Anschluss an den ÖPNV
Bushaltestellen an der LWL-Klinik

Lengerich -

Die LWL-Klinik Lengerich liegt abseits der Buslinien. Das soll sich nach dem Willen der Einrichtung ändern. Zwei Haltestellen auf dem Gelände soll die Taxibus-Linie 40 ansteuern. In der Kommunalpolitik gibt es Vorbehalte.

Mittwoch, 20.03.2019, 12:32 Uhr aktualisiert: 20.03.2019, 12:50 Uhr
Mit der Taxibus-Linie 40 soll die LWL-Klinik an den Öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen werden.
Mit der Taxibus-Linie 40 soll die LWL-Klinik an den Öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen werden. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

In einer Hinsicht liegt die LWL-Klinik „weit vom Schuss“: beim Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr. Das soll sich ändern. Von der Parkallee ist ein Antrag bei der Verwaltung eingegangen: Anbindung von LWL-Klinik an den ÖPNV.

Realisiert werden soll das durch die Errichtung von zwei Haltestellen auf dem Klinikgelände. Eine im Bereich der Kantine, die andere vor dem neuen Pflegeheim/Pflegezentrum an Osterkamps Kamp. Einzig in Frage kommende Linie für so eine Verbindung ist die Taxibus-Linie 40 (T 40). „Die Regionallinien scheiden aus, weil sie einen ortsverbindenden Charakter haben und zum Teil an die Bahnanschlüsse in Lengerich nach beziehungsweise von Osnabrück und Münster gekoppelt sind“, erläuterte Fachdienstleiterin Anke Brüning jüngst im Planungsausschuss.

Doch dort wird gemurrt. „Warum müssen wir für den Landschaftsverband zahlen? Der erhält über die Kreisumlage schon ein Heidengeld von uns“, beschwert sich Klaus Reiher . SPD-Mann Karl-Heinz Horstkotte pflichtet dem CDU-Fraktionsvorsitzenden bei: „Warum finanzieren wir das?“ Auch Jens Kröger (FDP) findet, das „ein Miteinander okay ist, aber nicht immer zu Lasten der Stadt“.

Einen anderen Aspekt spricht Ulrich Weiß an. Dem Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen missfällt, dass die Verbindung nur montags bis samstags angeboten werden soll. „Der Sonntag gehört dazu“, findet er und verweist auf das Teilhabegesetz, das auch für die Patienten der Klinik gelte.

Bürgermeister Wilhelm Möhrke versucht, die Wogen zu glätten. Er verweist darauf, dass die Klinik – „rund 300 Patienten und 1000 Mitarbeiter“ – eine wichtige Rolle in der Stadt spiele. Der Landschaftsverband sei zum Beispiel bei der Sanierung der ehemaligen Friedhofskapelle großzügig gewesen, „was der Stadt gut tut“.

Klaus Reiher lenkt ein, besteht aber auf einer zweijährigen Probephase für die Verbindung mit dem T 40. Björn Schilling ( SPD ) spricht sich für eine dreijährige Probephase – „danach muss die Verwaltung einen Bericht vorlegen“ – aus und will den Sonntag in den Busverkehr eingebunden wissen. Dem stimmen die übrigen Ausschussmitglieder, bei Enthaltung der CDU , zu.

Die Stadt wird jetzt einen entsprechenden Auftrag an die Regionalverkehr Münsterland (RVM) geben – wenn der Rat dem Votum des Planungsausschusses folgt.

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