FDP zum Auslaufen des Kalkabbaus
Weichen müssen jetzt gestellt werden

Lengerich -

Bereits jetzt müssten die Weichen gestellt werden für die Zeit nach dem Auslaufen des Kalkabbaus im Teutoburger Wald. Jens Kröger, FDP-Vorsitzender in Lengerich, und MdL Alexander Brockmeier fordern ein „umfangreiches und nachhaltiges Konversionsmanagement“.

Montag, 17.09.2018, 12:39 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.09.2018, 12:39 Uhr
Jens Kröger (links) und Alexander Brockmeier fordern ein Konversionsmanagement mit Blick auf das Ende des Kalkabbaus im Teuto.
Jens Kröger (links) und Alexander Brockmeier fordern ein Konversionsmanagement mit Blick auf das Ende des Kalkabbaus im Teuto. Foto: FDP Lengerich

Das Auslaufen des Kalkabbaus ist mit der Entscheidung des Regionalrates in absehbare Nähe gerückt, heißt es in einer Pressemitteilung der FDP. Alexander Brockmeier, Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Steinfurt und Kreisvorsitzender der FDP, und Jens Kröger, Partei- und Fraktionsvorsitzender der FDP im Lengericher Stadtrat, fordern deshalb in einer Pressemitteilung ein „umfangreiches und nachhaltiges Konversionsmanagement“.

Die Weichen für einen Wandel von der abbauenden Rohstoffindustrie hin zu einer zukunftsweisenden und innovativen Industrie müssten jetzt gestellt werden. „Die Bilder von Ortsteilen, die in ihrer Entwickelung den Anschluss verpasst haben, wie beispielsweise in Hohne, müssen langfristig im Stadtinneren Lengerichs der Vergangenheit angehören“, fordert Jens Kröger.

Ein erfolgreiches Beispiel biete der Ausstieg aus der Steinkohle im Raum Ibbenbüren. Dort werde eine Region in eine zukunftsweisende Richtung geführt – und das ohne den lautstarken Ruf nach Subvention in Richtung Bund, Land oder Europa. „Aus unserer Sicht ist der Schlüssel zum Erfolg ein frühes Einsteigen in die Planung dessen, was nach dem Kalkabbau kommt“, wird Alexander Brockmeier zitiert.

Der Mangel an Gewerbe- und Industrieflächen sei offenkundig. Nach dem Kalkabbau könnte das Dyckerhoff-Gelände durchaus ein Flächenangebot für weitere Unternehmen mit hochwertigen Beschäftigungsverhältnissen darstellen. Gegebenenfalls könnten weitere Flächen für Unternehmensansiedlungen gewonnen werden. Falls dabei die Möglichkeit bestehe, zusätzliche Industrieflächen für moderne und zukunftsgewandte Unternehmen zu erschließen, sollte diese Gelegenheit genutzt werden. „Hier müssen wir als Lengericher in intensive Verhandlungen mit der Bezirksebene treten“, meint Kröger.

Besonders wichtig ist es nach Ansicht der Liberalen, mit diesen Modernisierungsprozessen bereits jetzt anzufangen. Die Gelegenheit, Lengerich weiter nach vorne zu bringen, um sie attraktiver und noch lebenswerter zu gestalten, müsse genutzt werden. Eine Möglichkeit das Stadtbild zu erneuern und wichtige Impulse zu setzen, bietet nach Ansicht der Freidemokraten die alte Berufsschule. Es sei offenkundig, dass der Bau in seiner jetzigen Form nicht optimal genutzt werden kann. Ein großes Gebäude mitten in unserer Stadt verfallen zu lassen, dürfe keine Option sein.

Die FDP will in den kommenden Wochen mit dem Kreisen, Unternehmen und Interessierten aus der Bürgerschaft ins Gespräch über mögliche Modernisierungen kommen. „Dabei darf es keine Denkverbote geben. Auch über Abriss und Neubau des Gebäudes der Berufsschule muss nachgedacht werden, auch wenn das ein gewisses Maß an Investitionssummen mit sich bringen würde“, stellt Jens Kröger fest.

Mit kreativen Lösungen wollen die Liberalen die Zukunft gestalten. Als erste Ansätze nennen sie mögliche Kooperation mit der WESt (Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft im Kreis Steinfurt), der FH Münster und dem Innovations- und Gründungszentrum Steinfurt. Das sei auch auf der Konversionsfläche in Ibbenbüren angedacht. „Die nötigen Partner aus der Wirtschaft haben wir sicher auch in Lengerich“, ist sich der Ratsherr sicher. In Private Public Partnership-Projekten kann er sich ebenfalls attraktive Lösungen vorstellen. Diese müssten in die Überlegungen einbezogen werden.

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