Wohnungsbaugenossenschaft
Drei Etappen für 51 Wohnungen

Lengerich -

Im Herbst soll mit dem ersten Bauabschnitt an der Lindenstraße begonnen werden. Die Wohnbau Lengerich will dort – in drei Etappen – 51 Wohnungen erstellen. Rund zehn Millionen Euro werden dafür in den nächsten Jahren investiert.

Dienstag, 12.03.2019, 06:18 Uhr aktualisiert: 12.03.2019, 06:30 Uhr
Die beiden Vorstände der Wohnbau, Max Mews (links) und Claus Gravemeier, mit dem Modell für das Neubau-Vorhaben an der Lindenstraße. Max Mews zeigt auf den ersten Bauabschnitt, mit dem es im Herbst losgehen soll.
Die beiden Vorstände der Wohnbau, Max Mews (links) und Claus Gravemeier, mit dem Modell für das Neubau-Vorhaben an der Lindenstraße. Max Mews zeigt auf den ersten Bauabschnitt, mit dem es im Herbst losgehen soll. Foto: Michael Baar

Die Abrissarbeiten haben begonnen und sollen in drei bis vier Wochen abgeschlossen sein. Im Herbst, so hoffen Max Mews und Claus Gravemeier , könne mit dem ersten Bauabschnitt an der Lindenstraße begonnen werden. Die Wohnungsbaugenossenschaft (Wohnbau) Lengerich hat dort Großes vor: in drei Bauabschnitten sollen dort 51 Wohnungen entstehen. In den Häusern, die jetzt abgerissen werden, gab es 30 Wohnungen.

Im Gegensatz zu weiteren Häusern der Wohnbau an der Lindenstraße sei eine Sanierung der Nummern 9 bis 19 nicht in Frage gekommen. „Die Substanz hat das nicht hergegeben“, erläutert Claus Gravemeier, warum diese Objekte nicht – wie die Häuser auf der Südseite der Lindenstraße – saniert werden. „Dafür hat den Häusern aus den 1950er Jahren die bauliche Substanz gefehlt.“

Vor drei Jahren gab es einen Architekten-Wettbewerb für das Projekt. Dass es jetzt erst losgeht, begründen die beiden Vorstände der Genossenschaft unter anderem damit, dass zunächst noch Baurecht für diese Grundstücke geschaffen werden musste.

In drei Abschnitten soll das Projekt umgesetzt werden. Jedes Teilstück umfasst einen Neubau an der Lindenstraße sowie ein im hinteren Bereich rechtwinklig dazu angeordneten zweiten Baukörper. Aus bislang 30 Wohneinheiten mit 1450 Quadratmetern (m²) Fläche werden 51 Wohnungen mit 3800 m² Gesamt-Wohnfläche.

Ein Aspekt bei den Überlegungen war die Nachverdichtung in diesem Bereich. „Dabei haben wir darauf geachtet, dass die vorhandenen Grünflächen weitgehend erhalten bleiben“, erläutert Claus Gravemeier. Das wird unter anderem durch den Bau einer Tiefgarage erreicht. „Sonst hätten wir Grünflächen für Parkplätze opfern müssen“, stellt Max Mews fest.

Für die Bebauung im hinteren Bereich habe zudem gesprochen, dass die Anschlussleitungen für Wasser und Strom bereits liegen. Nicht ganz so einfach sind die Bodenverhältnisse samt leichter Hanglage. Doch als „größte Herausforderung“ haben sich die Baukosten erwiesen. Gegenüber der Kalkulation vor drei Jahren, zur Zeit des Architektenwettbewerbs, sei die Kostenkalkulation um fast zehn Prozent auf eine Gesamtbetrag von rund zehn Millionen Euro gestiegen.

Die Größen der neuen Wohnungen belaufen sich auf 47 bis 125 m². „Die größte Wohnung ist ein Stück weit ein Test um zu sehen, ob so etwas am Markt nachgefragt wird“, erläutert Max Mews. Mit Blick auf die andere Straßenseite hat er da keine Zweifel. „Bei der Sanierung auf der Südseite haben wir in einem Haus zwei gut 100 m² große Wohnungen angeboten. Die waren sofort weg.“

Die Mehrzahl der entstehenden Wohnungen werden 47, 65 beziehungsweise 75 m² Wohnfläche haben. Was nach den Worten von Max Mews darin begründet liegt, dass gerade Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen gefragt sind. Insgesamt spricht der Vorstand von einem „Mieter-Markt“. Was nichts Anderes heißt, als dass das Angebot kleiner ist als die Nachfrage.

Worauf die beiden Vorstände Wert legen ist die Tatsache, dass beim Abschluss dieses Projekts acht der 51 Wohnungen zum sozialgeförderten Wohnungsbau zählen. Mit weiteren 17 Wohneinheiten habe die Wohnbau dann 25 dieser Einheiten in ihrem Bestand.

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