Neubau für die Gesamtschule
Kein Problem mit Eidechse und Co.

Lengerich -

Der nächste Schritt auf dem Weg zum Bau der Gesamtschule ist getan. Der Planungs- und Umweltausschuss hat die Ergebnisse der Artenschutzprüfung zur Kenntnis genommen und den Planungen, unter anderem für die Erschließung des Grundstücks, zugestimmt.

Samstag, 16.03.2019, 06:27 Uhr aktualisiert: 16.03.2019, 06:30 Uhr
Etwa in diesem Bereich soll von der Bahnhofstraße her die Zufahrt zur neuen Gesamtschule entstehen.
Etwa in diesem Bereich soll von der Bahnhofstraße her die Zufahrt zur neuen Gesamtschule entstehen. Foto: Michael Baar

Eine Artenschutzprüfung der Stufe 1 muss reichen für die Fläche zwischen Bahnhofstraße und TWE-Gleisen, auf der die neue Gesamtschule gebaut werden soll. Die Ergebnisse einer weitergehenden Prüfung nach Stufe 2 würden erst im nächsten Jahr vorliegen. Das erläutert Martin Rohde im Ausschuss für Planung und Umwelt. Was gleichbedeutend damit wäre, dass der Neubau nicht – wie geplant – zum Schuljahr 2022/2023 bezogen werden könnte.

Der Mitarbeiter des Fachdienstes Bauern, Planen, Umwelt präsentiert den Kommunalpolitikern am Donnerstagabend die Lösung: „Wir haben einfach das Worst-Case-Szenario angenommen.“ Was das bedeutet, hat er schnell erklärt: „Wir haben einfach angenommen, dass im Bahndamm der TWE-Gleise Zauneidechsen leben.“ Ob das wirklich so ist, müsste geprüft werden.

Auf Basis der Vorgaben aus dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz werden bei der Überarbeitung des Bebauungsplans – der in der Sitzung Gegenstand der Beratungen ist – die entsprechenden Abstände festgelegt. Das Schulgebäude wird mindestens 20 Meter Abstand zum Bahndamm einhalten, die Stellflächen Minimum zehn Meter vom Schotterbett weg bleiben.

Weichen muss der nördliche Teil der Hecke, die auf dem Areal steht, dass für die Gesamtschule vorgesehen ist. Die Ersatzpflanzung wird sich vom nördlichen Ende der Hecke entlang der Bahngleise bis zum Ende des Bebauungsplan hinziehen – ebenfalls als Hecke.

Erschlossen wird das künftige Schulgelände von der Bahnhofstraße aus. Etwa 40 Meter vom Bahnübergang entfernt soll die Zufahrt für Fahrzeuge angelegt werden, erläutert Martin Rohde. Dieser Mindestabstand zum Gleis sei vorgegeben. Für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer werde der Radweg an der Bahnhofstraße von drei auf vier Meter verbreitert, ergänzt der Fachmann.

Angesichts der ausführlichen Erläuterungen ist es einzig Ulrich Weiß, der eine Frage stellt: Ob es nicht möglich wäre, die Zahl der Geschosse beim Schulneubau von drei auf vier zu erhöhen. Die Grundflächenzahl (Anmerkung der Redaktion: Anteil der Grundstücksfläche, die überbaut werden darf) sei ja von 0,4 auf 0,6 angehoben worden, stellt das Mitglieder der Grünen-Fraktion fest.

Dann bliebe ja Raum für eine eventuell notwendig werdende Erweiterung der Gesamtschule, argumentiert er. Daraus wird nichts, muss Frank Lammert einräumen. Denn im Kaufvertrag zwischen Stadt und Grundeigentümer sei als maximale Geschosszahl 3 festgelegt worden. Ebenso die maximale Gebäudehöhe von zwölf Metern, so der Beigeordnete.

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