„Musik:landschaft Westfalen“ lädt ein
Russische Nacht in der Gempt-Halle

Lengerich -

Im Festival-Sommer 2019 holt die „Musik:landschaft „estfalen“ die „Weißen Nächte“ in die Region: Am Samstag, 24. August, wird die „M:LW Festival Philharmonie“ in der Gempt-Halle zahlreiche berühmte Werke namhafter russischer Komponisten interpretieren und für einen unvergesslichen Abend voll des romantischen Zaubers aus St. Petersburg sorgen.

Samstag, 20.07.2019, 06:34 Uhr aktualisiert: 20.07.2019, 06:50 Uhr
Die „M:LW Festival Philharmonie“ präsenitert am 24. August in der Gempt-Halle große Werke russischer Komponisten.
Die „M:LW Festival Philharmonie“ präsenitert am 24. August in der Gempt-Halle große Werke russischer Komponisten. Foto: Musik:landschaft Westfalen

Eröffnet wird das Galakonzert durch eines der bekanntesten Werke der russischen Orchesterliteratur, die Polonaise aus der Oper „Eugen Onegin“. In der prahlerischen Polonaise, die den dritten Akt eröffnet und in Fachkreisen als „ganz große Oper“ gilt, wird das Milieu der modischen St. Petersburger Gesellschaft vorgestellt, das den Hintergrund für die Schlussszenen der Oper bildet.

Die Polonaise beginnt mit einer Bläserfanfare, woraufhin wogende Streicher zum Tanzthema führen. Sobald der Polonaisen-Rhythmus Fahrt aufnimmt, hat Tschaikowsky einen synkopischen Bläsereinwurf komponiert. Die vier Hörner und eine Trompete fahren scheinbar der Polonaise in die Parade, mit vier Noten in absteigender Linie.

Michail Glinka schrieb die Ouvertüre zur fantastischen Oper „Ruslan und Ludmila“ erst, nachdem er die Oper vollendet hatte. Er hat nach eigener Aussage „gleich orchestriert in die Partitur geschrieben“. Viel Heldengesten und Nationalromantik stecken in dem Werk „Sinfonie Nr. 2 (2. Satz) des „Teilzeitkomponisten“ Alexander Borodin. Diese Sinfonie mit orientalisch klingenden Melodien wurde durch den zeitgenössischen Kritiker Modest Mussorgsky begeistert mit Beethovens „Eroica“ auf eine Stufe gestellt.

Dieser Kritiker wird im weiteren Verlauf des Konzertes gebührend gewürdigt. So darf sich das Publikum auf die „Die Nacht auf dem kahlem Berge“ von Modest Mussorgsky freuen. Es handelt sich um eine sinfonische Dichtung über das Hexentreiben in der Johannisnacht. Es ist das einzige größere Orchesterwerk von Modest Mussorgski und gilt als eines der bekanntesten Beispiele für russische Programmmusik des 19. Jahrhunderts.

Wenn man an russische Komponisten denkt, darf ein Name nicht fehlen: Peter Tschaikowsky. So wird die „M:LW Festival Philharmonie“ das vielleicht bekannteste Stück aus seiner Oper „Der Nussknacker“, einen Ohrwurm, präsentieren, den „Blumenwalzer“. Das Orchester widmet sich außerdem Tschaikowskys „Violinkonzert D-Dur op. 35“, das zu den bekanntesten und meistgespielten Violinkonzerten zählt. Es galt lange als unspielbar und wird vom ungarischen Starsolisten Jozef Lendvay interpretiert. Der vielfach ausgezeichnete Lendvay spielt die „Stradivari ex Ries 1692“.

Außerdem dürfen sich die Zuhörer auf die Orchesterkomposition „Capriccio Italien“ freuen, in der Tschaikowsky seinerzeit italienische Volksmusik verarbeitet hat.

Zum Standard-Repertoire in Russland gehört die Oper „Die Zarenbraut“ von Nikolai Rimsky-Korsakov. Diese Oper ist ein groteskes Melodram, das zur Zeit Iwans des Schrecklichen spielt, obwohl dieses aus seiner enorm dynamischen Ouvertüre, dargeboten durch die „M:LW Festival Philharmonie2, kaum zu erraten ist.

Mit seiner „Vocalise“, dem letzten Programmpunkt des Abends, schrieb Sergej Rachmaninow ein Lied, das ohne Text nur auf die Kraft der Stimme setzt. Eine Steilvorlage auch für Instrumente aller Stimmlagen und ein krönender Abschluss für eine Russische Nacht, bei der erneut Jozsef Lendvay den Solopart übernimmt.

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Karten für das Konzert sind erhältlich bei allen bekannten Vorverkaufsstellen in Lengerich sowie unter ' 0 28 61/ 70 38 586 (Versand gegen Rechnung). Weitere Infos unter www.musiklandschaft-westfalen.de.

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