St. Margareta: Feiertagesgottesdienste in neuer Form
Ostern einmal anders

Lengerich -

Für viele Familien gehört es dazu, an Ostern in die Kirche zu gehen. In der katholischen St.-Margareta-Kirche wird Gottesdienstbesucher in der Osternacht, aber auch schon an Gründonnerstag und Karfreitag Ungewohntes erwarten.

Freitag, 12.04.2019, 12:47 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 12:50 Uhr
Carolin Wessels hatte die Idee zu den „jung gestalteten“ Gottesdiensten.
Carolin Wessels hatte die Idee zu den „jung gestalteten“ Gottesdiensten. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Wer am Samstag, 20. April, um 20.30 Uhr zum Osternachts-Gottesdienst in die Kirche St. Margareta kommt, ohne zu wissen, dass dieser „jung gestaltet“ werde, wie die katholische Kirchengemeinde ankündigt, der dürfte ziemlich überrascht werden. Denn hinter der Kurzbeschreibung verbirgt sich eine ganze Menge an Besonderheiten, wie Pastoralreferentin Carolin Wessels erklärt, auch einiges, das überraschen soll.

Das Vorhaben ist nicht auf Ostern beschränkt, sondern bezieht den Gründonnerstag (20 Uhr Abendmahlmesse) und den Karfreitag (18 Uhr Liturgie) mit ein. In der katholischen Kirche wird dieser Zeitraum auch Triduum genannt. Carolin Wessels sagt, dass ein „roter Faden“ durch die Gottesdienste führe, aber jeder auch für sich allein stehe.

Die 28-Jährige hatte die Idee, neue Wege an den bevorstehenden Feiertagen zu gehen. Die Gründe liegen in ihrer Kindheit, als sie die Osterzeit in der Kirche zwar durchaus als feierlich wahrgenommen, aber vieles einfach auch nicht verstanden habe. „Manchmal fühlte ich mich deswegen richtig unwohl.“ Manches sei ihr erst während ihrer Ausbildung zur Pastoralreferentin klar geworden. Ähnlich ergehe es wohl vielen, glaubt Wessels.

Also wollen sie und drei weitere Mitstreiter aus dem Vorbereitungsteam die Bedeutung des Osterfestes zum Beispiel durch starke Symbole deutlich werden lassen – etwa mit Spots und LED-Licht. Auch bei den Liedern geht es weg vom Traditionellen, hin zum Modernen. Verzichtet wird hingegen in der Osternacht auf die Predigt. Es gibt viele Dinge, die die drei „jungen“ Gottesdienste vom sonst Üblichen unterscheiden. Die Pastoralreferentin möchte sie indes nicht alle verraten, damit die Besucher auch mit einer gewissen Neugierde in die Kirche kommen.

Bewusst wurde ihren Worten zufolge auf den Begriff „Jugendgottesdienst“ verzichtet, denn das wäre nicht zutreffend. Die „jung gestalteten“ Gottesdienste seien für alle Generationen gedacht. Carolin Wessels ist nun vor allem eines: gespannt, wie es ankommt.

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