Planungen für neue Feuer- und Rettungswache
Eine „klare Präferenz“ gibt es

Lengerich -

Wirklich konkret ist in Sachen neue Feuer- und Rettungswache wohl noch nichts. Doch das Vorhaben nimmt offenbar Fahrt auf. Eine Projektgruppe soll sich des Themas nun annehmen.

Mittwoch, 17.04.2019, 17:54 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 17:34 Uhr
Die vergleichsweise schmalen Tore sind einer von vielen Gründen, warum die Feuer- und Rettungswache an der Schulstraße nicht mehr zeitgemäß ist. Fahren die Einsatzfahrzeuge raus, wird es eng.
Die vergleichsweise schmalen Tore sind einer von vielen Gründen, warum die Feuer- und Rettungswache an der Schulstraße nicht mehr zeitgemäß ist. Fahren die Einsatzfahrzeuge raus, wird es eng. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Eine Projektgruppe wird künftig in die Planungen für Lengerichs neue Feuer- und Rettungswache einsteigen. Das kündigt der städtische Wirtschaftsförderer Jürgen Kohne an. Verantwortliche der Kommune hatten sich erst jüngst mit Feuerwehrleuten getroffen, um über das Thema zu beraten.

Bereits seit einigen Jahren wird das Vorhaben in Verwaltung und Politik diskutiert. Die Wache an der Schulstraße ist in die Jahre gekommen und genügt nicht mehr den heutigen Anforderungen. Unter anderem sind die Tore für die Fahrzeuge zum Teil recht eng und es fehlt an den passenden Umkleide- und Duschräumen für Männer und Frauen.

Klar ist, dass der Neubau an anderer Stelle entstehen wird. Einer von vielen Faktoren, die bei der Suche nach dem passenden Areal eine Rolle spielt, ist die Frage der Erreichbarkeit. Innerhalb von acht Minuten sollen die Einsatzkräfte nach Möglichkeit vor Ort sein. Das erfordert eine relativ zentrale Lage ebenso wie eine gute Verkehrsanbindung, um auch schnell die Außenbereiche ansteuern zu können.

Offiziell ist das zwar nie bestätigt worden, aber bekannt ist, dass das Lidl-Grundstück am Kreisverkehr Ladberger Straße ein ernsthafter Kandidat ist. Es befindet sich bereits im Eigentum der Stadt.

Jürgen Kohne will sich aktuell nicht allzu konkret zum Stand des Verfahrens äußern. Er sagt lediglich, dass es eine „klare Präferenz“ gebe. Aufgabe der neuen Projektgruppe sei es nun, das Ganze zu „konkretisieren“ und auch einen Zeitplan zu erarbeiten.

Der Wirtschaftsförderer betont zudem, dass der Bau der Feuer- und Rettungswache in einem Gesamtzuhang mit weiteren großen Projekten der Stadt zu sehen sei. Er nennt den Bau der Gesamtschule und die Frage der künftigen Nutzung der Immobilie Bodelschwingh-Realschule. Anfang des Monats war bekannt geworden, dass das Gebäude vielleicht schon zum Ende des Schuljahres 2020/2021 geschlossen wird; die verbliebenen Klassen der auslaufenden Schule würden dann umziehen müssen.

Im kommenden Jahr, so der Fahrplan der Stadt, steht dann die Frage der Nachfolgenutzung für das große Eckgrundstück Schulstraße/Bergstraße an. Einbezogen wollen die Verantwortlichen in das Konzept auch den angrenzenden Marktplatz. Zu entscheiden habe am Ende die Politik, so Kohne. Spekuliert wird bereits seit geraumer Zeit, dass Lidl dann vom Kreisverkehr ins Stadtzentrum ziehen könnte. Der Discounter hatte in der Vergangenheit bereits Interesse am klr-Gelände gezeigt. Dort will die Stadt jedoch keine gewerbliche Ansiedlung erlauben, die Sortimente vorsieht, die innenstadtrelevant sind.

Angesichts der auch im Stadtentwicklungskonzept formulierten Absicht, bei der Wohnbebauung nicht zuletzt auf Nachverdichtung im innerstädtischen Siedlungsbereich zu setzen, würde sich bei einer Lidl-Lösung für das Bodelschwingh-Grundstück sicher auch die Frage stellen, ob dort „nur“ ein Verbrauchermarkt entstehen soll oder wesentlich mehr.

Lidl und der Mitwettbewerber Aldi sind seit einiger auch im Wohnungsbau aktiv. Sie verbinden das, wie aktuell bei Aldi in Ladbergen zu sehen, mit dem Bau von Filialen. Vielleicht wird in diese Richtung auch bereits in Lengerichs Verwaltung und Politik gedacht.

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