Für Würde und Gerechtigkeit
Peter Kossens Rede in Stapelfeld

Der Lengericher Pfarrer Peter Kossen hat vor dem christlichen Netzwerk ND in Stapelfeld über die Situation der osteuropäischen Wanderarbeiter gesprochen. Hier der Wortlaut seiner Rede.

Mittwoch, 02.01.2019, 13:21 Uhr aktualisiert: 02.01.2019, 13:50 Uhr
Für Würde und Gerechtigkeit: Peter Kossens Rede in Stapelfeld
Foto: Günter Benning

Menschen werden verschlissen und entsorgt

 Mein Bruder Florian ist hausärztlich tätiger Internist in Goldenstedt im Landkreis Vechta. Arbeitsmigranten, Frauen und Männer aus Rumänien, Bulgarien und Polen behandelt er täglich in seiner allgemeinmedizinischen Praxis. Sie arbeiten in Großschlachthöfen in Wildeshausen, Ahlhorn und Lohne. Was er sieht und hört, macht ihn fassungslos und zornig. Die Totalerschöpfung der Patientinnen und Patienten ist fast schon alltäglich. Er berichtet: „Viele arbeiten sechs Tage in der Woche und zwölf Stunden am Tag. Sie haben keine Möglichkeit der Regeneration, weil sie durch ihre Arbeits- und Lebensbedingungen ständig physisch und psychisch unter Druck stehen. Daraus resultieren eine ganze Reihe von Krankheitssymptomen: Von Überlastungsschäden im Bereich der Extremitäten und Wirbelsäule über psychovegetative Dekompensationen bis hin zu wiederholten bzw. hartnäckigen Infekten durch mangelhafte hygienische Zustände in den Unterkünften und gesundheitswidrige Bedingungen an den Arbeitsplätzen. Aber auch eine totale körperliche Erschöpfung, wie ich sie in meinen 20 Jahren ärztlicher Tätigkeit vorher selten gesehen habe.“ Mein Bruder berichtet: „Arbeitsunfälle wie Schnittverletzungen sind an der Tagesordnung. Häufig lassen sich die Verletzten aber nicht krankschreiben, weil ihnen vom Arbeitgeber ganz deutlich gesagt worden ist: Wer mit dem gelben Schein kommt, kann gehen. So geschehen bei einer Arbeiterin mit einer ca. 10 cm langen, mit Naht versorgten, Schnittwunde, die sie sich bei der Arbeit zugezogen hatte. Trotz mehrmaligen dringenden Anratens lehnte sie eine Krankschreibung ab.“ Verätzungen am ganzen Körper sieht Florian bei Patienten, die für Reinigungsarbeiten in den Schlachthöfen keine ausreichende Schutzkleidung zur Verfügung haben und zudem unter hohem Zeitdruck arbeiten. Ein Mitarbeiter einer Reinigungskolonne auf einem Großschlachthof in Lohne stellte sich in der Praxis vor, übersät mit ausgeprägtesten Verätzungen am ganzen Körper. Sämtliche Arbeiter der Reinigungskolonne, so berichtete er, hätten ähnliche Verätzungen, da es zwar Schutzanzüge gäbe, diese jedoch defekt und völlig unzureichend wären. Immer wieder erzählen Patienten von Kolleginnen und Kollegen, die aufgrund von Krankheit sofort aussortiert und ersetzt werden. Entsprechend hoch ist der Druck, trotz Krankheit und Schmerzen durchzuhalten. Kürzlich hat ein bulgarischer Werkvertrags-Arbeiter eines Großschlachthofs in Wildeshausen dem Arzt Kossen seine Lohnabrechnung gezeigt: 1200,- € für 255 geleistete Arbeitsstunden. Zur Ausbeutung kommt die Demütigung: „Du bist nicht mehr wert! Deine Arbeitskraft ist nicht mehr wert!“

 

Menschen als Maschinen

Die Fleischindustrie behandelt im großen Stil Arbeitsmigranten wie Maschinen, die man bei externen Dienstleistern anmietet, benutzt und nach Verschleiß austauscht. Mit Ausnahme weniger wie Brand in Lohne, Schulte in Lastrup oder Böseler Goldschmaus in Garrel weigern sich die Unternehmen, Verantwortung für die Arbeits- und Lebensbedingungen der eingesetzten Arbeitskräfte zu übernehmen. Und man lässt die Unternehmen bisher gewähren – auf Kosten der Gesundheit der Arbeiter und auf (Sozial-)Kosten der Allgemeinheit.

 

Überall dort, wo Werkverträge und Leiharbeit das Mittel sind, um Arbeitskräfte wie Verschleißmaterial behandeln zu können, ist die Mitarbeiterfluktuation enorm hoch. Inzwischen werden die Arbeitskräfte aus immer ärmeren Regionen Osteuropas rekrutiert. Erst waren es Menschen aus Polen, später aus Rumänien, Ungarn und Bulgarien, jetzt kommen sie aus Moldawien oder der Ukraine, dann ist ihr Einsatz nicht selten illegal. Mein Bruder sieht jeden Tag in der Praxis, dass diejenigen, die es trotz der Menschenschinderei schaffen, über mehrere Jahre durchzuhalten, chronische Leiden davontragen. Durch die harte körperliche Arbeit in feuchten und sehr kalten Räumen unter ständigem Druck, noch schneller zu arbeiten, ist auch der Stärkste irgendwann physisch und psychisch am Ende. Durch die Arbeitszeiten sind die Betroffenen über Jahre hin nicht in der Lage, Sprachkurse oder Integrationsangebote wahrzunehmen. So sprechen viele kaum Deutsch. Rund um die Uhr haben sie bereit zu stehen, Arbeit wird häufig kurzfristig per SMS befohlen, Überstunden werden nicht selten spontan angeordnet. Die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in den Orten ist dadurch sehr erschwert. Eine Integration der Arbeiter und ihrer Familien findet kaum statt. Parallelwelten sind entstanden. Ein Übriges tut die auf Abschottung angelegte Unterbringung. Rattenlöcher, die zu Wuchermieten mit Werkvertragsarbeitern vollgestopft werden.

Wohlstandsgefälle in Europa 

 „… Aber es hat sich doch auch schon manches verändert und ist besser geworden…“, so höre ich immer die Leute sagen, wenn der Missbrauch der Werkverträge und der Leiharbeit zur Sprache kommt. – Wo denn? Wo sind Arbeitsmigranten wirklich sicher vor Ausbeutung und Abzocke? – In der Fleischindustrie jedenfalls nicht! Auch anderswo scheut man sich nicht, die Not der Menschen aus Ost- und Südosteuropa auszunutzen. Das Wohlstandsgefälle innerhalb der EU begünstigt krasse Ausbeutung und eine Mehrklassen-Gesellschaft auf dem Arbeitsmarkt: Arbeitnehmer mit Tarifen und Rechten und solche, die in vielfacher Hinsicht um einfachste Lohn- und Sozialstandards betrogen werden.

 

Im 8. Jahrhundert vor Christus ruft der Prophet Amos als Stimme Gottes in den feierlichen Tempelgottesdienst hinein: „Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen. Wenn ihr mir Brandopfer darbringt, ich habe kein Gefallen an euren Gaben, und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen. Weg mit dem Lärm deiner Lieder! Dein Harfenspiel will ich nicht hören, sondern das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach!“   Am 5,21-24

 

Amos sagt deutlich: Ohne das Ringen um Gerechtigkeit ist jeder Gottesdienst wertlos! Es gibt keine wahre Frömmigkeit ohne Bezug zur Wirklichkeit, so bitter, wie diese sein mag. Wie stellt sich diese Wirklichkeit da?

Sklaverei nimmt zu

Dass Rumänen und Bulgaren als gleichwertige Mitbürger und Nachbarn gelten und nicht missbraucht werden als Billiglöhner und Drecksarbeiter – davon sind wir noch weit entfernt! Die EU hat vielmehr festgestellt, dass Menschenhandel und moderne Sklaverei zunehmen. Nicht irgendwo in der Welt – hier in den wohlhabenden westlichen Demokratien! Große und namhafte Unternehmen scheuen sich nicht, mit Subunternehmen und Leiharbeitsfirmen zusammenzuarbeiten, hinter denen verurteilte Straftäter stehen. Wer jedoch mit Menschenhändlern und Sklaventreibern gemeinsame Sache macht, ist mitschuldig am Menschenhandel und an der modernen Sklaverei in unserm Land.

 

„Wie kann das sein, dass Menschen so behandelt werden in Ihrer doch so christlich-katholisch geprägten Region?“, das bin ich oft gefragt worden. – Vielleicht, weil zu viele wegschauen, ihr Gesicht und ihren Namen nicht zur Verfügung stellen für eine klare Position dagegen?!

 

Ein Sumpf von kriminellen Subunternehmern und dubiosen Leiharbeitsfirmen wird genutzt, um Lohnkosten zu drücken und Unternehmer-Verantwortung abzuwälzen. Wer mit Kriminellen Geschäfte macht, ist selbst kriminell. Wer sich die Mafia zunutze macht, ist Mafia! Das ist besonders verwerflich, weil es hier um Menschen geht, um deren Würde und Rechte. Ausbeutung von Menschen, Sklaverei, „funktioniert“ bis heute immer da, wo Menschen als Nummer geführt werden, wo sie kein Gesicht haben, keinen Namen und keine Geschichte. Osteuropäische Werkvertragsarbeiter sind uns meist nicht persönlich bekannt: Sie leben unter uns und sind doch Bürger einer dunklen Parallelwelt, eine große anonyme Gruppe, eine „Geisterarmee“: Arbeitskräfte ohne Gesicht, ohne Namen und Geschichte. So werden sie ohne Aufsehen und ohne schlechtes Gewissen ausgebeutet, betrogen und gedemütigt.

 Arbeitskontroll-Behörde ist nötig

Deutschland braucht dringend eine „Arbeitskontroll-Behörde“, wie sie in anderen EU-Ländern bewährter Standard ist! Das deutsche Arbeitsrecht geht davon aus, dass die Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten Sache des Beschäftigten ist. Das ist leider weit weg von der Wirklichkeit. Eine Unterstützung durch Betriebsräte oder Gewerkschaften wird vorausgesetzt. Bei mobilen Beschäftigten kommt diese Unterstützung aber gar nicht zum Tragen. Betriebsräte und Gewerkschaften sind für Werkvertrags- und Leiharbeiter nicht vertretungsberechtigt. Arbeitsmigranten in einem bestehenden Arbeitsverhältnis können ihre vorenthaltenen Ansprüche kaum geltend machen. Sie haben begründete Angst vor dem Jobverlust und vor den Kosten eines Rechtsstreits. Dieses Ausgeliefertsein und die faktische Unmöglichkeit der Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten macht die Werkvertrags- und Leiharbeit so attraktiv für gewissenlose Manager und Menschenhändler und so anfällig für gnadenlose Ausbeutung in der Fleischindustrie, aber genauso auf dem Bau, in der Logistik und anderswo. Hier auf bessere Einsicht oder auf Menschlichkeit zu hoffen, ist leider naiv und realitätsfern. In Deutschland haben wir im internationalen Vergleich eine besonders starke Zersplitterung der Kontrollbehörden. Die Verlagerung einer Leiharbeitsfirma ins Nachbar-Bundesland bedeutet oft schon das faktische Ende strafrechtlicher Verfolgung. Weil es so leicht ist, Arbeitnehmerrechte auszuhebeln und Strafverfolgung zu behindern, braucht es dringend eine Arbeitskontrollbehörde, die dafür Sorge trägt, dass Gesetze und Rechte durchgesetzt werden.

 

Selbstverpflichtungserklärungen der Fleischindustrie sprechen der Wirklichkeit Hohn. Allenfalls haben bestehende Selbstverpflichtungserklärungen den Sklaventreibern Luft und Zeit verschafft, ihr menschenverachtendes Geschäft unbehelligt weiter zu betreiben!

 

Der Mindestlohn wird umgangen und ausgehöhlt: durch eine Vielzahl unbezahlter Überstunden; 290,- bis 420,- € monatlich für ein Bett im vergammelten Mehrbettzimmer; Vermittlungsgebühren; Werkzeug oder die Benutzung des Pausenraums wird dem Arbeiter in Rechnung gestellt; Strafgelder; Gebühren für Übersetzungen; Vorarbeiter-Bestechung; Transport zur Arbeitsstelle; Erhöhung der Schlagzahl (Laufgeschwindigkeit des Fließbandes) …

 

Wenn der Rechtsstaat hier nicht völlig ad absurdum geführt werden soll, braucht es eine Behörde, die Recht und Gesetz durchsetzen kann. Die nicht, wie die Kontrollbehörden bisher, der Mafia machtlos hinterher schaut. An der Hygiene-Schleuse der Großschlachterei ist der Rechtsstaat am Ende seiner Möglichkeiten. Das kann man doch nicht einfach so hinnehmen! Passiert aber. Die Empörung hält sich in Grenzen.

 

Menschen, die heute trotz schwerster Arbeit arm sind und arm bleiben, sie sind die Altersarmen von morgen. Und immer werden sie Sozialleistungen brauchen. Das bedeutet: Die Gesellschaft ermöglicht prekäre Beschäftigung durch Sozialtransfers. Wir subventionieren damit indirekt und ohne Grund verantwortungslose Geschäftsmodelle. Warum wehren sich unsere Kommunen hier nicht? Will die Politik das Unrecht nicht sehen? Oder ist sie machtlos? Und wenn ja, warum? Wie weit reicht hier der Arm eines Clemens Tönnies ?

 

Leiharbeit als Sachkosten 

Werkvertrags- und Leiharbeit wird übrigens als „Sachkosten“ verrechnet - als Sachkosten, nicht als Personalkosten! Hunderttausende haben in Deutschland diesen Status: Ihre Lohnkosten sind keine Personalkosten, sondern Sachkosten! Dahinter steht ein hochproblematisches Menschenbild! Der Mensch als „Sache“: austauschbar, wegwerfbar. Persönlichkeitsrechte und die Würde menschlicher Arbeit haben da keine Bedeutung. Wenn das in Deutschland legal ist, verkauft die soziale Marktwirtschaft ihre Seele. Wie tief verneigt sich hier die Gesellschaft vor der Wirtschaft? Wie schamlos prostituiert sie sich dabei? Einer der Riesen in der Fleischbranche hat gegenüber dem Magazin „Stern“ eingeräumt, wenigstens zehn Jahre lang der Unternehmer, der Subunternehmer und die Immobilienfirma gewesen zu sein, die die Wohnungen an die Arbeiter vermietet hat. Der gleiche Konzern war lange, wie andere auch, von der EEG-Umlage, also dem Beitrag für die Förderung der erneuerbaren Energien, befreit, weil er besonders viele Werkvertragsarbeiter beschäftigt hat und damit „Sachkosten“ nachweisen kann, die in der Bruttowertschöpfungskette bei über 14% liegen. So hat man doppelt gespart: durch Ausbeutung als solche und durch die Anerkennung der „Sachkosten“. Das ist verwerflich, auch wenn die Verantwortlichen viele Kirchensteuern bezahlen!

 

Es ist ein Irrtum des Arbeitsrechts anzunehmen, dass einzelne Arbeitsmigranten stark genug sein könnten, ihr Recht gegenüber dem Arbeitgeber durchzusetzen. Für die Masse der Betroffenen trifft das nicht zu. Sie sind ausgeliefert und ohne Lobby. Deshalb ist es eine Aufgabe des Rechtsstaates, Arbeitnehmerrechte wirkungsvoll zu schützen und durchzusetzen.

Verschimmelte Bruchbuden als Unterkünfte 

Rattenlöcher werden als Wohnungen vermietet: 500,- € für 17qm einer verschimmelten Bruchbude, ohne ausreichende Elektrizität mit undichtem Dach – mitten in Vechta! Wo und wie wird Abhilfe geschaffen? Wer kontrolliert hier wirklich? Rumänen und Bulgaren sollen bei uns schwerste Drecksarbeit machen und Steuern zahlen, sollen darüber hinaus aber unsichtbar sein und keine Ansprüche stellen! Wenn in Garrel im Landkreis Cloppenburg über den geeigneten Ort für Betriebswohnungen gestritten wird, dann muss man doch sagen: Die Leute kommen nicht erst noch. Die sind schon lange da!

Erzieherinnen in Lengerich erzählen mir von verstörten, verängstigten und geschwächten Kindergartenkindern, die in solchen Verhältnissen leben und aufwachsen. Manche verschlafen fast den ganzen Kindergartentag, weil sie nachts in den Unterkünften Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch und auch Prostitution miterleben.

 

Jeden Tag kaufen in Deutschland eine Million Männer den Körper einer Frau. Fast der ganze deutsche Straßenstrich wird bedient durch Mädchen und Frauen aus Rumänien und Bulgarien. So an der B 68 zwischen Bersenbrück und Bramsche. Oft sind es Roma, oft Analphabetinnen, nicht selten sind es Minderjährige. Sie werden hierher gelockt mit dem Versprechen einer Arbeit in der Gastronomie oder im Frisörhandwerk. Einmal in Deutschland angekommen, werden sie jedoch in großer Zahl zur Prostitution gezwungen und gefügig gemacht mit Drogen und angedrohter und mit ausgeführter körperlicher und psychischer Gewalt; und dies nicht selten von den gleichen Leuten, die im Hauptgeschäft Männer und Frauen als Billiglöhner in die Fleischfabriken schleusen. International agierende Rockerbanden zum Beispiel nutzen die Arbeitnehmer-Entsendung zum Menschenhandel. Zynisch formuliert kann man sagen: „Fleisch ist Fleisch“ und das eine wird so verächtlich behandelt und gehandelt, wie das andere – mit dem Unterschied, dass Tierhandel und Tierhaltung stärker reguliert ist… 

 

Wir haben es mit einer gespaltenen Gesellschaft zu tun: Arbeitnehmer mit Tarifen und Rechten und solche, die als Werkvertrags- und Leiharbeiter in vielerlei Hinsicht rechtlos sind. Arbeitsstrich und Straßenstrich sind Teil dieser schrecklichen, menschenverachtenden Wirklichkeit. Ist unsere westliche Welt, sind wir, träge geworden, wohlstandssatt, dass solches passieren kann, mitten unter uns? Es beginnt mit der Denke und zeigt sich in der Sprache. Ein kleiner Junge sagte einer Bekannten in Westerbakum bei Vechta: „Ich wünsche mir zu Weihnachten einen Trecker und einen Polen dazu!“ Von wem hat er das?

 

Ebenbild Gottes ist der Mensch! Darin liegt seine unveräußerliche und unantastbare Würde.

Die Ausbeutung stützt sich ab auf das skrupellose Geschäft krimineller Subunternehmer. Deren Willkür und Gier sind die Werkvertrags- und Leiharbeiter schutzlos ausgeliefert. Unternehmer, die das in ihren Unternehmen dulden, sind mitschuldig an moderner Sklaverei!  Hier wäre ein deutliches Wort der Kirchen notwendig!

 

Die Subunternehmer haben die Arbeiter und Arbeiterinnen direkt oder über Kontaktleute in ihren Heimatländern angeworben, oft mit Versprechungen bzgl. Lohn und Wohnung, die in der Realität nicht annähernd eingehalten werden. Die Arbeiter werden vielmehr in eine Abhängigkeit von ihrem Arbeitgeber gebracht durch eine Art Schuldsklaverei oder durch angedrohte und ausgeführte körperliche und psychische Gewalt gegen sie selbst oder ihre Angehörigen in der Heimat, durch Vorenthaltung von zustehendem Lohn, durch Einbehaltung des Reisepasses, durch Verquickung von Arbeits- und Wohnmöglichkeit, durch Abschottung vom deutschen Umfeld, durch das ausdrückliche Verbot, über Arbeit und Arbeitgeber zu reden, durch willkürliche „Strafgelder“, durch die Drohung, bei einem Ausstieg aus der Arbeit auf die „schwarze Liste“ gesetzt zu werden und nirgendwo in der Region neue Arbeit zu finden. Die Arbeiter werden hingehalten, gedemütigt und erpresst.

 

Das erste Wort, das Arbeitsmigranten in unserer Sprache lernen, ist „Schneller!“ Ärzte wie mein Bruder berichten sehr eindrücklich, was das mit Frauen und Männern macht, wenn sie 6 Tage in der Woche, 12 Stunden am Tag bei minus 18 Grad arbeiten oder immer den gleichen Schnitt durch einen Tierkörper machen oder 30kg-Kisten schleppen. Zur körperlichen Belastung kommt die psychische: Die Demütigungen, die Angst und die ständige Sorge, wie es morgen weitergeht. Menschen werden zu Krüppeln geschunden, dann aussortiert und ersetzt – mitten unter uns!

 

Sozialleistungen halten diese Menschen über Wasser, obwohl sie täglich schwerste Arbeiten verrichten. Wirtschaftlich gesunde Unternehmen rechnen ohne Not öffentliche Leistungen wie die Hartz- IV-Aufstockung, Kindergeld und Wohngeld von vornherein in ihre Lohnkalkulation mit ein, anstatt selbst die Leute so zu bezahlen, dass sie von ihrem Einkommen auch leben können. Das ist doch Sozialbetrug! Das sind Steuergelder, unrechtmäßige Subventionen! „Der Kossen erzählt uns nichts Neues, immer das Gleiche…“ – Das ist doch der Skandal, dass es nichts Neues gibt! Seit Jahren nichts Neues. Menschen werden wie Dreck behandelt. Ein Umdenken ist nicht erkennbar. Kriminelle Subunternehmer werden ersetzt durch kriminelle Subunternehmer! Es wird sich nichts verändern, wenn nicht die Behörden wie der Zoll und die Gewerbeaufsicht rechtlich und personell in die Lage versetzt werden, effektiv die Einhaltung von Gesetzen zu kontrollieren!

 

Der Mensch muss wieder in das Zentrum des Wirtschaftens rücken; dort steht er nicht mehr, aber dort gehört er hin! Das Kapital hat dem Menschen zu dienen, nicht umgekehrt. Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Frieden kann es dauerhaft nur geben mit einer Weltwirtschaftsordnung, die geprägt ist von Gerechtigkeit und Solidarität.

 

Die den Christen gebotene Nächstenliebe ist sinnvoller Weise oft Hilfe zur Selbsthilfe, bedeutet Fordern und Fördern, ersetzt nicht die unverzichtbare Eigeninitiative. Bevor jedoch der Mensch zum Denken und zum Arbeiten kommen kann, muss er den alltäglichen Kampf ums Überleben für sich positiv entschieden haben. Menschenwürdig leben können, muss die Ermöglichung guter Arbeit sein, nicht ihr Lohn! Wertschätzung vor Wertschöpfung!

 

Menschen werden abgehängt, abgedrängt in Parallelwelten und Subkulturen, werden als Rumänen und Bulgaren diskriminiert und rassistisch herabgewürdigt. Paketdienste, Ausstall-Kolonnen, Fleischfabriken, Schiffsbauer, Landwirtschaft, häusliche Pflege – bis in Kleinstbetriebe, aber auch in Privathaushalten, hat man „seine Polin“ oder „seinen Rumänen“. Arbeitsmigranten werden behandelt wie Menschen zweiter Klasse, wie Leibeigene. Wer das zulässt, macht sich schuldig an diesen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, aber auch an unserer Gesellschaft. Unsere Werte verrotten auf diese Weise von innen.

 

Eine ganze Gesellschaftsschicht wird wirtschaftlich und sozial ins Abseits gestellt. Was bedeutet das für unsere Demokratie, wenn in Niedersachsen 23% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor beschäftigt sind und damit vielfach dauerhaft abgehängt?

Das Rückgrat unserer Demokratie und unseres Wohlstandes sind verwurzelte freie Menschen. Zur Ungerechtigkeit gibt es immer noch Alternativen! Werte und Rechte sind dann der Kitt der Gesellschaft und nicht ihr Sprengstoff, wenn sie für alle gelten, auch für die Zugezogenen und Fremden. Auf Ebene der EU hat man sich aktuell auf eine Verschärfung der Entsenderichtlinie verständigt. Die LKW-Fahrer und Paketdienste fallen aber aus dieser neuen Regulierung heraus. Bei ihnen ist die Ausbeutung besonders gnadenlos. Sie bleibt weiterhin ungestraft…

 

Ohne Maßhalten und Selbstbegrenzung verkommt der Mensch und die Gesellschaft. Geben und Nehmen, Arbeiten und Konsumieren bedürfen des Maßes und des verzichten Könnens. Maßhalten und Selbstbegrenzung sind scheinbar keine wirtschaftsimmanenten Kategorien. Dann müssen sie durch die andere Dimension der Wirklichkeit eingebracht werden: die Religion. Die kürzeste Definition von Religion lautet: „Unterbrechung“. Den Weltenlauf, die Gesetze des Marktes, die Sachzwänge einer Realpolitik hinterfragt und unterbricht Religion mit den schlichten Fragen: „Warum? Für wen?“ Religion, wo sie ihrer Berufung gerecht wird, lebt und fordert Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.

 

Je mehr ich in den vergangenen Jahren mit der Ausbeutung von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten konfrontiert war, um so erschrockener war ich über das Ausmaß und die Skrupellosigkeit. „Krebsgeschwür“ ist ein hässliches, aber zutreffendes, Bild, denn da wuchert Gier und Maßlosigkeit mit tödlicher Konsequenz. Arbeitsmigranten dürfen nicht als Menschen zweiter Klasse behandelt werden, wie es geschieht. Die Not und Perspektivlosigkeit dieser Menschen wird faktisch schamlos ausgenutzt. Haben sie sich jedoch einmal dem System der modernen Sklaverei ausgeliefert, verlieren sie Freiheit und Würde und elementarste Rechte. Und das Bitterste dabei ist wohl, dass sie für sich nichts gewinnen, nichts für jetzt und nichts für die Zukunft!

 

Natürlich hat die Problematik auch eine globale Dimension. Denken wir an die Textilien, die für fast alle bei uns gängigen Textilmarken oft unter menschlich unsäglichen Bedingungen in Bangladesch und anderen Ländern Asiens hergestellt werden. Im Sommer 2013 kamen in Bangladesch 1130 Näherinnen beim Einsturz eines Textil-Fabrikgebäudes ums Leben. Mehr als 1600 Frauen wurden verletzt. Die Welt schaute mit Entsetzen auf die Arbeitsbedingungen dort. Verändert hat sich seitdem praktisch nichts!  Der Hinweis, dass auf diese Weise Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden und dass es den Arbeitsmigranten dort und hier zu Hause noch schlechter geht und sie dort noch viel weniger verdienen würden, ist zynisch! Das bedeutet doch, ihre Not und Perspektivlosigkeit auszunutzen!

 

Der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer hat einmal gesagt, es könne die Situation eintreten, in der es für die Kirchen darauf ankäme „nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen“.

Gott steht auf der Seite der Kleinen und Schwachen – da ist die Bibel eindeutig. Dann muss die Kirche genau dort stehen. Denn „eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts“. Dieser Dienst bedeutet, denen zu helfen, die unter die Räder geraten sind, und, wenn nötig, dem Rad selbst in die Speichen zu fallen.

 

Dabei haben auch die Kirchen eigene Baustellen: Wenn landauf-landab in kirchlichen Krankenhäusern und Altenheimen Reinigungsdienste, Hausmeisterstellen oder ganze Küchen ausgelagert werden, um den AVR-Tarif umgehen zu können, ist das nicht ganz so krass, wie in der Fleischindustrie, aber es ist das falsche Signal, und es höhlt den „Dritten Weg“ aus!

 

Die ständige Ausweitung der Werkvertrags- und Leiharbeit in unserm Land und ihr Missbrauch zum Zweck von Lohn- und Sozialdumping hat ihren Ausgang genommen von der Fleischindustrie. Mittlerweile haben Teile der Metallindustrie, der Logistik und viele andere Branchen sich ein Beispiel genommen. Es geht dabei keineswegs um Flexibilisierung, sondern um primitive Lohndrückerei und das Absenken von Sozialstandards!

 

Was ist uns gute Arbeit wert?? Was ist uns Gerechtigkeit wert? Kann es richtig sein, wenn das Kilo Klopapier bei uns teurer ist als das Kilo Fleisch? Aber es ist so! Das wertvolle und aufwendig produzierte Gut Fleisch wird bei uns unter Wert verschleudert! Qualität hat ihren Preis – eigentlich. De facto ist es nicht so. Wie können wir verhindern, dass Wertvolles unter Preis verschleudert wird auf Kosten der Armen? Braucht es ein Gütesigel „Faire Arbeit“? Seriöse Berechnungen zeigen: Eine reale Bezahlung der Arbeiter von mindestens 8,50 € würde den Kunden an der Fleischtheke pro Kilo Fleisch sechs Cent mehr kosten. Gerechtigkeit, die wir uns leisten können: sechs Cent mehr pro Kilo! Das gute Marken-T-Shirt würde bei uns 12 Cent mehr kosten, wenn die Näherin in Bangladesch 100,- € statt nur 50,- € im Monat verdient.

Papst Franziskus sagt: „Die christliche Tradition hat das Recht auf Privatbesitz niemals als absolut und unveräußerlich anerkannt und die soziale Funktion jeder Form von Privatbesitz betont.“ Weiter sagt der Papst: „Die Umwelt ist ein kollektives Gut, ein Erbe der gesamten Menschheit und eine Verantwortung für alle. Wenn sich jemand etwas aneignet, dann nur, um es zum Wohl aller zu verwalten“ Laudato si  93 u. 95

 Wegwerfmenschen

Menschen werden benutzt, verschlissen und dann entsorgt - wie Maschinenschrott: „Wegwerfmenschen“. Weil es legal ist, viel Geld spart und Unternehmer-Verantwortung auf ein absolutes Minimum reduziert, hat dieses miese Beschäftigungsmodell Schule gemacht: Wegwerfmenschenbauen Kreuzfahrtschiffe und teure deutsche Autos, schuften als Scheinselbständige auf Baustellen und als Paketzusteller. Der Rechtsstaat lässt es geschehen und die Gesellschaft schaut weg. Der aktuelle Fall eines Subunternehmers aus dem Emsland zeigt, mit welcher Qualität Mensch wir es dabei zu tun haben: Als Subunternehmer war er aktiv bei Großschlachthöfen in Sögel und in Lohne; nebenbei machte er im großen Stil in Drogen. Der Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung wird in der Szene „ganz legal“ betrieben, für den Drogenhandel wurde der Betreffende hochgenommen. Moderne Sklaverei ist die Realität; die Behörden schauen machtlos zu. So wie im Schlachthof die Tierkörper laufend auf Parasiten untersucht werden, so muss eine Arbeitskontrollbehörde die Betriebe und Subunternehmer ständig auf Ausbeutung und Sklaverei untersuchen.

 

Wer nicht den Mut hat, das System zu wechseln, die Sklavenhalter ins Gefängnis zu bringen und die Arbeiter in Festanstellung, der wird immer nur an den Symptomen herumdoktern, aber nie das Übel beseitigen. Das EU-Aufenthaltsrecht, kombiniert mit Hartz IV („nur der Mensch in Arbeit hat Recht auf Aufenthalt und Bezug von Sozialleistungen“) wird für viele EU-Bürger aus Rumänien und Bulgarien zur Falle, weil sie gezwungen sind, notfalls auch ausbeuterische Job-Angebote in der Fleischindustrie, auf dem Bau oder bei den Paketzustellern anzunehmen. Frauen sind aus diesem Grund leicht Opfer von Zwangsprostitution. Allein in der Stadt Münster gibt es deshalb 400 bulgarische Prostituierte. Wer die Schinderei nicht mehr aushält, wird weggeschickt, oft noch um den letzten Lohn geprellt: Wegwerfmenschen! Weil in der Regel ein Großteil der Arbeiter (80% oder mehr) nicht beim Schlachthof angestellt ist, sondern bei einem Subunternehmer, brauchen sich die Unternehmer der Fleischindustrie bei dieser Form moderner Sklaverei gar nicht die Hände schmutzig machen.

 

Was ist zu tun, um Arbeitsmigranten vor der Ausbeutung zu schützen?

 

1) Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort!

2) Unfallschutz und Krankenversicherung im Land der Arbeit, also hier und nicht irgendwo!

3) Ortsnahe, unabhängige, kostenlose muttersprachliche Rechtsberatung der betroffenen Arbeitsmigranten - bis vor Gericht!

4) Eine Arbeitskontrollbehörde, die Gesetze durchsetzt und kriminelle Strukturen zerbricht!

5) Wohnungen für die Arbeitsmigranten und ihre Familien!

6) Zurück zur Stammbelegschaft! – Begrenzung der Werkvertrags- und Leiharbeit!

 

Wenn der Wernsing-Konzern immer schon ohne Werkvertragsarbeiter auskommt und „Böseler Goldschmaus“ die Arbeiter anstellt und ihnen Wohnungen baut, warum dann nicht Tönnies, Heidemark, Plukon, Wiesenhof, Westfleisch, Vion und Danish Crown, die Meyer-Werft, Daimler-Benz und VW?

 

Was muss denn erst noch passieren, damit die Landkreise und Kommunen einschreiten? Wie lange kann eine Gesellschaft wegschauen? Papst Franziskus schreibt über diese Entwicklung: „Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann.“ (EG 53) 

 

Ich bin überzeugt: Eine Gesellschaft, die solches zulässt, zerstört das Leben dieser Menschen und letztlich auch sich selbst.

 

Vor gut sechs Jahren bin ich angefangen, Öffentlichkeit herzustellen. Mein Amt und meine Möglichkeiten habe ich benutzt, um das Unrecht der Menschenschinderei öffentlich zu machen. Botschaften werden in unserer Mediengesellschaft mit Gesichtern verbunden. Gesicht zeigen für eine Überzeugung: das bedeutet auch, festgelegt zu werden, reduziert und eingeordnet.  "Der Kossen hat nur ein Thema!", sagen manche; andere sagen: "Aber er hat eins!" - „Niemand sollte mehr Staub aufwirbeln, als er zu schlucken bereit ist.“ Wer Stellung bezieht, macht sich angreifbar. Wer Druck aufbaut, muss Gegenwind aushalten können. Sollte ein Priester sich überhaupt in dieser Art und Weise exponieren? Ich sage: Für eine Botschaft, die hoffentlich Sand ist im Getriebe moderner Sklaverei, stelle ich weiterhin gern mein Gesicht zur Verfügung!

 

Was können/müssen wir tun als Einzelne, als ND vor Ort?

 

-          Migranten aus der Isolation holen; ansprechen über alle Sprachbarrieren hinweg!

-          Polnische Pflegekräfte: Die Frauen sind oft über Monate zur Pflege oder Betreuung in deutschen Haushalten tätig. Gibt es Kontakte zu Nachbarn, zur Kirchengemeinde?

-          Was nehmen wir „vor unserer Haustür“ als problematisch wahr? (z. B. Unterkünfte…)

-          Arbeitsstrich, Straßenstrich, Drogenhandel… sehen – urteilen – handeln!

-          Bewusstes Einkaufen: „Geiz ist geil“???

-          Nachfragen im Handel: Ist der Weg des Fleisches, des Gemüses, Obstes, der Jeans, des T-Shirts… nachvollziehbar?

-          Bei Firmen nachfragen: „Wie schließen Sie menschenunwürdige Arbeits- und Lebens-bedingungen in Ihrer Produktions- oder Handelskette aus?“

-          Eine-Welt-Verkauf, Fairer Handel in der Gemeinde

-          Wahlkämpfe! PolitikerInnen ansprechen: Wie kann die globale Abwärtsspirale von Entlohnung und Arbeitsbedingungen gestoppt werden? Wie kann die grassierende Tarifflucht in Deutschland gestoppt werden?

-          Ursachen und Bedingungen für Migration zum Thema machen

-          gemeinsame Überlegungen: Wo kann Wohnraum zur Verfügung gestellt werden?

-          bevorzugt regionale und saisonale Lebensmittel einkaufen

-          zusammentragen: Welche Gütesigel und Soziallabels kennen wir?

-          Wo gibt es „vor Ort“ „Türöffner“, die MigrantInnen an Beratungs-, Hilfs- und Inte-grationsangebote heranführen?

-          Arbeitsmigranten ein „Dach über dem Kopf“ anbieten: ein Dach für den Leib und ein Dach für die Seele.

-          Können die Kirchengemeinden oder die Verbände Netzwerker sein, einen „Runden Tisch (Arbeits-) Migration“ organisieren?

Peter Kossen                                                         

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6292809?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Pläne seit 15 Jahren in der Schublade
Hunderte Räder werden rund um das Parkhaus Bremer Platz abgestellt. Ab Ende August soll eine Radstation im Innern des Gebäudes zur Verfügung stehen. Diesen Plan gab es auch schon vor 15 Jahren.
Nachrichten-Ticker