Interkulturelle Woche
Ein fröhliches Miteinander

Lengerich -

Mit einem bunten Kulturfest endete am Samstag der Veranstaltungsreigen im Rahmen der Interkulturellen Woche in Lengerich. Zuvor stand an zwei Tagen die Zubereitung von syrischen und iranischen beziehungsweise namibischen und deutschen Speisen auf dem Programm.

Montag, 17.09.2018, 15:16 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 18:25 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.09.2018, 15:16 Uhr
An zwei Nachmittagen wurde in der Küche der Gutenberg-Schule gemeinsam gekocht (Bild rechts). Zum Abschluss der Interkulturellen Woche fanden sich in der Teestube„Weltweit“ viele Menschen zusammen. Ein Schwerpunkt war gemeinsames Musizieren.
An zwei Nachmittagen wurde in der Küche der Gutenberg-Schule gemeinsam gekocht (Bild rechts). Zum Abschluss der Interkulturellen Woche fanden sich in der Teestube„Weltweit“ viele Menschen zusammen. Ein Schwerpunkt war gemeinsames Musizieren. Foto: Gernot Gierschner

Am Samstag wurde in der Teestube „Welt Weit“ zum Abschluss der interkulturellen Woche in Lengerich ein buntes Kulturfest gefeiert. Nachdem in dieser Woche schon irakisch, syrisch und afrikanisch gekocht worden war, endete „Miteinander ins Gespräch kommen“ bei Kaffee und Kuchen.

Bei schönem Spätsommerwetter kamen viele Alt- und Neu-Lengericher Bürger ins Café in der Bahnhofstraße. Die Tische vor dem Café, an denen verschiedene Gesellschaftsspiele aufgebaut waren, wurden von den Jugendlichen des Jugendzentrum Lengerich betreut. Werner Balske mit zwei Kollegen von der Musikschule Tecklenburger Land bildete den Kern einer Band, bei der jeder, der die Lust dazu verspürte, mitspielen, mitklatschen oder tanzen konnte. Henna-Malerei, ein Trommel-Workshop und das Spielmobil rundeten das Angebot zum Mitmachen ab. So fand eine gelungene Veranstaltungsreihe einen stimmungsvollen Abschluss mit neuen Eindrücken, neuen Kontakten und ganz viel Spaß für Jung und Alt.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche hatte die Integrationsinitiative Lengerich zum gemeinsamen Kochen eingeladen. Unter dem Motto „Miteinander ins Gespräch kommen“ wurden in den Räumen der Gutenberg Schule am Dienstag syrische und iranische Gerichte gekocht.

Am Donnerstag hatten Flüchtlinge aus Afrika zum gemeinsamen Kochen eingeladen. Namibische und deutsche Gerichte standen auf der Speisekarte, denn die Lengericher Landfrauen stellten deutsche Küche mit Kartoffelpuffer und Apfelmus und Schokoladenpudding als Dessert vor.

Eine bunte, fröhliche Gruppe Frauen aus Lengerich, Namibia, Syrien, Äthiopien und Lienen hatte sich eingefunden. Für lautstarken Trubel sorgten dabei die vielen Kinder, die gut betreut wurden, damit die Mütter in „Ruhe“ kochen konnten. Schon die mitgebrachten Zutaten machten neugierig auf die späteren Gerichte. Yams (Süßkartoffel) zum Beispiel oder ein Fisch, dessen Name man zunächst nicht kannte, der sich aber später als Makrele entpuppte und nach kurzer Zeit im Sud herrlich duftete.

Überhaupt fehlten die exotischen Zutaten, denn auch der deutschen Küche sind Zwiebel, Möhre, Tomate oder Paprika, aber auch Hähnchen, Reis oder Spinat wohlbekannt.

Interessant wurde es erst durch die Zubereitung und Kombination der Speisen. So frittiert die deutsche Hausfrau ihre Möhren und Erbsen eher selten. Das „Küchenpersonal“ schälte, schnibbelte, pürierte und hatte sichtlich Spaß dabei. Die Verständigung auf Deutsch, Englisch, Französisch und westfälischem Platt klappte vorzüglich.

Als Andrea Balsmeier, Integrationsbeauftragte der Stadt Lengerich, später zu Tisch bat, waren längst alle miteinander ins Gespräch gekommen.

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