Kommentar
Der Preis des Erfolges

Die Gesamtschule Lengerich/Tecklenburg hat im vergangenen Jahr einen guten Start hingelegt und das in diesem Jahr bestätigt. Doch die Themen Inklusion und Klassenräume schweben wie ein Damoklesschwert über der Schule. Ist das der Preis des Erfolges?

Montag, 24.09.2018, 07:40 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 07:35 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 24.09.2018, 07:40 Uhr

Mehr als sechs Klassen – vier in Lengerich, zwei in Tecklenburg – dürfen pro Jahrgangsstufe nicht gebildet werden. Dieser Kompromiss ist im Moderationsverfahren mit der Gemeinde Saerbeck vereinbart worden. Keine zwei Jahre später zeigt sich, dass diese Vereinbarung einem Hemmschuh gleichkommt.

Nicht nur die Zahl, auch die Größe der Klassen wird limitiert. Wenn Kinder mit Inklusionsbedarf unterrichtet werden, sinkt die Zahl der pro Klasse erlaubten Schüler weiter. Da die Zahl der Kinder mit Lerndefiziten eher noch wächst, ist eines vorprogrammiert: Die Gesamtschule muss bei der Anmeldung Schüler abweisen, auch aus den beiden Trägerkommunen Lengerich und Tecklenburg.

Unabhängig von der Klassengröße fehlt es auch an Räumen. Bis der Neubau der Gesamtschule steht, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Die Bonhoeffer-Realschule läuft aus, könnte als Übergangslösung dienen. Auf der anderen Seite der Straße steht das ehemalige Berufskolleg des Kreises leer. Was damit geschehen soll? Steinfurt hält sich bedeckt. Eine ehemalige Schule als Übergangslösung, das hätte einen gewissen Charme. Allerdings nur, wenn keine überzogenen Mietforderungen gestellt werden.

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