Pumptrack-Anlage an der Gesamtschule
Projekt ist ein Stückchen weiter

Lengerich -

Schon seit Jahren wird über eine Heimstätte für Skater in Lengerich diskutiert. Eigentlich sollte der Bau der sogenannten Pumptrack-Anlage an der Gesamtschule in diesem Jahr endlich kommen. Doch die Realisierung könnte sich noch einmal verschieben.

Dienstag, 16.04.2019, 12:19 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 12:30 Uhr
Auf diesem Areal zwischen Basketballplatz und Sporthalle (links) an der Gesamtschule Lengerich/Tecklenburg soll die Skateanlage als Pumptrack angelegt werden.
Auf diesem Areal zwischen Basketballplatz und Sporthalle (links) an der Gesamtschule Lengerich/Tecklenburg soll die Skateanlage als Pumptrack angelegt werden. Foto: Michael Baar

Einen Schritt weiter ist die Verwirklichung der Pumptrack-Anlage auf dem Gelände zwischen Gesamtschule und Sporthalle. „Der Antrag ist vor zwei Wochen für das Leader-Programm nominiert worden“, sagt Wilhelm Möhrke im Gespräch mit den WN . Theoretisch könnten aus diesem Förderprogramm 65 Prozent der Kosten gedeckt werden.

Wann die ersten Bretter auf dem Asphalt rollen werden? „Ich weiß es nicht“, gesteht der Bürgermeister ein. Immerhin: Im Haushaltsplan für das laufende Jahr ist ein Betrag von 110 000 Euro für die Realisierung dieses jahrelangen Wunsches vorgesehen. Und eigentlich soll die Anlage auch in diesem Jahr noch realisiert werden.

Woran das scheitern könnte, bringt Wilhelm Möhrke gegenüber den Westfälischen Nachrichten auf einen kurzen Nenner: „Das Förderprogramm kostet Zeit.“ Der Teufel steckt dabei sprichwörtlich im Detail, auch wenn es der Verwaltungschef anders formuliert. „Es werden viele Einzelheiten nachgefragt.“ Was die Stadt Lengerich – und auch andere Kommunen – durchaus in die Bredouille bringt.

Beispielsweise dadurch, dass für die Höhe der Fördersumme keine geschätzten Kosten, sondern die genauen Zahlen aus der Ausschreibung der Maßnahme angegeben werden müssen. Auf die Pumptrack übertragen heißt das, selbst die Asphaltmischung, die verarbeitet wird, muss spezifiziert werden. Erschwerend kommt nach seinen Angaben hinzu, dass es bundesweit gerade mal eine Handvoll Firmen gibt, die Pumptrack-Anlagen in die Realität umsetzen.

Was ebenfalls noch nicht geklärt ist: Was ist mit den Spenden, die vor drei Jahren für den Bau einer Skate-Anlage zugesagt worden sind? Fließt dieses Geld auch für eine Pumptrack-Version? Werden Spenden bei der Berechnung des Fördervolumens angerechnet oder nicht? Was unweigerlich zu der Frage führt, ob es nicht einfacher wäre, die Stadt würde das Projekt in Eigenregie durchziehen. Schließlich sollte bereits im vergangenen Jahr eine Übergangslösung realisiert werden. Die ist – mit Blick auf die Pumptrack-Anlage – zurückgestellt, der dafür vorgesehene Geldbetrag von 50 000 auf 110 000 Euro aufgestockt worden.

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