Über den Komponisten des Oratoriums „Die Geburt Christi“
Ein musikalischer Erneuerer

Lengerich -

Am Sonntag, 9. Dezember, wird in der Lengericher Stadtkirche das Oratorium „Die Geburt Christi“ aufgeführt. Komponiert wurde es 1894 von Heinrich von Herzogenberg, einem heute eher unbekannten Mann.

Sonntag, 25.11.2018, 17:17 Uhr aktualisiert: 25.11.2018, 17:30 Uhr
In der Stadtkirche wird das Oratorium am Sonntag, 9. Dezember, aufgeführt.
In der Stadtkirche wird das Oratorium am Sonntag, 9. Dezember, aufgeführt. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Meisterschaft, Noblesse, Geist, Erfindung, Klangsinn – alles ist da, so urteilten die Zeitgenossen über Heinrich von Herzogenberg, dessen Oratorium „Die Geburt Christi“ am zweiten Advent in der Lengericher Stadtkirche aufgeführt wird. Wer war dieser Komponist, der zu seiner Lebenszeit – 1843 bis 1900 – breite Anerkennung für sein umfangreiches kompositorisches Schaffen fand, heute aber erst wieder entdeckt wird?

Herzogenberg studierte juristische Fächer und Komposition in Wien, entschied sich aber für den Musikberuf. In den ersten Werken war noch Robert Schumann sein beherrschendes Vorbild. Später wurde der Komponist stark von Johannes Brahms und der Beschäftigung mit dem Werk Johann Sebastian Bachs beeinflusst. Ab 1885 wirkte Herzogenberg als Hochschullehrer für Komposition in Berlin. Die Chormusik nimmt in seinem Werk einen breiten Raum ein und ist bedeutsam, weil er in diesem Bereich eigene Wege ging. In seinen letzten Jahren arbeitete er mit großer Energie an der Erneuerung der evangelischen Kirchenmusik – und das als Katholik. In diese Zeit fällt die Komposition seines Oratoriums „Die Geburt Christi“, das 1894 entstand.

Das Oratorium besteht aus drei großen Teilen, die in sich abgeschlossen sind, aber miteinander korrespondieren. Textgrundlage bilden Psalmworte und die Weihnachtsgeschichte (vorwiegend) nach Lukas, so die Konzert-Organisatoren in einer Pressemitteilung. In dem sehr abwechslungsreichen Werk sind einige bekannte Weihnachtslieder aufgenommen und verarbeitet. Eine Besonderheit der Komposition ist die Einbeziehung der Konzertbesucher beim Gesang der Choräle, um die Trennung von Chor und Zuhörern zu überwinden.

Aufgeführt wird das Werk von der Evangelischen Kantorei Lengerich und dem Kourion-Orchester Münster unter der Leitung von Christoph Henzelmann. Als Solisten sind Charlotte Jarosch von Schweder (Sopran), Katarina Andersson (Alt), Goetz Phillip Körner und David Ernstig (Tenor), Nils Miegel (Bariton) und Nicolas Kröger (Bass) zu hören. Das Konzert beginnt um 17 Uhr.

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Karten sind im Vorverkauf bei der Tourist Information Lengerich, ' 0 54 81/33 91 10, und bei den Mitgliedern der Kantorei für 17 Euro, ermäßigt acht Euro, erhältlich. An der Abendkasse werden zwei Euro Aufschlag erhoben.

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