, kann sich an die Stadtverwaltung wenden (E-Mail info@lengerich.de, ' 0 54 81/330).

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