Gespräche im Jugendzentrum
Standortfrage bleibt vorerst unbeantwortet

Lengerich -

Wie sieht die Zukunft des Jugendzentrums aus, und wo wird sie sein, weiter an der Bergstraße oder an einem neuen Standort? Das wollte der Leiter des Hauses, Thomas Brümmer, am Montagabend von Bürgermeister und einigen Ratsmitgliedern wissen. Die mussten ihn vertrösten.

Dienstag, 20.11.2018, 18:02 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 20.11.2018, 17:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 20.11.2018, 18:02 Uhr
Mit Bahar Yildirim (20) und Jannik Welp (19) arbeiten derzeit erstmals parallel zwei junge Menschen im Jugendzentrum, die dort ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Bahar Yildirim kümmert sich schwerpunktmäßig um den Mädchentag und um den Kindernachmittag, Jannik Welp um den Jugendbeirat.
Mit Bahar Yildirim (20) und Jannik Welp (19) arbeiten derzeit erstmals parallel zwei junge Menschen im Jugendzentrum, die dort ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Bahar Yildirim kümmert sich schwerpunktmäßig um den Mädchentag und um den Kindernachmittag, Jannik Welp um den Jugendbeirat. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Sollte Thomas Brümmer wirklich auf Neuigkeiten gehofft haben, so wurde er am Montagabend enttäuscht. Der Leiter des Jugendzentrums hatte zur jährlich stattfindenden Gesprächsrunde mit Vertretern der Verwaltung und der Lokalpolitik eingeladen. Unter anderem dabei waren Bürgermeister Wilhelm Möhrke sowie die Ratsmitglieder Andreas Kuhn ( SPD ), Klaus Reiher ( CDU ) und Bärbel Brengelmann-Teepe (Grüne). An sie wandte sich Brümmer mit der Frage, wie der Stand der Dinge in Sachen Zukunft des Jugendzentrums aussieht. Das Quartett versicherte, dass an dem Thema gearbeitet werde, aber die Zeit für Entscheidungen leider noch nicht reif sei.

Die Frage war bereits vor geraumer Zeit aufgekommen, nachdem klar geworden war, dass das Haus an der Bergstraße mit hohem finanziellen Aufwand saniert werden müsste, wenn das Jugendzentrum dort langfristig bleiben soll. Nun wird auch über alternative Lösungen nachgedacht. Doch die Gemengelage mit anderen Entscheidungen und Investitionen – als Beispiel wurde der Umbau der Schullandschaft angeführt – sei so komplex, dass mit schnellen Beschlüssen nicht zu rechnen sei. Allerdings betonte Reiher, in Zukunft werde die kommunale Jugendarbeit sicher „wesentlich besser“ dastehen.

Brümmer appellierte an seine Gäste, Entscheidungen „nicht über uns hinweg“ zu treffen – was ihm zugesichert wurde. Um das Jugendzentrum trotz noch ungewisser Zukunft weiter durchgehend als attraktiven Standort zu präsentieren, soll nach den Worten des Leiters an der Bergstraße hier und da etwas passieren. In Angriff nehmen wolle man unter anderem den Disco-Bereich im Erdgeschoss.

Ansonsten könne bis auf den feuchten (Musik-)Keller und einen kleinen Raum das gesamte Haus uneingeschränkt genutzt werden und somit auch das geplante Angebot für das junge Publikum umgesetzt werden.

Gesprochen wurde in der Runde zudem über die Arbeit des Lengericher Jugendbeirats und über die Kooperation der Jugendeinrichtungen in Ladbergen, Lengerich und Lienen („Laleli“). Angedacht wird beim Jugendbeirat unter anderem eine große Umfrage, bei der es nicht zuletzt darum gehen soll, zu erfahren, wie junge Lengericher ihre Heimatstadt sehen. Für die Umsetzung dieses Projektes will man sich möglicherweise Hilfe von Hochschulen hinzuzuholen.

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