Fachdienst unter neuer Leitung
Abschied von einem erfahrenen Duo

Lengerich -

Ulrich Sauer und Viktor Glück sind zusammen einen langen Weg gegangen – beruflich gesehen. Über viele Jahre haben sie gemeinsam im Fachdienst Straßenbau der Lengericher Stadtverwaltung gearbeitet. Als Ulrich Sauer dann Mitte 2017 seinen Abschied nahm – der Neu-Ruheständler blieb nebenher noch ein wenig weiter für seinen alten Arbeitgeber tätig –, beerbte ihn Viktor Glück als Fachdienstleiter. Nun stehe dort eine „Zäsur“ an, sagte am Dienstag der Beigeordnete Frank Lammert. Nach fast 30 Jahren im Bauamt, wie es beim Start 1989 noch offiziell hieß, ist Ende Februar auch für Glück Schluss. Und sein „Kompagnon“ Ulrich Sauer stellt seinen Nebenjob Ende April ein.

Mittwoch, 16.01.2019, 12:50 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 13:00 Uhr
Sie waren beim Generationenwechsel dabei: Frank Lammert (Beigeordneter), Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Lea Vennemann, Oliver Kuhlenbeck, Ulrich Sauer, Viktor Glück, Holger Lange und Dieter Teepe (Personalratsvorsitzender, von links).
Sie waren beim Generationenwechsel dabei: Frank Lammert (Beigeordneter), Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Lea Vennemann, Oliver Kuhlenbeck, Ulrich Sauer, Viktor Glück, Holger Lange und Dieter Teepe (Personalratsvorsitzender, von links). Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Das Sagen hat im Fachdienst künftig Holger Lange. Ihm zur Seite stehen Oliver Kuhlenbeck und Lea Vennemann. Die Wallenhorsterin ist seit dem 1. Januar in der Verwaltung. Die Bauingenieurin hat zuvor für ein Bauunternehmen aus Stemwede gearbeitet. Sowohl die „alten Hasen“ Sauer und Glück als auch Bürgermeister Wilhelm Möhrke und Frank Lammert zeigten sich am Dienstag mit der personellen Entwicklung „sehr zufrieden“. Es sei mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, solch qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen.

Das Trio Lange, Kuhlenbeck und Vennemann ist Herr über 345 Kilometer kommunale Straßen und 95 Brücken, der Baubetriebshof mit seinen über 30 Mitarbeitern ist dem Fachdienst ebenfalls zugeordnet. Das heißt beispielsweise, dass der Winterdienst und Grünarbeiten ebenfalls beim Straßenbau angesiedelt sind.

Glück und Sauer glauben, ihren Nachfolgern ein Straßennetz hinterlassen zu haben, das in einem vergleichsweise gutem Zustand ist. Vor allem, wenn man bedenke, welch begrenzte Mittel dafür immer wieder nur zur Verfügung gestanden hätten. Aber sie betonen auch, dass auf den Fachdienst erhebliche Herausforderungen warten. Beispielhaft dafür seien die Neugestaltung der Fußgängerzone und der Erhalt der vielen Brücken, der in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen nach sich ziehen werde.

Beim Blick zurück sagt Viktor Glück, dass die Arbeit immer Spaß gemacht habe, vor allem weil es im Team einfach gut funktioniert habe. Dass es beispielsweise bei der einen oder anderen Anliegerversammlung im Ton auch einmal rauer werden konnte, erzählen er und Ulrich Sauer mit einem Lächeln. Was den Job auszeichne, sei die Kombination aus auszuführenden Baumaßnahmen, deren Planung und dem „täglichen Kleinkrieg“. Die Straßenbaufachleute meinen damit Dinge wie kaputte Straßenlaternen und wacklige Gehwegplatten, die immer wieder von Bürgern moniert würden.

Dass der Generationswechsel in dem Fachdienst gelungen ist, sieht auch der Vorsitzende des Personalrats, Dieter Teepe, so. Er lobt insbesondere, dass die neuen Kollegen Holger Lange, der vor etwa eineinhalb Jahren dazustieß, und Lea Vennemann nicht erst nach dem Abschied der Vorgänger ihre Posten übernommen hätten, sondern es eine gemeinsame Phase zur Einarbeitung gegeben habe. „Das ist sehr sinnvoll, war aber nicht immer so.“

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