Sven Giegold zu Gast in Lengerich
Grüner macht im Wald Politik

Lengerich/Lienen -

Prominenter Besuch beim dritten „#teutobleibt“-Waldspaziergang: Sven Giegold, grüner Spitzenkandidat für die Europawahl, kam am Samstag, um sich ein Bild von der Situation rund um den Dyckerhoff-Steinbruch in Höste zu machen. Zum Tross gehörte auch mehrere Fotoreporter und ein Team des ZDF.

Sonntag, 05.05.2019, 15:33 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 18:22 Uhr
Sven Giegold, Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die Europawahl, stand während seines Besuches im Teuto auch einem Team des ZDF Rede und Antwort.
Sven Giegold, Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die Europawahl, stand während seines Besuches im Teuto auch einem Team des ZDF Rede und Antwort. Foto: Gernot Gierschner

Die einsamen Wanderer auf dem Hermannsweg staunten offenkundig nicht schlecht, als ihnen am Samstagnachmittag eine Kolonne von über 100 Menschen, ausgestattet mit Fahnen und Transparenten, entgegen kamen. Begleitet wurde der Tross auch noch von einem Fernsehteam des ZDF und mehreren Fotoreportern.

Grund des Spektakels war der Besuch des grünen Spitzenkandidaten für die Europawahl , Sven Giegold beim dritten „#teutobleibt“-Waldspaziergang. Eingeladen hatte der Kreisverband der Partei, unterstützt von der Bürgerinitiative Pro Teuto, die sich seit vielen Jahren für den Erhalt des Teutoburger Waldes zwischen Lengerich und Lienen einsetzt, und Naturschutzverbänden.

Pro-Teuto-Vorstand Wolf Krasting schilderte in einem kurzen Statement die Bemühungen der Bürgerinitiative während der vergangenen Jahre, Teile des Teutoburger Wald vor dem Zugriff durch die Zementindustrie zu retten.

Der Europaabgeordnete Sven Giegold ging in seiner Rede explizit auf die Situation in Lengerich ein. Er betonte, wie wichtig Europa und die europäische Naturschutz-Gesetzgebung für den Erhalt der Umwelt seien. „Ob es der Kampf der polnischen Naturschützer für den Erhalt des Białowieża-Nationalparks ist oder hier vor Ort der Versuch, den Buchenwald zu retten – beides ist nur durch die strikte Anwendung von EU-Recht möglich.“ Er sprach sich ausdrücklich für den Erhalt von Heimat und Natur aus und kritisierte den Versuch, Arbeitsplätze gegen Naturschutz auszuspielen. Er bezeichnete es zudem als kurzsichtig und wirtschaftspolitisch falsch, die Ressourcen der Region kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen einzelner Konzerne zu opfern, anstatt langfristige ökologisch sinnvolle Strategien etwa im Tourismus zu entwickeln.

Giegold erinnerte auch an die Absprachen, die mit der Zementindustrie in der Vergangenheit getroffen worden seien und welche jetzt immer mehr unter der wohlwollenden Begleitung der aktuell politisch Verantwortlichen gebrochen würden. „Das entspricht nicht dem, wie ich als Niedersachse den Westfalen kenne: bodenständig, heimatverbunden und ein gegebenes Wort ist ein Wort.“

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