Kriminalitätsstatistik 2018
Präventionsarbeit trägt Früchte

Lengerich -

Eine Steigerung der Aufklärungsquote auf hohem Niveau, weniger Einbrüche, weniger Ärger auf dem Rathausplatz. Die Kriminalitätsstatistik 2018 der Polizei für den Bereich der Wache Lengerich enthält einige positive Aspekte. Steigende Fallzahlen gibt es im Bereich Sexualdelikte und Anzeigen, bei denen E-Mails eine Rolle spielen.

Mittwoch, 13.02.2019, 17:48 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 17:52 Uhr

Brennpunkte der Kriminalität in der Stadt? Martin Horstmeyer spricht von einem „kleinen Problem“ auf dem Rathausplatz. Und das sei entschärft worden, dank intensiver Präsenz der Polizei, erläutert der in der Wache an der Bahnhofstraße tätige Kriminalhauptkommissar. Und im kreisweiten Vergleich seien die Zahlen für die Wache Lengerich „gut“, befindet Arthur Büscher . Der Erste Kriminalhauptkommissar ist Leiter des auch für Lengerich zuständigen Kommissariats.

Mehr Kontrollen und Platzverweise hätten dafür gesorgt, dass es auf dem Rathausplatz 2018 ruhiger geworden sei. Auslöser des Ärgers seien in nicht geringem Maße Alkoholkonsum und daraus resultierender Widerstand gegen Polizeibeamte gewesen.

Aus einem anderen Phänomen sind die Kripo-Beamten noch nicht so recht schlau geworden. Periodisch komme es immer wieder zu Kennzeichen-Diebstählen. Die geklauten Kfz-Schilder würden beispielsweise beim Tankbetrug eingesetzt oder auch von Ladendieben genutzt. Doch längst nicht alle der geklauten Kennzeichen seien wieder aufgetaucht.

In einem anderen Bereich kommt Arthur Büscher fast zwangsläufig auf die Diskrepanz zwischen gefühlt hoher Zahl an Wohnungseinbrüchen und der in der Realität stetig sinkenden Zahl von Fällen zu sprechen. In Lengerich sind im vergangenen Jahr zwölf derartige Delikte registriert worden. Im Jahr 2017 waren es 27 derartige Delikte.

„Unser Sonderkonzept zeigt Wirkung“, ist der Kommissariatsleiter mit Blick auf die Zahlen überzeugt. Und auch in Sachen Prävention zeige das stete Bemühen der Polizei offenbar Wirkung. Die Zahl der versuchten Einbrüche, bei denen die Täter nicht in die Wohnung gelangten, sei gestiegen. Für die Beamten kein Grund, nachzulassen. „Da werden wir weiter am Ball bleiben“, verspricht Arthur Büscher.

Im Bereich der Sexualdelikte verzeichnet die Statistik in allen vier Orten im Wachbereich – Lengerich, Ladbergen, Lienen, Tecklenburg – steigende Fallzahlen. Was zum einen daran liege, dass es Mehrfachtäter gebe, so Martin Horstmeyer. Zum anderen würden vermehrt derartige Fälle in sozialen Medien angezeigt, beispielsweise das verschicken von Kinderbildern. Auch das fällt unter den Begriff sexuelle Belästigung.

Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der Anzeigen, in denen E-Mails eine Rolle spielen. „Oft werden auf diesem Weg dem Empfänger Straftaten vorgegaukelt, die er begangen haben soll, oder es wird ihm mitgeteilt, dass der Absender im Besitz des oder der Passwörter sei“, bescheibt Arthur Büscher das typische Vorgehen. In der Regel werde eine Geld-Zahlung in der digitalen Währung Bitcoin verlangt.

Dass die ohnehin schon gute Aufklärungsquote im Raum Lengerich noch mal gesteigert wurde, führt Martin Horstmeyer auf zwei Fakten zurück: „Gute Ortskenntnisse und wir kennen unsere Pappenheimer.“

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