Der neue Stadtführer: ein „besonderer Schatz für Lengerich“
Von Kaffeeduft und Erfindergeist

Lengerich -

Lange wurde an ihm gearbeitet, jetzt ist er da: Am Samstag wurde der neue Stadtführer „Lengerich – entdeckt von Kindern und Erwachsenen“ offiziell vorgestellt. Im Veranstaltungsraum der Sparkasse hatten sich über 100 Interessierte eingefunden, um der Vorstellung des neuen Buches des Arbeitskreises Stadtgeschichte des Heimatvereins beizuwohnen.

Sonntag, 10.03.2019, 15:28 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 18:10 Uhr
Eine gezeichnete Karte mit zahlreichen Stationen ist das Herzstück des neuen Stadtführers, dessen Lektüre Herausgeberin Helgard Weiß und Bürgermeister Wilhelm Möhrke (kleines Bild) allen Lengerichern ans Herz legen.
Eine gezeichnete Karte mit zahlreichen Stationen ist das Herzstück des neuen Stadtführers, dessen Lektüre Herausgeberin Helgard Weiß und Bürgermeister Wilhelm Möhrke (kleines Bild) allen Lengerichern ans Herz legen. Foto: Gernot Gierschner

  Foto: Gernot Gierschner

Dr. Alois Thomes, Vorsitzender des Heimatvereins, begrüßte neben Bürgermeister Wilhelm Möhrke , Sparkassen-Vorstandsmitglied Achim Glörfeld und der Vorsitzenden des Kreisheimatbundes Reinhild Finke auch viele Bürger, junge und ältere, die an dem Buch mitgewirkt haben.

Thomes dankte besonders der Herausgeberin Helgard Weiß und ihrer Familie, die in vielfältiger Weise zur Entstehung des Buches beigetragen hätten. Weiß ihrerseits betonte sichtlich gerührt die „großartige Zusammenarbeit aller Beteiligten, des Heimatvereins, der Gemeindeverwaltung und der Schulen, sowie das besondere Engagement der Lengericher Kinder“, die mit ihren Beiträgen, Recherchen und Bildern „die Einzigartigkeit“ dieses Stadtführers ausmachten. Ehemann Ulrich Weiß schilderte humorvoll die Schwierigkeiten, unter anderem in Form computertechnischer Probleme, sowie Begebenheiten während der fast dreijährigen Entstehungsgeschichte des Buches: „Den sprichwörtlichen Sack Flöhe zu hüten, ist schon nicht einfach, aber 100 Flöhe dazu zu bringen, gleichzeitig in eine Richtung zu laufen, ist eine echte Herausforderung.“

Die Vorsitzende des Kreisheimatbundes Reinhild Finke hatte neben dem Dank des Westfälischen Heimatbundes auch einen Scheck im Gepäck, den sie Thomes für die Unterstützung der Jugendarbeit des örtlichen Heimatvereins überreichte: „Heimat für Kinder und Jugendliche erschließen, das ist mit diesem Projekt in beispielhafter Weise umgesetzt worden.“ Auch Bürgermeister Wilhelm Möhrke sprach in seinem Grußwort von „einem Geschenk für Lengerich, das hoffentlich noch in Generationen nachwirken wird.“ Der Bürgermeister, zusammen mit Kindern der Klasse 5f der Gesamtschule mitverantwortlich für das Kapitel „Das Megalithgrab“, verwies darauf, wie weit zurück doch die Lengericher Geschichte dokumentiert sei: „Vor 4000 bis 5000 Jahren entstanden die Megalithgräber in Wechte und schon damals muss es Handel entlang des Teutoburger Waldes gegeben haben, da ja Bernstein aus dem Ostseeraum in den Gräbern gefunden wurde.“

Herzstück des Buches ist eine liebevoll gezeichnete Karte Lengerichs, die 41 Orte markiert, die von den Kindern erkundet wurden. In den sieben Kapiteln des Buches gibt es dazu die passenden Entdeckungen und Geschichten. Alles bunt und fröhlich gestaltet und mit Kinderzeichnungen versehen. Kapitel eins startet mit einem Rundgang durch die Innenstadt. Friedhelm Hilge und Ulrich Weiß berichten zum Beispiel darüber, wie am 24. Oktober 1900 das Telefon nach Lengerich kam.

Die folgenden Kapitel erkunden Lengerich in alle Himmelsrichtungen. So erfährt man von den Kindern der Klasse 3a der Grundschule Hohne etwas über den Erfinder Ernst Klein. Hanna Brundiek-Wennemer und ihre Enkelin Amelie Brundiek (Klasse 12 , Graf-Adolf-Gymnasium Tecklenburg) erklären, was es mit dem Spruch „Wir fahren über den Galgen“ auf sich hat. Im Kapitel 6, die Innenstadt, haben die Kinder der Klasse 5c der Gesamtschule die Geschichte der Tageszeitung in Lengerich erforscht und im letzten Kapitel geht es in die Umgebung und zu den Partnerstädten. Für alle, deren Neugier jetzt geweckt ist, gilt die Empfehlung von Ulrich Weiß: „Kaufen, kaufen, kaufen!“

Zur Finanzierung des umfangreichen Projekts trug neben der Stadtsparkasse Lengerich auch das Heimatministerium NRW mit einem Zuschuss von 2000 Euro bei.

Zum Thema

Der neue Stadtführer kostet 20 Euro und erscheint zunächst in einer Auflage von 300 Stück. Zu haben ist er bei der Tourist Information Lengerich, Fashion Island, im Fotohaus Kiepker und in der Buchhandlung Schuckert sowie in Tecklenburg in der Buchhandlung Howe-Kienemann.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6461047?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
61-Jährige wimmelt Telefonbetrüger ab
Die Polizei warnt aktuell vor Telefonbetrügern, die vermehrt Münsteraner anrufen.
Nachrichten-Ticker