Bahnhof Lengerich
Zum Jahresende rollen die Bagger

Lengerich -

Zum Jahresende sollen die Bagger rollen. Die Bahn kündigt an, im vierten Quartal mit den Erneuerungsarbeiten am Lengericher Bahnhof zu beginnen. Die Stadt, der das Empfangsgebäude gehört, strebt an, parallel zu den Arbeiten an den Bahnsteigen den Klinkerbau abzureißen.

Mittwoch, 13.03.2019, 06:33 Uhr aktualisiert: 13.03.2019, 07:01 Uhr
Zum Jahresende hin will die Bahn mit der Sanierung der Bahnstation Lengerich beginnen. Dann soll auch das Empfangsgebäude, das im Besitz der Stadt ist, abgerissen werden.
Zum Jahresende hin will die Bahn mit der Sanierung der Bahnstation Lengerich beginnen. Dann soll auch das Empfangsgebäude, das im Besitz der Stadt ist, abgerissen werden. Foto: Michael Baar

Die Bahnsteige sollen auf eine Höhe von 76 Zentimetern angehoben werden. Beide Bahnsteige sollen mittels Aufzug barrierefrei erreichbar werden. Die Treppen zu beiden Bahnsteigen werden erneuert, die Personenunterführung modernisiert. Die Deutsche Bahn weiß genau, was sie am Lengericher Bahnhof machen will.

Inzwischen wird es auch konkreter, was den Zeitpunkt betrifft, an dem die Maßnahmen in Angriff genommen werden sollen: zwischen Oktober und Dezember. Mit einer kleinen Einschränkung: „Die nächsten Schritte müssen planmäßig verlaufen“, sagt ein Bahnsprecher auf Anfrage der WN . Damit meint er die Erlangung des Planrechts und die Vergabe der Hauptbauleistung. Werden diese Voraussetzung erfüllt, geht die Bahn davon aus, Ende des nächsten Jahres die Bahnstation in Betrieb nehmen zu können.

Der Terminus „Bahnstation“ weist auf eine wesentliche Änderung hin: Das Empfangsgebäude gehört nicht mehr dem Staatsunternehmen, sondern der Stadt Lengerich. Die hat es im vergangenen Jahr – vermutlich zu einem symbolischen Preis – übernommen. Was mit dem Klinkerbau geschehen soll, steht längst fest: er wird abgerissen.

Die Stadt wird dafür zahlen müssen. Nicht den ganzen Betrag, denn das Vorhaben ist zur Förderung angemeldet worden, bestätigt Jürgen Kohne im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten. Im Haushalt der Stadt sind für den Abriss 80 000 Euro eingestellt worden. Weitere 160 000 Euro finden sich unter der Etatposition „Erweiterung Park & Ride/Bike & Ride-Anlage“.

„Wenn die Bahn aktiv wird, muss die Stadt mit dem Abriss aktiv werden“, sagt der Wirtschaftsförderer. Alles andere würde ja keinen Sinn machen. Zumal das alte Empfangsgebäude der geplanten neuen Rampe im Weg stehen würde.

Derzeit befinde sich die Stadt in einer Warteposition. Dabei geht es um Angebote, um die genauen Kosten des Abrisses zu ermitteln. Darauf basierend würde dann auch die Summe für den Förderantrag feststehen.

Immerhin, das steht schon seit dem vergangenen Jahr fest, wird es keinen Neubau an dieser Stelle geben. Angedacht ist ein „Entreebereich“ zum Tunnel, der zu den Gleisen führt. Das schafft vor der Bahnstation mehr Platz. Für einen typischen Pendlerbahnhof ein wichtiger Aspekt, schließlich soll das Angebot an Stellplätzen ausgeweitet werden.

Wenige Hundert Meter weiter östlich werden die Abrissarbeiten bald beginnen. Die gesperrte Fußgängerbrücke über die Bahngleise muss weichen, weil sie derart marode ist, dass sie nicht saniert werden kann. Voraussichtlich Ende März, so Fachdienstleiter André Lange, werden diese Arbeiten ausgeführt.

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