Mikro-Philharmonie „Ein Klang“
Zur Premiere gibt es „Wienerleben“

Lengerich -

Musik, die von den Komponisten für große Orchester gedacht war, bringt die „Ein-Klang-Philharmonie für Alle“ in kleiner Besetzung zu Gehör. Ihren Premierenauftritt hat die Mikro-Philharmonie am 31. März in der Gempt-Halle.

Samstag, 16.03.2019, 18:33 Uhr aktualisiert: 16.03.2019, 19:00 Uhr
Fabian Müller gilt als einer der bemerkenswertesten Pianisten seiner Generation.
Fabian Müller gilt als einer der bemerkenswertesten Pianisten seiner Generation. Foto: Neda Navaee

Am Sonntag, 31. März, gibt die Mikro-Philharmonie „Ein Klang“ ab 18 Uhr ihr Debüt in der Gempt-Halle. Die Mikro-Philharmonie, Tochter der seit acht Jahren konzertierenden „Ein-Klang-Philharmonie für Alle“, hat nach eigenen Angaben ein besonderes Konzept: sie spielt große Orchesterwerke in Kammerbesetzungen für 15 bis 20 Musiker.

Das Besondere an dieser Musizierform ist die kammermusikalische Transparenz und Intimität, bezogen auf große Orchesterliteratur – ein wirkliches Hörabenteuer. Die bekannte Mahler-, Mendelssohn- oder Beethovensinfonie erscheint in der Bearbeitung für Kammerensemble vertraut und gleichzeitig sehr neu.

Eröffnet wird das Programm „Wienerleben“ mit der Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts Erfolgsoper „Die Zauberflöte“. Die mystische Atmosphäre in Sarastros Sonnentempel, die quicklebendige Unschuld Papagenos, Lyrik und Tragik der Liebe zwischen Tamino und Pamina, der Tochter der Königin der Nacht: alles ist in der Ouvertüre zu spüren.

Das darauf folgende Klavierkonzert A-Dur KV 488 – ebenfalls aus Mozarts Feder – gehört unter den 23 Klavierkonzerten zu den beliebtesten Werken des in Salzburg aufgewachsenen Wieners. Darauf verweist die Ein-Klang-Philharmonie.

Ungestüm fröhlich und unbeschwert in ihren schnellen Sätzen kommt die danach erklingende 2. Sinfonie des rheinländischen Wieners Ludwig van Beethoven daher. Der langsame zweite Satz ist von ungetrübter Seligkeit, die es fast unvorstellbar macht, dass der Autor im Jahr der Komposition mit seiner beginnenden Ertaubung schwerste persönliche Belastungen auszuhalten hatte.

Solist des Abends ist Fabian Müller, einer der bemerkenswertesten Pianisten seiner Generation. Aufsehen erregte er 2017 mit fünf Preisen beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München, darunter der Publikumspreis. Seine Konzerttätigkeit entwickelt sich mit Auftritten in der New Yorker Carnegie Hall und der Elbphilharmonie auf hohem internationalen Niveau.

Zum Konzept der EinKlang-Philharmonie gehört die Nähe zum Publikum. 30 Minuten vor Konzertbeginn unterhält sich Dirigent Joachim Harder in einer kurzweiligen Konzerteinführung mit dem Solisten über die Werke des Abends. So sind die Zuhörer bereits vom ersten Takt an im musikalischen Geschehen, erleben vertraute Nähe statt abwartender Distanz.

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Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf (22 Euro, Abendkasse 25 Euro, ermäßigt 15 Euro) über proticket oder www.philharmonie-muenster.de.

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