Unfall auf der A 1
Pferdetransporter kollidiert mit Bus

Lengerich -

Nach einem Unfall mit einem Pferdetransporter zwischen den Anschlussstellen Ladbergen und Lengerich ist die Autobahn 1 am Mittwochmittag in Fahrtrichtung Süden gesperrt worden. Der Fahrer wurde leicht verletzt, zwei trächtige Stuten hatten weniger Glück.

Mittwoch, 16.01.2019, 13:30 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 17:42 Uhr
Die beiden trächtigen Stuten wurden in eine Tierklinik gebracht.
Die beiden trächtigen Stuten wurden in eine Tierklinik gebracht. Foto: Michael Baar

Bei einem Unfall mit einem Pferdetransporter auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Süden zwischen den Anschlussstellen Lengerich und Ladbergen Ladbergen und Lengerich in Höhe des Parkplatzes Buddenkuhle am Mittwoch um 11.26 Uhr der Fahrer des Transporters leicht verletzt worden. Ob zwei trächtige Stuten, die bei dem Zusammenstoß mit einem Bus aus dem Fahrzeug geschleudert wurden, überleben, ist derzeit offen. Die Autobahn in Fahrtrichtung Münster ist seitdem komplett gesperrt. Es hat sich ein kilometerlanger Stau gebildet.

Nach Angaben der Autobahnpolizei hatte der Fahrer des Pferdetransporters aus dem Landkreis Verden offenbar übersehen, dass ein vor ihm fahrender Reisebus verkehrsbedingt abbremsen musste. Der Transporter fuhr auf den Bus auf. Dabei wurden die im Fahrzeug befindlichen trächtigen Stuten halb herausgeschleudert und blieben übereinander in der Tür liegen.

Unfall mit Pferdetransporter auf der A1

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  • Rettungskräfte, Tierärzte und Pflege bemühen sich um die auf dem Seitenstreifen liegenden trächtigen Stuten.

    Foto: Michael Baar
  • Werden die Stuten aufstehen können?

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  • Der Reisebus, auf den der Transporter aufgefahren ist.

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  • Der erste Versuch, die Stute auf die Beine zu bringen - er scheitert.

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  • Mit dem Gelenkmast-Fahrzeug der Lengericher Wehr wird ein zweiter Anlauf unternommen.

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  • Gleich werden sich die Schläuche, die als Gurte dienen, straffen.

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  • Die Stute ist nicht in der Lage, ihre Hinterbeine zu bewegen.

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  • Die verknoteten Schläuche müssen wieder entwirrt werden.

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  • Beim zweiten Versuch gelingt es, die Stute - Beine nach oben - in den Transporter für die Fahrt in die Tierklinik zu bugsieren.

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  • Der beschädigte Pferdetransporter wird abgeschleppt.

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  • Die erste Stute ist (fast) im Transporter. Das andere Tier liegt noch auf dem Seitenstreifen der Autobahn.

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  • Die „Gurte“ für den Versuch, die Stute auf die Beine zu stellen, sind angebracht.

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  • Trotz guten Zuredens und energischer Hilfe klappt es nicht. Auch die zweite Stute muss schließlich in Rückenlage in einen zweiten Transporter bugsiert werden.

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Einsatz für Tierärzte

Den Insassen des Transporters gelang es, mit Hilfe eines Lkw-Fahrers, der sich hinter dem Fahrzeug befunden und noch rechtzeitig abbremsen konnte, sowie den Kameraden der Feuerwehr Lengerich die Pferde auf den Seitenstreifen der Autobahn zu bergen. Vergeblich bemühten sie sich allerdings, die trächtigen Stuten auf die Beine zu bringen.

Zwei Tierärzte, die schnell an der Unfallstelle direkt am Ende des Beschleunigungsstreifens des Parkplatzes Buddenkuhle eintrafen, stabilisierten den Kreislauf der Pferde. Weitere Bemühungen, die Tiere auf die Beine zu stellen, scheiterten ebenfalls.

Mit Hilfe des Teleskopmastes der Lengericher Wehr wurde der nächste Versuch gestartet. Als Gurte dienten Löschwasserschläuche. Zwar gelang es, eine Stute auf die Vorderbeine zu stellen, doch die Hinterbeine zeigten keine Reaktion. Dafür, so einer der Tierärzte, könne es mehrere Ursachen geben. Möglicherweise eine Lähmung, die durch den Unfall ausgelöst worden ist.

Spezialfahrzeug für Pferdetransport angefordert 

Nach diesem gescheiterten Versuch wurde die Stute auf den Rücken gedreht. Mit an den Beinen befestigten Schläuchen wurde sie um 14 Uhr in einen Pferdetransporter verfrachtet und zur Tierklinik in Telgte gefahren.

Bei der zweiten Stute wiederholte sich diese Prozedur. Auch ihr gelang es nicht, die Hinterbeine zu bewegen. Für den Transport dieses Tieres musste ein weiteres Spezialfahrzeug angefordert werden. Ein Wagen der Autobahnpolizei Münster fuhr von der Unfallstelle zur Abfahrt Ladbergen, wechselte dort auf die Fahrspur in Richtung Osnabrück. Er sollte dem Transporter entgegenfahren und durch den Stau zur Unfallstelle lotsen.

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