Versammlung der Wohnungsbaugenossenschaft
Durchschnittsmiete bei 4,51 Euro

Lengerich -

Die Wohnungsbaugenossenschaft Lengerich ist gut aufgestellt. Das ist bei der Mitgliederversammlung deutlich geworden. Rund 300 000 Euro sind in Renovierung und Modernisierung des eigenen Wohnungsbestandes – 24 500 Quadratmeter – investiert worden. Verabschiedet wurde Friedrich Prigge, der 18 Jahre Vorsitzender des Aufsichtsrats gewesen ist.

Mittwoch, 01.08.2018, 17:46 Uhr

Bei der Mitgliederversammlung gab es Ehrungen (von links): Claus Gravemeier (Geschäftsführer), Annette Biock (25 Jahre), Max Mews (Geschäftsführer), Peter Niemeier (zehn Jahre), Roswitha Buch (15 Jahre), Friedrich Prigge (Aufsichtsratsvorsitzender).
Bei der Mitgliederversammlung gab es Ehrungen (von links): Claus Gravemeier (Geschäftsführer), Annette Biock (25 Jahre), Max Mews (Geschäftsführer), Peter Niemeier (zehn Jahre), Roswitha Buch (15 Jahre), Friedrich Prigge (Aufsichtsratsvorsitzender). Foto: Michael Baar

Die Geschäfte laufen gut, die Wohnungsbaugenossenschaft (Wohnbau) Lengerich wird eine Tochter erhalten und nach 18 Jahren als Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Friedrich Prigge verabschiedet worden. Viel Gesprächsstoff für die Mitglieder bei der Versammlung der Genossenschaft am Mittwochabend.

Besonders positiv hat sich das Geschäftsfeld Fremdverwaltung im vergangenen Jahr entwickelt. Vorstand Max Mews spricht von einem „kontinuierlichen Anstieg“ und das im laufenden Jahr die Marke von 500 Einheiten überschritten werde. Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit ist die Renovierung und Modernisierung des eigenen Bestandes. 24 500 Quadratmeter (m²) Wohn- und Nutzflächen hat die Wohnbau. Rund 300 000 Euro oder umgerechnet 12,10 Euro/m² sind investiert worden, erläutert Vorstand Claus Gravemeier.

Gut für die Mitglieder und Mieter: „Die durchschnittliche Miete im Bestand wurde mit rund 0,9 Prozent auf 4,51 Euro/m² nur gering erhöht“, so Max Mews. Unverändert hoch sei die Nachfrage nach Wohnraum. Auf dem freien Wohnungsmarkt habe sich in Lengerich im vergangenen Jahr der Trend steigender Mieten fortgesetzt. Er ist überzeugt, dass sich ein Mietpreis von acht Euro/m² für Neubaumaßnahmen in guten Lage durchsetzen wird.

Fertiggestellt worden ist im vergangenen Jahr das Projekt „Capitol“. Rund 1,6 Millionen Euro hat die Wohnbau in zwölf Wohneinheiten auf dem Gelände des ehemaligen Kinos an der Bahnhofstraße investiert. Im nächsten Jahr sollen die Baumaßnahmen Lindenstraße und Tecklenburger Straße anlaufen. An der Lindenstraße rechnet Max Mews damit, dass noch in diesem Jahr die Abrissarbeiten beginnen. Die Baugenehmigung werde in den nächsten Wochen erwartet. An der Tecklenburger Straße soll der Bauantrag im Herbst eingereicht werden. Begonnen werden könnte dann im Januar 2019 mit dem geplanten Neubau.

Zum letzten Mal hat am Mittwochabend Friedrich Prigge die Mitgliederversammlung geleitet. Der Aufsichtsratsvorsitzende scheidet nach 18 Jahren in dieser Funktion aus Altersgründen aus. Sein Dank galt den Mitgliedern, „das ich Ihre Interessen 18 Jahre vertreten durfte“, und dem Team der Wohnbau für die „immer gute Zusammenarbeit“. Ziel der Wohnbau bleibe unverändert, „bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“.

Für sein Engagement in der Genossenschaft ist Friedrich Prigge die Silberne Ehrennadel des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen verliehen worden. Bürgermeister Wilhelm Möhrke heftete ihm die Auszeichnung mangels Jackett an die Brusttasche des Hemds.

Keine Widerspruch seitens der Mitglieder gab es gegen die Gründung der Tochtergesellschaft Wohnbau GmbH Lengerich. Der Vertrag soll in Kürze unterschrieben werden. Die Gesellschaft soll, verkürzt ausgedrückt, die Aufgabenfelder der Genossenschaft übernehmen, die nichts mit deren Kerngeschäft Vermietung zu tun haben.

Wohnungsbaugesellschaften unterliegen einer besonderen Steuergesetzgebung, erläutert Max Mews. Die in Gründung befindliche GmbH werde beispielsweise für das geplante Objekt an der Tecklenburger Straße zuständig, wo gewerbliche Vermietung vorgesehen ist. Ebenso soll sie den Bereich Fremdverwaltung übernehmen. Für die Mitglieder der Wohnungsbaugenossenschaft ändere sich nichts.

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