Firma Dyckerhoff
Alternative Flächen „reine Theorie“

Lengerich -

Aus Sicht der Firma Dyckerhoff ist der am Montag durch den Regionalrat beschlossene Teilplan Kalkstein für das Münsterland (WN berichteten) differenziert zu bewerten. Auch wenn das derzeitige Abwägungsergebnis der Bezirksregierung zu Ungunsten des Antrags von Dyckerhoff ausgefallen ist, gibt es gleichzeitig Ansatzpunkte für eine spätere Änderung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Donnerstag, 28.06.2018, 10:34 Uhr

Blick vom Steinbruch auf das Zementwerk Dyckerhoff in Lengerich. 
Blick vom Steinbruch auf das Zementwerk Dyckerhoff in Lengerich.  Foto: Michael Baar

So sei die Behörde dem Argument gefolgt, dass der Kalksteinabbau in Lengerich nicht nur in Dyckerhoffs , sondern auch im öffentlichen Interesse liege. Das Unternehmen sieht daher die im Beschluss des Regionalrats vorgesehene Prüfung, ob eine Aufhebung von Teilflächen des FFH-Gebiets durch die EU-Kommission in Frage kommt, als folgerichtigen Schritt.

Das Argument der Behörde, dass die Rohstoffsicherung über andere Flächen erfolgen könne, kann Dyckerhoff nicht nachvollziehen. Dazu Werkleiter Franz-Josef Barton : „Die als Alternative ausgewiesenen Flächen sind reine Theorie, da sie für Dyckerhoff nachgewiesenermaßen keine wirtschaftliche Zementproduktion erlauben.“ Ebenso ist aus seiner Sicht „kaum nachvollziehbar, warum die von uns angebotene Herrichtung der vierfachen Menge wertvoller Naturflächen nicht als Ausgleich für die beantragten Abbauflächen berücksichtigt wurden.“

Auch nach der aktuellen Entscheidung wird die Erweiterung des Abbaus in Lengerich von Dyckerhoff als wesentlich für die Befriedigung des langfristigen Bedarfs an Zementprodukten gesehen. Dies gelte sowohl für die Region, die von Dyckerhoff zu circa 30 Prozent versorgt werde, wie auch für das Spezialprodukt Tiefbohrzement. Für das Unternehmen bleibe daher eine entsprechende Änderung des Regionalplans ein wichtiges Ziel.

Unabhängig hiervon wird sich Dyckerhoff zunächst auf die schon genehmigten Flächen konzentrieren und alle technischen Möglichkeiten für die weitere Nutzungsoptimierung einsetzen. Dazu gehört auch die Vorbereitung der geplanten Tieferlegung des Steinbruchs Hohne. Aufgrund der Erfahrung mit den bereits genehmigten Tieferlegungen an den Standorten Geseke und Beckum ist die Firma optimistisch, dass die Tieferlegung auch in Lengerich möglich ist.

Barton betont: „Der Kalkabbau und das Zementwerk in Lengerich werden noch für mehrere Jahrzehnte ihren Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit hochwertigen Zementprodukten leisten.“

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5856140?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Ring bleibt nach Wasserrohrbruch eine Woche lang gesperrt
Ein Wasserrohrbruch auf dem Lublinring sorgt am Montagabend für eine großes Verkehrschaos.
Nachrichten-Ticker