Hannah-Arendt-Gymnasium
Guter Jahrgang mit vielen Talenten

Lengerich -

86 junge Erwachsene haben am Donnerstag in der Gempt-Halle ihre am Hannah-Arendt-Gymnasium erworbenen Abiturzeugnisse erhalten. Es war eine kurzweilige Veranstaltung, untermalt von Musik.

Freitag, 06.07.2018, 09:20 Uhr

Die Abiturzeugnisse haben am Donnerstagabend diese 86 jungen Erwachsenen bei der Entlassfeier des Hannah-Arendt-Gymnasiums in der Gempt-Halle erhalten.
Die Abiturzeugnisse haben am Donnerstagabend diese 86 jungen Erwachsenen bei der Entlassfeier des Hannah-Arendt-Gymnasiums in der Gempt-Halle erhalten. Foto: Kiepker

„Abi Vederci – Auch die Stars müssen gehen.“ Hinter dem vom Abiturjahrgang des Hannah-Arendt-Gymnasiums gewählten Slogans steckt mehr, als sich vielleicht auf den ersten Blick erschließt. Stars, das können berühmte oder wichtige Personen sein. Oder, aus dem Englischen übersetzt, Sterne; mit unterschiedlicher Leuchtkraft. Oder ein Vogel. Der Star ist der Vogel des Jahres 2018. Ihn kennzeichnen sein besonderer Gesang und die Beherrschung komplexer Flugformationen. Erklärungen, die Angelika Heitmann am Donnerstag den 86 Abiturienten mit auf den Weg gibt.

„Heute erntet Ihr die Lorbeeren und startet in eine neue Lebensphase“, gibt die Schulleiterin den Absolventen auf den Weg. Sie bescheinigt ihnen, eine gute Jahrgangsstufe mit besonderen Talenten gewesen zu sein. Einige wissen schon, was sie machen wollen. Andere sind noch unentschlossen. Ist eine Entscheidung richtig oder falsch? „Das erzeugt Druck.“

Doch Erfolg, so Angelika Heitmann, „lässt sich nicht planen, sondern hängt oft vom Zufall ab.“ Allerdings, abwarten und auf die große Chance hoffen, „das ist kein Rezept. Anstrengungen lohnen sich, weil sie die Chance erhöhen, zur richten Zeit am richtigen Ort zu sein, um eine Gelegenheit beim Schopf zu fassen“, verweist die Direktorin auf eine amerikanische Studie.

Kompetenz, Ausbildung und der Wille nennt sie als wichtige Faktoren, die auch in der Schule schon zum Tragen gekommen seien. Zugleich warnt sie davor, zu selbstbezogen zu agieren. Menschen, denen es besser gehe, würden dazu neigen, das mehr auf ihre eigenen Fähigkeiten zurückzuführen, statt vielleicht einzuräumen, dass der Zufall bei dieser Entwicklung auch eine Rolle gespielt habe. Und noch etwas habe eine weitere US-Studie in diesem Zusammenhang gezeigt: „Wer meint, alles selbst geschafft zu haben, hat weniger Interesse am Gemeinwohl.“

Gelassen, aufmerksam und achtsam bleiben, Mut, um Gelegenheiten zu ergreifen und die im Blick behalten, deren Weg härter ist als der eigene – „Das wird das persönliche Glück nicht einschränken“, gibt sie den Abiturienten mit auf den Weg.

Die Abiturienten

Sabrina Bartsch, Leon Beier, Karima Ben Fradj, Lara Beutelspacher, Anna Biermann, Carolin Blömker, Felix Börger, Julia Brunsmann, Miriam Chrost, Henri Dohe, Lara Eckelt, Marie Christin Elixmann, Annika Engels, Justin Exner, Jessica Fistarol, Laura Gauchan, Antonia Grever, Sophia Groß, Irem Güzeldere, Giehan Haji, Paul Haller, Jana Haverkamp, Laura Heiligtag, Natascha Hillmer, Lena Höcker, Alina Hörnschemeyer, Florens Hülsmann, Fabienne Hünefeld, Cyrill Huwer, Leander Ihme, Dogus Isbara, Till Jerichow, Kim Kauschke, Till Kauschke, Jülide Kaya, Leon Kepp, Magnus Klinger, Ole Knuf, Elena Lammert, Marvin Landmeier, Matthias Laurenz, Svenja Lauxtermann, Renate Lehn, Sina Leopold, Elena Linnemeyer, Melanie Ludwig, Theresa Luedtke, Paul Lürenbaum, Judith Maiwald, Hendrik Mennen, Luca Mettner, Lea Mielemeier, Sophie Neuendorf, Linus Niederdalhoff, Lea Oeljeklaus, Paula Osterhaus, Bakeeran Pathmalolan, Christine Paul, Vanessa Peters, Igor Rasenko, Anne-Rachel Ratz, Camillo Rauch, Justus Reuther, Nils Schmidt, Cathleen Schreivogel, Niklas Schwieterka, Julia Snigur, Lukas Sostmeier, Alina Stienecker, Pauline Tiemeyer, Niklas Timmermann, Jessica Tscherepanja, Hilal Üzülmez, Janina Vietmeier, Aylin Voigt, Muhamed Vranes, Johanna Walsch, Julia Welboj, Jacqueline Wiebe, Nadine Wieneke, Lisanne Will, Janine Wöhler, Stefan Wolf, Cansel Yaktemur, Pia Ziegelscheck.

...

„Ihnen stehen alle Wege offen“, hat zuvor Wilhelm Möhrke festgestellt. Dafür hätten die jungen Erwachsenen viel Zeit investiert, aber auch deren Eltern und Lehrer. „Sie sind heute die Stars und entscheiden, was Sie daraus machen“, stellt der Bürgermeister fest und wünscht sich: „Gehen Sie als Stars und kommen Sie als Superstars wieder nach Lengerich.“ Denn die Menschen prägen das Bild einer Stadt.

Abitur-Entlassfeier am Hannah-Arendt-Gymnasium

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  • Die 2018er Abiturienten des Hannah-Arendt-Gymnasiums.

    Foto: Kiepker
  • Ulrich Gerling-Goedert, stellvertretender Schulleiter, begrüßte die Gäste in der Gempt-Halle.

    Foto: Michael Baar
  • Gute Wünsche gab Bürgermeister Wilhelm Möhrke den Abiturienten mit auf den Weg.

    Foto: Michael Baar
  • Pauline Tiemeyer begeisterte mit „Ständchen“ F. Liszt, Schubert (Transkription) am Petrof-Flügel.

    Foto: Michael Baar
  • „Ihr erntet heute Eure Lorbeeren“, begrüßte Direktorin Angelika Heitmann die Abiturienten.

    Foto: Michael Baar
  • Die Concert Band des HAG unter Leitung von Christian Raschdorf gestaltete den musikalischen Rahmen der Feier.

    Foto: Michael Baar
  • Sprachen für die Eltern: Simone Börger 8links) und Petra Huwer.

    Foto: Michael Baar
  • Setzten eine Tradition fort: Das Abi-Ensemble spielte ein Potpourri bekannter Melodien.

    Foto: Michael Baar
  • Witzig, aber auch mit dem erforderlichen Ernst gestalteten Till Kauschke (rechts) und Niklas Timmermann ihre Ansprache im Namen der Abiturienten.

    Foto: Michael Baar
  • Dank der Abiturienten an einige Lehrer.

    Foto: Michael Baar
  • Und eine Krone für die Hauptorganisatorin des Abiturjahrgangs.

    Foto: Michael Baar
  • Gleich wird´s ernst: Julia Schröder und Jan-Bernd Brewing überreichen als Jahrgangsstufenleiter die Abi-Zeugnisse.

    Foto: Michael Baar

Die Oberstufe war für die Eltern eigentlich am entspanntesten. Die Feststellung treffen Simone Börger und Petra Huwer als Sprecherinnen der Eltern. Mit einem Augenzwinkern lassen sie die Schulzeit am HAG aus ihrer Sicht Revue passieren und ziehen eine positive Bilanz: „Eltern und Lehrer haben versucht, Leitplanken zu bauen. Das ist wohl gelungen.“

Woran Till Kauschke und Niklas Timmermann bei ihrer als Moderation angelegten Rede für die Abiturienten keinen Zweifel lassen. Witzig, pointiert, aber auch mit einen klaren Blick auf alle Dinge rufen sie viele Episoden aus den Jahren am Gymnasium in Erinnerung. „Mehr Wert als das Papier, also Abi-Zeugnis, ist die Zeit, die wir miteinander verbracht haben“, stellen sie für die Jahrgangsstufe fest.

Julia Schröder und Jan-Bernd Brewing, die Jahrgangsstufenleiter, nehmen vor der Zeugnisausgabe Bezug auf die Fußball-WM: „Ihr habt nach acht Jahren hartem Trainingslager in der Kaderschmiede HAG gleich die Pokale in der Hand.“ Dass der Termin Donnerstag wegen der WM gewählt worden war – spielt an diesem Abend genauso wenig eine Rolle wie sie die deutsche Mannschaft gespielt hat.

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