Elektromobilität: Wie sieht es in der Region aus?
Steckdosen sind rar gesät

Lengerich -

Die Elektromobilität bahnt sich in Lengerich und Umgebung nur langsam ihren Weg. Das könnte auch daran liegen, dass die Anzahl der Ladestationen noch sehr überschaubar ist. Eine Auflademöglichkeit wird auf diversen Internet-Übersichtskarten ausgewiesen – weit draußen an der Sudenfelder Straße. Immerhin: Die Säule der Stadtwerke am Parkplatz an der Römer-Passage soll bald in Betrieb genommen werden

Mittwoch, 30.01.2019, 05:33 Uhr aktualisiert: 30.01.2019, 05:40 Uhr
Elektromobilität: Wie sieht es in der Region aus?: Steckdosen sind rar gesät
Foto: dpa

Dass die Stadt unter Strom steht, werden Automobilisten verneinen. Zumindest dann, wenn sie mit einem Elektroauto unterwegs sind und den Akku ihres Gefährts aufladen wollen. Eine Auflademöglichkeit wird auf diversen Internet-Übersichtskarten ausgewiesen – weit draußen an der Sudenfelder Straße.

Und was ist mit der Säule an der Wielandstraße, am Parkplatz an der Römer-Passage? Seit knapp einem Monat steht sie dort, das Signet der Stadtwerke Lengerich ist nicht zu übersehen. „Die Säule ist noch nicht freigeschaltet“, beantwortet Jennifer Diehl eine entsprechende Anfrage der WN . Am 1. Februar soll das Lade-Terminal offiziell in Betrieb genommen werden.

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Foto: Colourbox.de / Grafik: Jürgen Christ

Bis dahin müsste noch ein entsprechender Hinweis auf dem Pflaster angebracht werden. Der fehlt derzeit und deshalb steht immer mal wieder eine Benzinkutsche vor der Ladesäule.

Oder könnte es gar was mit kostenlosem Parken für die leisen E-Gleiter werden in der Stadt? „Das ist derzeit noch kein Thema“, räumt Martin Pogrifke im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten ein. In der Verwaltung sei darüber noch nicht weiter nachgedacht worden, so der Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung.

Geht es nach den Autoherstellern, wird die Zahl der Elektroautos auf den Straßen in den nächsten Jahren rasant steigen. Zumindest wächst die Auswahl unter den Stromern. Ab 6950 Euro ist man dabei. Diesen Grundpreis hat der ADAC für den Renault Twizy ermittelt. Die Miete für die Batterie geht extra und das puristische Fahrzeug ist eher was für den Nahverkehr. Am anderen Ende der Preisskala steht das Tesla Model X. Knapp 17 Twizy könnte man für den Grundpreis dieses US-Schlitten kaufen.

Dass die Elektroautos heute um Anerkennung ringen müssen – bezieht man in die Umweltbilanz auch die Herstellung ein –, war in den Anfangsjahren der Automobilisierung nicht unbedingt zu erwarten. Schon im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts waren Elektrofahrzeuge auf dem Markt erfolgreich. Ebenso wie Dampfwagen – aber davon spricht heute niemand mehr.

Dafür legten die Elektroautos los wie die Feuerwehr. Das erste Straßenauto, das die 100-Stundenkilometer-Marke knackte, war ein Elektrorenner. Der Fahrer Camille Jenatzy war als Rennfahrer auch mit Spritschluckern sehr erfolgreich. Kurz nach der Jahrhundertwende wechselten Benzin- und Dieselfahrzeuge auf die Überholspur und machen sich dort bis heute breit.

Ach ja, auch Hybridfahrzeuge gab es schon vor über 100 Jahren, Radnaben-Motoren sind ebenfalls ein alter Hut. Nur bei der Reichweite, da sind die heutigen Stromer deutlich besser aufgestellt als ihre Vor-Vorfahren.

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