Straßensperrungen in Hohne
Eine Autofahrt wird zur Odyssee

Lengerich -

In normalen Zeiten wäre die Autofahrt eine Sache von zwei, drei Minuten gewesen. Doch normal sind sie zurzeit in Hohne nicht, denn es gibt zahlreiche Sperrungen. So wurde jetzt eine Tour für einen WN-Leser zu einer kleinen Odyssee.

Samstag, 27.10.2018, 06:29 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 27.10.2018, 06:29 Uhr
Seit Monaten wird der verkehr auf der Lienener Straße durch Bauarbeiten eingeschränkt.
Seit Monaten wird der verkehr auf der Lienener Straße durch Bauarbeiten eingeschränkt. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Es hört sich fast an wie Pleiten, Pech und Pannen, trifft aber nicht zu. Was der Lengericher am Donnerstagmorgen erlebt hat, kommt dem gleichwohl ziemlich nah: Am Anfang der Lienener Straße wohnend, wollte er zur Breede in Hohne fahren, um im dortigen Supermarkt einzukaufen. Eigentlich nichts Besonderes.

„Ich bin ins Auto und losgefahren“, beschreibt er den Beginn seiner Odyssee. Über die Lienener Straße zur Bahnunterführung, unter den Gleisen her, rechts in die Poststraße – halt, geht nicht. Gesperrt in Höhe der Einmündung des Lohesch wegen Bauarbeiten. Weiter über die Bahnhofstraße bis zur Einmündung Knemühlenstraße, in diese abbiegen – geradeaus ist gesperrt, Bauarbeiten am Regenrückhaltebecken. Von der Knemühlenstraße in die Iburger Straße – die ist gesperrt, Bauarbeiten. Also über Schützenstraße, Niedermarker Damm, Iburger Straße zur Breede.

Der Rückweg? Nicht viel besser, weil der Endfünfziger beschlossen hat, im Lohesch zu tanken. Ein kurzes Stück Iburger Straße, rechts in Am Mühlenbach einbiegen bis zur Knemühlenstraße, dann Bahnhofstraße, Unterführung, Lienener Straße: „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“ Der Lengericher schimpft fast wie der sprichwörtliche Rohrspatz: Wie, bitte schön, soll man denn da noch von Lengerich nach Hohne und umgekehrt kommen?

Keine böse Absicht, versichert Viktor Glück . Dass die Iburger Straße ab Johannemanns Straße gesperrt war, habe auf einem Irrtum beruht. Die Stadt, so der Fachdienstleiter Straßenbau, habe beim Kreis auf den schlechten Zustand der Bankette an der Iburger Straße hingewiesen. Die ist offiziell als Umleitungsstrecke vorgesehen.

„Bis zum Schulbeginn am Montag wollten wir das gerne wieder instand gesetzt haben“, erläutert er auf Nachfrage der WN . „Der Kreis bot an, das kurzfristig auf seine Kosten zu erledigen. Da haben wir natürlich zugegriffen.“ Versehentlich habe die Baufirma aber die Sperrschilder an einer falschen Stelle aufgestellt. „Das war nach einer halben Stunde korrigiert“, berichtet Glück. Der Seitenstreifen der Iburger Straße war am Donnerstagabend wieder so weit geglättet, dass ab Montag die Schulbusse dort wieder durchfahren können. Informiert worden waren von der Sperrung durch die Stadt nur die betroffenen Anlieger der Poststraße und die RVM als Buslinien-Betreiber.

Entspannung gibt´s auch an einer anderen Stelle der Poststraße. Die Einmündung Lohesch soll spätestens ab Montag wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Bleibt die Lienener Straße. Die wird ab Montag zwischen Zufahrt Dyckerhoff-Werk und Hohner Kirche komplett gesperrt. „Fußgänger und Radfahrer können passieren“, nennt der Fachdienstleiter die beiden nicht betroffenen Gruppen unter den Verkehrsteilnehmern.

Der Lkw-Verkehr zum Werk wird aus Richtung Hohne über den parallel zur Lienener Straße liegenden Parkplatz – Eigentümer ist Dyckerhoff – geleitet. „Dort ist nur Werksverkehr zulässig“, unterstreicht Glück. Pkw-Fahrer müssen der ausgeschilderten Umleitung folgen. Die wird voraussichtlich erst ab Mitte November von der Iburger Straße wieder auf die Bahnhofstraße führen. Dann sollen die Arbeiten am Regenrückhaltebecken soweit sein, dass die Vollsperrung in Höhe der Fußgängerbrücke aufgehoben werden kann.

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