Ausschuss berät über künftige Müllentsorgung
Gelbe Tonne soll kommen

Lengerich -

Ein Mischsystem aus gelben Sack und gelber Tonne für Lengerich, was jüngst schon im Umweltausschuss beschlossen worden war, ist auch Linie im Hauptausschuss. Ob der Wunsch in Erfüllung geht, liegt letztendlich am Ergebnis von Verhandlungen der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mit dem Dualen System Deutschland.

Donnerstag, 23.05.2019, 18:17 Uhr aktualisiert: 23.05.2019, 18:20 Uhr
Die gelben Säcke sollen nach dem Willen der Lokalpolitik Gesellschaft durch gelbe Tonnen bekommen.
Die gelben Säcke sollen nach dem Willen der Lokalpolitik Gesellschaft durch gelbe Tonnen bekommen. Foto: Klaus Meyer

Es bleibt bei dem, was im Umweltausschuss beschlossen worden ist: In Lengerich soll ab dem Jahr 2021 die Abfuhr der Wertstoffe sowohl in einer gelben Tonne als auch in einem gelben Sack möglich sein und zwar alle 14 Tage. Diesen Wunsch soll die Stadtverwaltung an die Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (egst) übermitteln.

Bis Ende des Monats Juni haben die Kommunen im Kreis Zeit, sich in Sachen Wertstoff-Abfuhr für eine Lösung zu entscheiden. Offiziell gibt es das Mischsystem – gelbe Tonne und gelber Sack – nur in Lienen und Westerkappeln. In beiden Kommunen war es etabliert, ehe die Abfuhr-Koordination auf die egst übertragen wurde.

Offen blieb in der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung, ob die Stadt die Möglichkeit einer Klage hat, sollte das gewünschte Mischsystem nicht zu realisieren sein. Die Krux bei der Sache: Für die egst wird es einfacher, die Wünsche der Kommunen in den Verhandlungen mit dem Dualen System Deutschland durchzusetzen, wenn sich diese auf einen Nenner einigen.

An einem ließ Klaus Reiher keinen Zweifel: „Wir treten mit der Maximalforderung an.“ Über etwaige Alternativen könne man nachdenken, sollte sich das Mischsystem nicht realisieren lassen, argumentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Was „droht“, wenn das Mischsystem ab 2021 – dem Zeitpunkt, an dem der neue Vertrag beginnen würde – nicht zu realisieren ist, bringt Beigeordneter Frank Lammert auf den Punkt: „Dann müssen sie im Herbst eine andere Lösung beschließen.“

Dass bei den Bürgern der Wunsch besteht, die dünnen gelben Säcke durch stabile Tonnen zu ersetzen, „ist uns von vielen Bürgern in Gesprächen gesagt worden“, so Klaus Reiher. Auch bei der Verwaltung hätten sich viele Bürger gemeldet, nachdem der entsprechende Antrag der Christdemokraten publik geworden war, „und haben gefragt, wo sie denn die gelbe Tonne jetzt abholen könnten“, berichtet Anke Brüning.

Soweit ist es (noch) nicht. Allerdings, darauf weist die Fachdienstleiterin hin, „kann sich jeder Bürger eine gelbe Tonne kaufen. Die wird dann auch geleert, wenn sie am Straßenrand steht“.

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