Unterschriftenaktion
Hohner Bürger fordern Neubau der Brücke

Lengerich -

Im Planungsausschuss geht es am Donnerstag, 9. Mai, unter anderem um einen möglichen Neubau einer Brücke über die Bahn in Hohne. Parallel dazu wird vor Ort mit einer Unterschriftenaktion mobil gemacht dafür, dass tatsächlich Ersatz für das abgerissene Bauwerk geschaffen wird.

Dienstag, 07.05.2019, 05:18 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 17:04 Uhr
Ende März wurde die in den 1970er Jahren gebaute Brücke demontiert.            
Die historische Entwicklung in Hohne: Auf dem unteren Bild (nicht datiert) ist der Bahnübergang in den Anfängen zu sehen. Das zweite Bild zeigt ihn 1969 im Hintergrund etwas verschwommen. Im Sommer 2018 Ende März wurde die in den 1970er Jahren gebaute Brücke dann zunächst gesperrt und schließlich demontiert.             Foto: Gernot Gierschner/

Wird in Hohne eine neue Brücke für Fußgänger und Radler über die Bahn gebaut oder nicht? Die Lokalpolitik wird sich in nächster Zeit mit der Antwort auf diese Frage beschäftigen. Am Donnerstag, 9. Mai, steht das Thema unter dem Titel „Sachstand von Brücken über Bahnanlagen in Lengerich“ auf der Tagesordnung im Planungsausschuss. Parallel wird in Form einer Unterschriftenaktion mobil gemacht für einen Neubau.

Die Unterschriftenaktion wurde vor gut eineinhalb Wochen bei einer Besprechung, an der Vertreter der Hohner Vereine teilgenommen haben, in die Wege geleitet. Zu den Initiatoren gehört mit Detlef Höhn an entscheidender Stelle auch eine Privatperson. Der Hohner verweist zudem auf Pfarrer Harald Klöpper , der in der Sache ebenfalls sehr aktiv sei. Listen sollen nun an verschiedenen Stellen ausgelegt werden, möglicherweise nicht nur in dem Stadtteil, sondern auch in der Lengericher Innenstadt, kündigt Höhn an.

Seinen Worten zufolge stehen alle Hohner Vereine hinter der Aktion. Ob die indes von Erfolg gekrönt sein wird in Form vieler Unterschriften – Höhn ist da eher etwas skeptisch. Er will in den nächsten rund 14 Tagen aber nichts unversucht lassen, damit durch die Listen Druck auf den Stadtrat ausgeübt wird, der letztendlich zu entscheiden hat.

Dass es beim Für und Wider auch für die Gegenposition Argumente gibt, stellt Höhn nicht in Abrede. Alles in allem, so sein Standpunkt, spreche jedoch mehr dafür, wieder eine Verbindung über die Gleise zu schaffen. Das Mitglied der Eisenbahnfreunde Lengerich begründet seine Sicht der Dinge nicht zuletzt historisch: Seit 1871, also seit jenem Jahr, als die Strecke von Wanne-Eickel nach Hamburg entstand, habe es immer einen Bahnübergang in dem Bereich in Hohne gegeben. Da könne es nicht sein, dass damit nach fast 150 Jahren einfach Schluss ist.

Bereits im Herbst hatten die WN die Lengericher gefragt, ob sie einen Neubau wollen oder ob das Geld lieber an anderer Stelle investiert werden sollte. Unter denjenigen, die über Facebook ihre Meinung kundtaten, gab es eine klare Mehrheit für einen Neubau.

Die alte, 1972 erbaute Brücke war zunächst im August vergangenen Jahres gesperrt worden, nachdem Experten bei einer Überprüfung Schäden festgestellt hatten. Ende März folgte der Abriss, nur die Brückenpfeiler blieben stehen.

Bereits in den Jahren zuvor hatte die Verwaltung darauf hingewiesen, dass das Bauwerk marode war. Eine Sanierung, so hieß es seinerzeit, sei unwirtschaftlich. Ob Abriss und Neubau oder Abriss und kein Neubau – diese Frage blieb damals seitens der Lokalpolitik unbeantwortet. Das dürfte sich nun ändern.

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