Nächtlicher Streit auf Schulhof
Bewährungsstrafe für beide Beschuldigte

Lengerich/Ibbenbüren -

Mit Bewährungsstrafen, Zahlung von Schmerzensgeld und der Auflage, Sozialstunden abzuleisten hat das Schöffengericht am Amtsgericht Ibbenbüren zwei Lengericher zur Rechenschaft gezogen, die am 21. November des vergangenen Jahres mehrere Personen angegriffen und eine von ihnen verletzt hatten.

Montag, 11.03.2019, 19:15 Uhr aktualisiert: 12.03.2019, 18:14 Uhr
Das Amtsgericht Ibbenbüren. 
Das Amtsgericht Ibbenbüren.  Foto: Frank Klausmeyer

Vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Ibbenbüren wurde am Montag gegen zwei Lengericher wegen gefährlicher Körperverletzung und Drogenhandels verhandelt. Der Staatsanwalt warf den beiden 26 beziehungsweise 22 Jahre alten Männern vor, in der Nacht des 21. November 2018 gegen 1.30 Uhr auf dem Schulhof der Realschule aus einer Gruppe heraus mehrere Personen einer zweiten Gruppe tätlich angegriffen zu haben. Dabei kam es in einem Fall zu einer gefährlichen Körperverletzung, ein Beteiligten erlitt einen Kieferbruch.

Als weiteres Delikt wurde dem jüngeren Angeklagten der mehrfache Erwerb von Cannabis nachgewiesen. Das in einer Menge, die über den privaten Konsum hinaus ging.

Kurz nach Beginn der Verhandlung bat der Vorsitzende Richter die Verteidiger und den Staatsanwalt zur Beratung ins Richterzimmer. Danach verkündete er eine Absprache zur Urteilsfindung, ein in solchen Verfahren nicht unübliches Vorgehen. Beide Angeklagten legten dabei ein vollumfängliches Geständnis ab, in dem sie die Taten zugaben.

Im Gegenzug wurde den beiden Männern ein relativ milden Urteilsspruch in Aussicht gestellt. Der 26-Jährige wurde wegen gefährlicher Körperverletzung nach Jugendstrafrecht zu einer Bewährungsstrafe (zehn Monate), Zahlung von 1000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer und 50 Sozialstunden verurteilt. Er erklärte sich darüber hinaus bereit, an einem Anti-Aggressions-Training teilzunehmen.

Der jüngere Beschuldigte wurde zu einer Strafe von insgesamt einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Auch er muss Schmerzensgeld zahlen und Sozialstunden ableisten.

Abschließend drückte der Vorsitzende Richter seine Hoffnung aus, dass die beiden jungen Männer jetzt die Gelegenheit ergreifen würden, um etwas aus ihrem Leben zu machen: „Sie haben eine Arbeit und wollen eine Ausbildung beginnen. Die Zeit, nachts auf Schulhöfen herumzulungern, ist endgültig vorbei.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6464864?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Liveticker: SC Preußen Münster - SpVgg Unterhaching
Fußball: 3. Liga: Liveticker: SC Preußen Münster - SpVgg Unterhaching
Nachrichten-Ticker