AWO-Fachstelle Jugendarbeit und Sexualpädagogik
Projekt „Liebesleben“ klärt auf

Lengerich -

Seit 30 Jahren gibt es das Projekt Youthwork und die AWO-Fachstelle Jugendarbeit und Sexualpädagogik. Der runde Geburtstag ist im AWO-Begegnungszentrum Lengerich gefeiert worden.

Samstag, 10.11.2018, 18:10 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 10.11.2018, 18:06 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 10.11.2018, 18:10 Uhr
Gastgeberin Gerda Stiller mit Referentin Lucyna Wronska, Projekt-Leiter Alexander Daum und AWO-Unterbezirksgeschäftsführer Harry Junghans (von rechts).
Gastgeberin Gerda Stiller mit Referentin Lucyna Wronska, Projekt-Leiter Alexander Daum und AWO-Unterbezirksgeschäftsführer Harry Junghans (von rechts). Foto: Michael Baar

Aufklärung statt Ausgrenzung. Unter dieser Prämisse ist das Projekt Youth­work vor 30 Jahren ins Leben gerufen worden. Auslöser war die Diskussion, wie sich die Ausbreitung von HIV-Infekten eingrenzen lässt. 100 Fachkräfte haben damals die Arbeit aufgenommen, über 60 sind noch heute im Einsatz. Mit diesen Worten beschreibt Gerda Stiller, wie das Projekt – und damit verbunden die Fachstelle Jugendarbeit und Sexualpädagogik – der Arbeiterwohlfahrt (AWO) angefangen hat.

„Die Strategie ist aufgegangen“, freut sich die stellvertretende Vorsitzende des AWO-Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen. Dazu beigetragen hat nach ihrer Einschätzung, dass die Methoden sich an die Lebenswelt der Zielgruppe angepasst haben. Die Lengericherin bewertet die Arbeit der Fachstelle als „wichtigen ergänzenden Baustein der sexuellen Erziehung“.

Mit dem Projekt „Liebesleben“ steht die Arbeit für Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 10 auf einem soliden Fundament. „Das ist mehr als Biologie, die Fragen der Jugendlichen stehen im Vordergrund. Damit dürfen wir sie nicht allein lassen.“

Wie sich das im Alltag darstellt, erläutert Alexander Daum und nennt eine beeindruckende Zahl: „Über 200 000 Menschen in Nordrhein-Westfalen sind in den 30 Jahren von Youthwork erreicht worden.“ Dabei gestaltet sich die Arbeit von Schule zu Schule unterschiedlich. „Wenn wir kommen und das Thema ist nicht vorbereitet worden, sind die Jugendlichen erst mal sprachlos.“ Immerhin seien über die Hälfte der Schulen im Kreis ins Projekt involviert, so dessen Leiter.

Bei ihrer Arbeit verlässt sich das Youthwork-Team nicht nur aufs eigene Wissen. Kooperationspartner sind beispielsweise der Kinderschutzbund, Mediziner, Krisenhilfe Münster, eine Krankenkasse und die Schwangerschaftskonfliktberatung des Kreises Steinfurt. Letztere sei seit Jahren bei rund 40 Fällen mit im Boot.

Im Begegnungszentrum der AWO Lengerich ist am Freitag der runde Geburtstag gefeiert worden. Ohne großes Brimborium, statt dessen ist es eher eine Fachtagung. Inhaltlicher Höhepunkt: Ein Vortrag von Lucyna Wronska. Die Diplom-Psychologin referiert zum Thema „Begegnung mit dem Eigenen und dem Anderen. Sexualpädagogik und Transkulturalität“. Grußbotschaften übermitteln NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (per Video) und Kreis-Sozialdezernent Tilmann Fuchs.

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