Dyckerhoff unterstützt Rotary Club
72 000 Deckel für den Kampf gegen Polio

Lengerich -

Eine wahre Sammelleidenschaft hat seit dem Frühjahr 2018 die Dyckerhoff-Belegschaft entwickelt. Seinerzeit begann die Hilfe für ein Projekt des Rotary Clubs Tecklenburger Land. Mit Flaschendeckeln soll der Kampf gegen Polio unterstützt werden.

Montag, 29.07.2019, 12:23 Uhr aktualisiert: 29.07.2019, 12:30 Uhr
Betriebsratsvorsitzender Reinhard Machill (links), Werksleiter Franz-Josef Barton (2. von links) und Betriebsratsmitglied Joachim Spuhn (rechts) übergaben die Deckel an Britta Lewedag vom Rotary Club Tecklenburger Land
Betriebsratsvorsitzender Reinhard Machill (links), Werksleiter Franz-Josef Barton (2. von links) und Betriebsratsmitglied Joachim Spuhn (rechts) übergaben die Deckel an Britta Lewedag vom Rotary Club Tecklenburger Land. Foto: Dyckerhoff Lengerich

Das Projekt „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“ ist Ende Juni vom Rotary Club Tecklenburger Land beendet worden. Nun ist es Zeit für einen Kassensturz.

Der Betriebsrat und die Werksleitung von Dyckerhoff hatten sich im Frühjahr 2018 gemeinsam entschieden, bei der Deckel-Sammel-Aktion mitzumachen. Bereits im November des vergangen Jahres wurde ein sogenannter Big Bag mit gesammelten Deckeln an die Firma Lewedag übergeben. Britta Lewedag vom Rotary Club Tecklenburger Land erläutert Sinn und Zweck des Ganzen: „Das große Ziel der Aktion ist die weltweite Ausrottung von Polio.“

Der Aufruf zu der Aktion fand bei den Dyckerhoff-Mitarbeitern laut Pressemitteilung großen Anklang. Die Belegschaft sammelte an den Arbeitsplätzen und auch Zuhause mit den Familien. Die Deckel brachten sie dann zu den Sammel-Big-Bags ins Werk. Auch die Dyckerhöffer an anderen Standorten erfuhren von der Aktion und stiegen mit ein. So wurden auch aus dem Werk in Amöneburg, dem Wilhelm Dyckerhoff Institut (WDI) und der Hauptverwaltung in Wiesbaden kistenweise Deckel nach Lengerich mitgebracht.

Mehr als 72 000 Deckel wurden so gesammelt. Bei der Übergabe an die Firma Lewedag wurde dieses Gesamtergebnis ermittelt. „Wir danken den Kolleginnen und Kollegen für ihren Sammeleifer, das ist wirklich ein ganz tolles Ergebnis“, freute sich Werksleiter Franz-Josef Barton.

Das Projekt lief jetzt aus, da die Einnahmen in der Zukunft nicht mehr gesichert seien, so die Verantwortlichen. Als Grund wird die Kunststoffstrategie der Europäischen Union genannt. Die habe festgelegt, dass die Deckel fest mit den Flaschen verbunden sein müssen. Somit ginge langfristig das Sammelmaterial aus.

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