Münsterstraße: Diskussion über Verkehrssituation
Es bleibt beim Schritttempo

Lengerich -

Auf der Münsterstraße in Lengerichs Innenstadt bleibt es bei Schritttempo. Dafür hat sich der Hauptausschuss am Dienstag einstimmig ausgesprochen. Hintergrund der Diskussion sind Sorgen von Anliegern. Sie beklagen zu schnelles Fahren.

Donnerstag, 14.02.2019, 05:48 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 05:50 Uhr
Schon jetzt gibt es ein paar Aufpflasterungen auf der Münsterstraße. Gut möglich, dass es dabei nicht bleibt.
Schon jetzt gibt es ein paar Aufpflasterungen auf der Münsterstraße. Gut möglich, dass es dabei nicht bleibt. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Die Münsterstraße soll im Innenstadtbereich weiter als verkehrsberuhigte Zone („Spielstraße“) gelten. Damit bliebe es dabei, dass für den Straßenverkehr Schrittgeschwindigkeit gilt. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sprachen sich am Dienstagabend einstimmig für diese Regelung aus.

Hintergrund ist ein Vorstoß der CDU . Die hatte, wie berichtet, aufgrund von Anwohnerbeschwerden einen Antrag gestellt, Maßnahmen zu ergreifen, die mehr Sicherheit für den Abschnitt zwischen Rathausplatz und Kreuzung Hermann-Hölscher-Straße versprechen. Nach intensiven Diskussionen lag nun ein Beschlussvorschlag der Verwaltung vor.

Der sah unter anderem vor, eine Tempo-20-Zone einzurichten, und zwar nicht nur auf der Münsterstraße, sondern auch im Bereich Potjörns Garten, Zur Alten Gießerei und Gemptplatz. Dieses Konzept beruht auf einer Auswertung von Daten zu den gefahrenen Geschwindigkeiten und dem Ergebnis einer Ortsbegehung durch die Verkehrskommission, in der neben Mitarbeitern der Verwaltung unter anderem auch die Polizei präsent ist. Die Erhöhung der erlaubten Geschwindigkeit hätte es erlaubt, das Verkehrsgeschehen durch die Polizei „intensiver begleiten“ zu lassen, so Martin Pogrifke, Leiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung. Soll heißen, es hätte auch Geschwindigkeitskontrollen geben können. Dies sei derzeit nicht gegeben, weil es sich um keinen Unfallschwerpunkt handele.

Im Ausschuss herrschte dennoch der einhellige Tenor vor, dass es nicht sein könne, mit einer Erhöhung der erlaubten Geschwindigkeit auf zu schnelles Fahren zu reagieren. Somit wurde der Beschlussentwurf abgeändert: Die Verwaltung soll nun prüfen, welche baulichen Maßnahmen geeignet sein könnten, den Verkehr zu verlangsamen. Zudem ist vorgesehen, eine Tempoanzeige in der Münsterstraße aufzustellen.

Auch in den an die Münsterstraße angrenzenden Straßen sollen sich nichts an den bisherigen Regelungen ändern.

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