Arnd Tillmann zeigt Fotografien im Kunstraum 3
Ungewöhnliche Perspektiven

Lengerich -

Bilder als Druck, auf Leinwand oder Acryl? Fotos, die mit digitalen oder analogen Kameras aufgenommen wurden, ungewöhnliche Perspektiven beim Blick auf Lengerich und Umgebung. Das präsentiert Arnd Tillmann ab dem 19. Juli im Kunstraum 3.

Mittwoch, 18.07.2018, 18:39 Uhr

Arnd Tillmann legt am Mittwoch letzte Hand an bei der Präsentation der Fotografien. Heute um 17 Uhr beginnt die Vernissage seiner Ausstellung im Kunstraum 3 in der Bahnhofstraße.
Arnd Tillmann legt am Mittwoch letzte Hand an bei der Präsentation der Fotografien. Heute um 17 Uhr beginnt die Vernissage seiner Ausstellung im Kunstraum 3 in der Bahnhofstraße. Foto: Michael Baar

Beim Betreten des Raumes fällt sofort das Bild vom Canyon ins Auge. Sattes Grün der Bäume, die sich im stillen Wasser widerspiegeln. Blauer Himmel mit einigen weißen Wolken. Ein Bild, wie gemalt. Ist es aber nicht. Arnd Tillmann hat die Szene mit seiner Kamera festgehalten. So wie viele weitere Perspektiven in Lengerich und Umgebung.

Heute wird seine Ausstellung „Impressionen in Fotografie unserer näheren Umgebung“ um 17 Uhr eröffnet. Die ermöglicht dem Betrachter ungeahnte Blickwinkel auf die Stadt. Beispielsweise den Blick vom Kamm des Teuto auf das Zementwerk. So scheint es bei der ersten Inaugenscheinnahme zu sein. Erst bei genauerem Hinsehen entdeckt man die Spitzen zweier Klinkertürme, die aus dem üppigen Grün im Vordergrund ragen. Es ist das Verwaltungsgebäude der LWL-Klinik.

Wie der Lengericher mit der Perspektive spielt, wird auf dem daneben hängenden Bild deutlich. Es zeigt den Eingang zur LWL-Klinik, im Gegensatz zum anderen Foto, für das ein 600er-Tele zum Einsatz kam, mit einem extremen Weitwinkel-Objektiv aufgenommen.

Auch mit den Farben spielt Arnd Tillmann, sogar mit dem Verzicht darauf bei den Schwarz-Weiß-Fotografien. Nur ein Kenner wird bei letzteren Aufnahmen vermuten, dass dort teilweise nicht mit einer Digitalkamera gearbeitet worden ist. Exemplarisch dafür steht das Foto, bei dem der Blick über einen verschneiten Acker von einem (scheinbar) in der Ferne stehenden Baum angezogen wird. Es ist eine analoge Aufnahme.

Damit nicht genug. Das Bild eines Zitronenfalters ist unverkennbar mit einem Marko-Objektiv für Nahaufnahmen gemacht worden. Und bei „Nacho“ ist es Arnd Tillmann gelungen, den in vollem Sprint auf ihn zukommenden Hund scheinbar schwerelos in der Luft hängend zu fotografieren.

Kreativität beweist der Fotograf auch bei der Wahl der Materialien, auf denen die Bilder präsentiert werden. Normale Drucke finden sich neben überdimensionalen Abzügen und auf Acryl übertragenen Motiven.

Wer mehr wissen will, aber keine Zeit für die Vernissage heute hat: „Ich versuche, jeden Tag von 17 bis 19 Uhr im Kunstraum 3 zu sein“, verspricht Arnd Tillmann. Nach Absprache ( ✆ 0 15 77/42 04 340) sind auch andere Besichtigungstermine möglich.

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Die Ausstellung ist täglich von 17 bis 19 Uhr geöffnet und Arnd Tillmann anwesend.

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