Ausstellung zum Klimawandel
Auswirkungen auf den Alltag

Lengerich -

„Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel“, so lautet der Titel einer Ausstellung in der Stadtbücherei, die Bürgermeister Wilhelm Möhrke am Samstag im Beisein von Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft eröffnete.

Montag, 12.11.2018, 17:38 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 11.11.2018, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 12.11.2018, 17:38 Uhr
Bürgermeister Wilhelm Möhrke forderte dazu auf, mehr Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, statt Milliarden in sinnlose Prestigeobjekte zu pumpen.
Bürgermeister Wilhelm Möhrke forderte dazu auf, mehr Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, statt Milliarden in sinnlose Prestigeobjekte zu pumpen. Foto: Gernot Gierschner

„Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel“, so lautet der Titel einer Ausstellung in der Stadtbücherei, die Bürgermeister Wilhelm Möhrke am Samstag im Beisein von Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft eröffnete. Wilhelm Möhrke sprach in seiner eindringlichen Eröffnungsansprache nicht nur von den globalen Auswirkungen des Klimawandels, sondern auch von den immer deutlicher werdenden Auswirkungen auf das tägliche Leben. „Viele Menschen verbinden mit Klimawandel Katastrophen auf anderen Kontinenten, aber längst sind die Folgen auch bei uns in Lengerich spürbar.“

Möhrke kritisierte die Entwicklungshilfe-Politik der Industriestaaten in den vergangenen 50 Jahren: „Hilfe zur Selbsthilfe wäre der richtige Ansatz, anstatt Milliarden in sinnlose Prestigeprojekte zu pumpen“. Er sieht vor allem die Bildung junger Menschen als Ansatzpunkt für ein verändertes Verhalten zum Klimaschutz. Er drückte auch seine Hoffnung aus, dass diese Ausstellung von vielen Schulklassen besucht werde.

Mit einigen Gedanken zum Klimaschutz schloss der Bürgermeister seine Rede: „Wenn wir uns dafür einsetzen, Plastiktüten abzuschaffen, aber gleichzeitig 16 Mal häufiger als vor zehn Jahren eine Flugreise buchen, dann ist es Zeit, unser eigenes Verhalten zu hinterfragen. Wenn wir Weltmeister im Altpapier sammeln sind, gleichzeitig aber weltweit pro Kopf auch das meiste Papier verbrauchen, dann stimmt doch was nicht.“

Die Ausstellung gibt dem Klimawandel ein Gesicht. Menschen aus Afrika, Südamerika, Asien und Europa berichten über ihre persönlichen Schicksale als Folge des Klimawandels.

Wie kann ich mein Konsumverhalten verändern, um zur Treibhausgas-Minderung beizutragen? Was bedeutet für mich umweltfreundliche Mobilität? Diese Themen des Alltags sind Gegenstand des Begleitprogramms, das die Stadt zur Ausstellung anbietet: Eine Stadtführung der besonderen Art unter dem Titel „KonsumWandeln“ findet am Dienstag, 13. November ab 17 Uhr statt (Treffpunkt ist an der Stadtverwaltung). Bei diesem interaktiven Stadtrundgang wird gezeigt, wie sich der „Ökologische Fußabdruck“ verkleinern lässt und wie dies mit Mobilität, Konsum und globaler Gerechtigkeit zusammenhängt.

Um globale Gerechtigkeit geht es ebenfalls am Donnerstag, 15. November, ab 19 Uhr beim Vortragsabend der „Fair-Trade“-Gruppe Lengerich im Veranstaltungsraum der Stadtsparkasse. Beate Steffens von der „Aktion Humane Welt“ berichtet über „Trends und Entwicklungen im fairen Handel“.

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