Marketing GmbH für Lengerich
Fragen der Politik zum Citymanager

Lengerich -

Lengerich bekommt eine Marketing GmbH. Dafür tut sich die Stadt mit Bürgerstiftung, Werbegemeinschaft und Offensive zusammen. Zu Details gibt es Fragen der Politik an die Verwaltung.

Mittwoch, 31.07.2019, 13:13 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 13:50 Uhr
Mit der neuen Marketing GmbH soll ein Instrument geschaffen werden, mit dem es auch möglich sein soll, die Verwendung von Städtebaufördermitteln zu koordinieren.
Mit der neuen Marketing GmbH soll ein Instrument geschaffen werden, mit dem es auch möglich sein soll, die Verwendung von Städtebaufördermitteln zu koordinieren. Foto: Gerd Kröner

Standortmarketing betreiben, Netzwerke vor Ort schaffen sowie bei den vier Säulen Standortmarketing, Citymarketing, Tourismusmarketing und Verwaltungsmarketing die Koordination übernehmen und Synergie-Effekte herstellen. Diesem Zweck soll die Lengerich Marketing GmbH dienen.

Die Eintragung der Gesellschaft ins Handelsregister stehe unmittelbar bevor, erklärt Jürgen Kohne vom Bürgermeisterbüro auf Nachfrage der WN . Gleichberechtigte Anteilseigner sind neben der Stadt die Bürgerstiftung Gempt, die Werbegemeinschaft Lengerich (WGL) und der Verein Offensive Lengerich. Sie haben jeweils einen Betrag von 6250 Euro zum Stammkapital von 25 000 Euro beigesteuert. Mit dieser Regelung ist sichergestellt, dass die Gemeinnützigkeit der beiden Gesellschafter Bürgerstiftung und Offensive nicht in Frage gestellt wird.

Ein Grund, diesen Schritt zu einer Marketing-Gesellschaft zu gehen, liegt im Citymanagement. Sollte die Stadt entsprechende Städtebaufördermittel erhalten, könnte sich die Marketing GmbH – wie auch interessierte Planungsbüros – an der europaweiten Ausschreibung beteiligen und um die Ausführung der Aufgabe bewerben. Das Citymanagement soll als zentrale Koordinierungsstelle für die Umsetzung von Ideen und Maßnahmen agieren.

Knackpunkt ist der erste Absatz in Paragraf 5 des Gesellschaftsvertrags. „Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer“, lautet der erste Satz. Was aus den Reihen der Kommunalpolitiker prompt zu Nachfragen führt. „Wer will einen Citymanager haben, stellt ihn ein und bezahlt ihn?“, bündelt Sozialdemokrat Karl-Heinz Horstkotte sein Auskunftsbegehren in einem Satz.

Auch wenn es „nur um Sachleistungen geht“, wie Jürgen Kohne mehrfach betont, will Anne Engelhardt „Bündnis 90/Die Grünen“ genau wissen, wie man sich „ohne Personal für das Citymanagement bewerben kann“. Die Antwort des Verwaltungsmannes: „Die Gesellschafter bestellen einen Geschäftsführer und schließen mit ihm einen Dienstleistungsvertrag.“ Also keine Dauerstelle, sondern nur projektbezogene Auftragserledigung.

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