Erpenbecker Straße
Anwohner üben Kritik am Lkw-Verkehr und zu schnellen Pkw

Lengerich -

Für Schwerlastverkehr nicht geeignet. Das sagen Anwohner über die Erpenbecker Straße. Zudem werde auf der L811 von vielen in Höhe der Siedlung Stadtfeldmark zu schnell gefahren, so ihr zweiter Kritikpunkt. Hoffnung, dass sich Wesentliches ändert, können sie sich offenbar nicht viel machen.

Dienstag, 12.06.2018, 12:02 Uhr

Der schmale Seitenstreifen sackt unter der Belastung von Lkw, die immer wieder darüber fahren, mehr und mehr ab, sagen Günter Hindersmann (links) und Christian Gels.
Der schmale Seitenstreifen sackt unter der Belastung von Lkw, die immer wieder darüber fahren, mehr und mehr ab, sagen Günter Hindersmann (links) und Christian Gels. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Es dauert nicht lange, da wird das, was Günter Hindersmann und Christian Gels erzählen, durch das Geschehen auf der Erpenbecker Straße untermauert. Gefühlt ist der Pkw, der vorbeibraust, eher mit Tempo 70 oder 75 unterwegs als mit den erlaubten 50.

Die beiden Männer wohnen in der Siedlung Stadtfeldmark direkt an der L811. Sie monieren zwei Dinge und sagen, dass es viele dort so sehen wie sie: Es werde zu schnell gefahren auf der Erpenbecker Straße. Und der Schwerlastverkehr sollte eine andere Route nehmen, weil die Straße dafür einfach nicht ausgelegt sei. „Wenn sich hier zwei Lkw begegnen, müssen die bis auf Schrittgeschwindigkeit runterbremsen und auf die Bankette ausweichen“, sagt Günter Hindersmann. Der schmale Randstreifen sacke deshalb mehr und mehr ab. Der Anlieger hält die Alternative über Ladberger und Kattenvenner Straße für zumutbar. 2,6 Kilometer wäre die länger, hat er getestet.

Doch die größeren Sorgen machen sich er und sein Nachbar beim Thema Geschwindigkeit – nicht zuletzt mit Blick auf Kinder, die in der Siedlung unterwegs sind. „Dass noch nichts passiert ist, ist einfach nur Glück“, glaubt Christian Gels.

Martin Pogrifke, Leiter des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, kennt die Örtlichkeit. Und er weiß, dass es dort weder einen Fuß- noch einen Radweg gibt. Dennoch macht er den Anwohnern wenig Hoffnung. Da es sich um eine Landesstraße und damit um einen überörtlichen Verkehrsweg handele, sei die Kommune nicht zuständig. Klar sei aber, dass der Schwerlastverkehr nicht einfach verboten werden könne. Und auch beim Thema Geschwindigkeit habe man wenig Einflussmöglichkeiten. Immerhin, der Fachbereichsleiter sagt, er könne das Thema bei einer Verkehrsschau zu Sprache bringen und es bestehe die Möglichkeit, eines von zwei mobilen Messgeräten der Stadt an der Erpenbecker Straße aufzustellen. Die Auswertung der so gewonnenen Daten würde dann zumindest zeigen, ob die subjektive Wahrnehmung der Anwohner mit der Realität übereinstimme.

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