Beratungsstelle Sucht
Das Wohl der Klienten im Blick

Lengerich -

Nach 26 Jahren in der Beratungsstelle Sucht, zuletzt als deren Leiter, hat das Diakonische Werk Heinrich Ahlers-Kremer in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin wird Ulla Voß-Joubert.

Montag, 15.07.2019, 18:52 Uhr aktualisiert: 16.07.2019, 18:06 Uhr
Heinrich Ahlers-Kremer (Mitte) freute sich über die Glückwünsche seiner Nachfolgerin Ulla Voß-Joubert sowie von Stefan Zimmermann, Pfarrer Jürgen Nass und Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff (von links).
Heinrich Ahlers-Kremer (Mitte) freute sich über die Glückwünsche seiner Nachfolgerin Ulla Voß-Joubert sowie von Stefan Zimmermann, Pfarrer Jürgen Nass und Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff (von links). Foto: Brigitte Striehn

Das Diakonische Werk des Kirchenkreises Tecklenburg hat den langjährigen Leiter der Beratungsstelle Sucht im Beratungszentrum Lengerich, Heinrich Ahlers-Kremer , in den Ruhestand verabschiedet. 26 Jahre war er in dem Berufsfeld tätig und hat Spuren hinterlassen. Der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Stefan Zimmermann, begrüßte zu der Feier in der Jugendbildungsstätte Tecklenburg über 100 Gäste.

Mit den Worten „Ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein großer Schritt für Heinrich Ahlers-Kremer und die Suchtberatung“, leitete Pfarrer Jürgen Nass seine Andacht zum Thema Liebe ein. Den künftigen Ruheständler habe Nächstenliebe, Freude an der Arbeit und Ausdauer ausgezeichnet. Stets habe er für die Klienten neue Wege gesucht und nicht aufgegeben, bescheinigte ihm der theologische Vorstand des Diakonischen Werkes. Er wünschte Heinrich Ahlers-Kremer auch künftig Erfüllung in vielen Bereichen des Lebens sowie offene Augen und Ohren, um die Wunder im Alltag zu entdecken.

In Ahlers-Kremers Berufsbiografie waren verschiedene Kräfte am Werk. Er absolvierte eine Verwaltungsausbildung, ehe er 1975 ein Studium der Sozialpädagogik aufnahm. Während seiner Tätigkeit in Lengerich seit 1993 seien ihm gute Beziehungen zu Netzwerkpartnern wichtig gewesen. „Ein katholischer Abteilungsleiter in einer evangelischen Einrichtung – das ist gelebte Ökumene“, stellte Stefan Zimmermann fest.

Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff befand, dass Motivation für einen Beruf ebenso wichtig sei wie fachliche Qualifikation. Beides treffe auf Ahlers-Kremer in hohem Maße zu, unterstrich die stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates.

Nach den Würdigungen kam der Abschiednehmende zu Wort. Für ihn standen die Menschen, die mit ihren Sorgen, Nöten und Erkrankungen zur Diakonie kamen, im Mittelpunkt. Das Beratungszentrum sei eine Erfolgsgeschichte, freute er sich. Er habe 26 Jahre in tollen Teams gearbeitet, dafür sei er dankbar.

Dass er immer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter und zudem Humor hatte, wurde in der abschließenden „Schatzkisten-Runde“ deutlich. Sabine Jeromin, Ulla Voß-Joubert, Bernd Rosenkranz, Sofia Prain, Friedrich Thoss, Valentina Stellmach, Inga Fuhrmann und Theresa Scholz-Hoffmann hatten symbolische Geschenke vorbereitet. Feuerlöscher, Zollstock, Cocktail, Porridge oder Krone drückten große Wertschätzung für die Zusammenarbeit aus. Gesammelt wurde im Kollegenkreis für Ahlers-Kremers Herzensprojekt „Karibuni“, das Waisenkinder in Tansania unterstützt. Er sei überwältigt, sagte der Beschenkte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6781167?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker