Erhöhung der Hundesteuer
Sechs Euro mehr für die Vierbeiner

Lengerich -

Sechs Euro mehr pro Jahr müssen künftig die meisten Hundehalter in Lengerich für ihre Tiere an Steuern zahlen. So sieht es eine neue Satzung, die ab dem 1. Januar gelten soll.

Donnerstag, 06.12.2018, 12:05 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 12:10 Uhr
Für einen Hund werden ab dem kommenden Jahr 72 Euro Steuern fällig – die Zustimmung des Stadtrates vorausgesetzt.
Für einen Hund werden ab dem kommenden Jahr 72 Euro Steuern fällig – die Zustimmung des Stadtrates vorausgesetzt. Foto: ontage: Schäfer

Die meisten Halter der bei der Stadt gemeldeten Hunde müssen ab dem kommenden mehr Steuern für ihre Vierbeiner bezahlen. Die Hundesteuer steigt von 66 auf 72 Euro im Jahr. Das ist aber nicht die einzige Neuerung in der entsprechenden kommunalen Satzung.

Nach Angaben von Kämmerin Christiane Bürgin hat der NRW-Städte- und Gemeindebund eine überarbeitet Mustersatzung herausgegeben, an der sich nun die Stadt orientiert. Sie biete nicht zuletzt ein Mehr an Rechtssicherheit. Zudem ändern sich die Fälligkeiten. Die Hundesteuer soll künftig quartalsweise bezahlt werden und nicht mehr jährlich – es sei denn, Hundehalter bestehen auf der alten Regelung. Des Weiteren wird es eine zusätzliche Staffelung geben: Wer zwei „gefährliche Hunde“ hält, muss für jeden 448 Euro zahlen. Das war bislang nicht vorgesehen. Allerdings, so Bürgin, gebe es in Lengerich lediglich zwölf Tiere, die in diese Kategorie fallen und bislang keinen Halter, der mehr als einen hat. Für sie werden weiterhin 360 Euro fällig.

Alles beim Alten bleibt auch für jene Bürger, die zwei oder mehr „normale“ Hunde haben. Für zwei Vierbeiner werden auch künftig 84 Euro jährlich pro Tier fällig, bei drei und mehr 108 Euro.

In der Sachdarstellung für Haupt- und Finanzausschuss – der sprach sich am Dienstag einstimmig für die neue Satzung aus – und Stadtrat heißt es: „Der Mittelwert der Steuersätze für den ersten Hund liegt nach einer Umfrage des Bundes der Steuerzahler (BdSt) bei 338 befragten Kommunen bei 83 Euro. Der vergleichbare Mittelwert für die Kommunen im Kreis Steinfurt liegt bei rund 60 Euro. Da die Stadt Lengerich in NRW zu den kleinen kreisangehörigen Kommunen gehört, wird ein Steuersatz in Höhe von 72,00 € für den ersten Hund als angemessen gesehen.“ Die letzte „Anpassung“ der Steuer hat es demnach Anfang 2011 gegeben.

Bürgin sagte im Ausschuss weiter, dass der Verwaltung aktuell 1700 Hunde gemeldet seien. 1259 Halter hätten ein Tier, 292 zwei und 109 drei und mehr. Allerdings sei davon auszugehen, dass einige Bürger ihre Vierbeiner nicht angemeldet hätten. Die Stadt sei in diesem Bereich aktuell wieder verstärkt aktiv und schicke Bußgeldbescheide raus.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6237461?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Riesenandrang beim Advents-Rudelsingen auf dem Prinzipalmarkt
Dicht gedrängt stehen die Menschen beim Advents-Rudelsingen auf dem Prinzipalmarkt und stimmen gemeinsam internationale Weihnachtslieder an.
Nachrichten-Ticker