Fällaktion an der Schlesierstraße
Gebäudesicherheit geht vor

Lengerich -

Entlang eines Fußweges zwischen Schlesierstraße und Ostpreußenstraße ist eine Reihe von Bäumen gefällt worden. Das hat eine WN-Leserin alarmiert. Die Stadtverwaltung hingegen sieht die Maßnahme als notwendig an.

Donnerstag, 21.02.2019, 12:48 Uhr aktualisiert: 21.02.2019, 12:50 Uhr
Entlang des Fußweges sind die Bäume gefällt worden. Nächster Schritt ist die Freilegung des Bachlaufs, der sich unter dem Gestrüpp rechts im Bild verbirgt.
Entlang des Fußweges sind die Bäume gefällt worden. Nächster Schritt ist die Freilegung des Bachlaufs, der sich unter dem Gestrüpp rechts im Bild verbirgt. Foto: Michael Baar

Die Anliegerin ist entsetzt. Die Bäume, um und in denen im Frühjahr Bienen und andere Insekten auf der Suche nach Nahrung waren, liegen am Boden. „In den großen hatten Fledermäuse ihre Quartiere, die konnte man an Sommerabenden herumfliegen sehen. Das ist jetzt alles vorbei“, sagt die Lengericherin gegenüber den Westfälischen Nachrichten .

Kirschen, Holunder, Weiden und andere Bäume hätten dort gestanden, weist sie den Fußweg zwischen Schlesierstraße und Ostpreußenstraße entlang. Der Besitzer der unterhalb des Hanges stehenden Häuser hätte die Stadt nur gebeten, Totholz zu entfernen, damit bei Sturm keine Gefährdung für die Gebäude bestehe, erzählt sie. Doch jetzt der Kahlschlag.

Die Bäume standen auf städtischem Grund, bestätigt André Lange . Auch dass der Grundeigentümer die Stadt gebeten habe, die Hanglage durchzuforsten, sei richtig, so der Leiter des Fachdienstes Straßenbau auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten. Bei der Besichtigung habe sich dann aber herausgestellt, dass es mit etwas Baumpflege nicht getan sei.

„Der dort verlaufende Bach war zugewuchert“, berichtet er. Das Freilegen des Gewässers habe eigentlich schon im vergangenen Jahr erfolgen sollen, wozu es aber nicht gekommen sei. „Im Hangbereich ist es schwierig, nur Pflegemaßnahmen vorzunehmen“, erläutert André Lange. Da auch die Standsicherheit der Bäume gewährleistet sein müsse, wenn Stürme übers Land ziehen, sei die Fällung nicht zu verhindern gewesen. Die Sicherheit der Häuser habe Vorrang.

Ob Ersatzpflanzungen vorgenommen werden, stehe noch nicht fest. Bäume wohl nicht, weil das Problem dann in einigen Jahren wieder auftauchen würde. „Wir fällen nicht gerne Bäume, wir pflanzen lieber welche“, sagt der Fachdienstleiter. In diesem Fall habe es aber keine andere Lösungsmöglichkeit gegeben.

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