Ein Jahr städtisches „Ideen- und Anliegenmanagement“
Eine E-Mail bringt die Dinge ins Laufen

Lengerich -

Wann ist das Bürgerbüro geöffnet? Was tun, wenn daheim an der Straße eine Laterne kaputt ist? Bei Fragen wie diesen hilft in Lengerich seit gut einem Jahr das „Ideen- und Anliegenmanagement“. Bürger können sich auf diesem Weg einfach per E-Mail an die Stadt wenden.

Freitag, 19.04.2019, 17:30 Uhr
Bleibt eine Straßenlaterne dunkel, können Bürger das schnell und einfach über das „Ideen- und Anliegenmanagement“ melden.
Bleibt eine Straßenlaterne dunkel, können Bürger das schnell und einfach über das „Ideen- und Anliegenmanagement“ melden. Foto: dpa

Haben Sie schon einmal ein Ticket der Stadt Lengerich bekommen? Nein? Dann deutet das darauf hin, dass Sie sich bislang noch nicht per automatischem E-Mail-Verfahren mit einer Beschwerde, einer Idee oder einem Anliegen an die Verwaltung gewendet haben. Seit etwa einem Jahr ist das möglich. Geschätzt über 200 Mal wurde das Angebot bislang genutzt. Eine Zwischenbilanz, mit der sich die Verantwortlichen „sehr zufrieden“ zeigen.

Zu dieser Einschätzung kommen zumindest Ludger Dierkes und Ina Franke . Er ist Leiter des Fachdienstes Zentrale Dienste, in dessen Aufgabenbereich auch der Online-Auftritt der Stadt fällt. Sie ist Mitarbeiterin im Bürgermeisterbüro, und bei ihr landet die elektronische Post der Bürger. Im Schnitt drei bis fünf E-Mails pro Woche sind es, die Ina Franke unter dem Punkt „Ideen- und Anliegenmanagement“ erhält.

Typisch seien beispielsweise Hinweise auf defekte Straßenlaternen, berichtet sie von den bisher gemachten Erfahrungen. Zunächst werde der Absender dann automatisch informiert, dass sein Schreiben bei der Stadt eingegangen ist, verbunden mit dem bereits erwähnten Ticket. Ein solches, so Franke, gehe auch an die Kollegen in der Verwaltung, in deren Arbeitsbereich der Vorgang gehöre. Bleibe der gesamte Vorgang im Haus, gebe es Rückmeldungen über den Verfahrensstand. Kommen anderen Akteure ins Spiel, etwa die Stadtwerke, sei das anders. Da greife ein solcher Automatismus nicht, erklären Dierkes und Franke.

So oder so gelinge es aber oft, die Dinge innerhalb weniger Tage abzuarbeiten, oft auch schneller, wenn es etwa um die Frage nach Öffnungszeiten oder Fragen zu Eheschließungen gehe.

Dierkes geht davon aus, dass angesichts der Möglichkeiten, die das „Ideen- und Anliegenmanagement“ bietet, das Nutzerpotenzial noch nicht ausgereizt ist, was nach erst einem Jahr auch nicht verwunderlich sei. Positive Reaktionen seitens mancher Bürger seien zudem ein Indiz dafür, dass das Angebot funktioniere und gut ankomme. Ina Franke zitiert als Beleg aus dem Schreiben eines Familienvaters, der sich bei der Verwaltung mit den Worten „Ich bin begeistert“ bedankt hat.

Zur Zufriedenheit in der Verwaltung trägt auch bei, dass, so Franke, „99 Prozent“ der Nutzer einen sachlich-konstruktiven Ton in ihren E-Mails anschlagen. Dierkes zieht den Vergleich mit den Sozialen Medien, wo das ganz anders aussehe. An sich, stellt er schließlich nüchtern fest, sei das Angebot im digitalen Zeitalter „eine selbstverständliche Serviceleistung“.

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Das „Ideen- und Anliegenmanagement“ ist unter www.lengerich.de zu finden.

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