Vierte Werkschau von Madir Tix
Die Kunst lockt aufs Land

Lengerich -

Einige kamen mit dem Fahrrad, andere nahmen einen weiten Weg auf sich, um sich die Kunst von Mandir Tix anzuschauen. Der Lengericher Bildhauer und Maler veranstaltete am Wochenende zum vierten Mal eine Werkschau.

Montag, 05.08.2019, 06:08 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 06:20 Uhr
Fragen seiner Besucher musste während der zweitägigen Werkschau immer wieder Mandir Tix beantworten.
Fragen seiner Besucher musste während der zweitägigen Werkschau immer wieder Mandir Tix beantworten. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

„Ich finde das ganz spannend, was sie hier zeigen.“ Die Worte der Besucherin fallen bei Mandir Tix sichtlich auf fruchtbaren Boden. Aber nun ist er auch gefordert, denn die Frau hat auch noch so einige Fragen an den Künstler. Der 59-Jährige ist darauf eingestellt. Schließlich hat er zur Werkschau eingeladen. Da ist es Sinn und Zweck, nicht nur zu verkaufen, sondern mit Interessierten auch ins Gespräch zu kommen.

Unter dem Titel „Land – Kunst – Raum“ hat Tix eingeladen. Die drei Begriffe fassen gut zusammen, was Gäste erwartet. Denn seine Werke präsentiert der Lengericher auf seinem fast parkähnlichen Grundstück, das sein Haus und sein Atelier umgibt. Das ist in Ringel sehr ländlich gelegen und bietet eine Menge Platz.

Vor viereinhalb Jahren ist Mandir Tix von Kattenvenne rüber ins südliche Lengerich gezogen. In der Zeit davor hatte er sich und seine Kunst zusammen mit anderen Künstlern präsentiert. Nun ist es inzwischen die vierte Werkschau, die er als Soloprojekt verwirklicht.

Eigentlich, sagt der Bildhauer und Maler, arbeite er gerne mit Kollegen zusammen. Aber das jetzige Format biete ihm eben auch die Freiheit, nur für sich und das eigene Tun verantwortlich zu sein. Das mache gelassener.

Die Zahl der Menschen, die an den beiden Tagen zu ihm kommen, schätzt Tix auf 400 bis 500. Viel Stammpublikum sei darunter. Manche kommen mit dem Auto, andere mit dem Fahrrad. Und manche überraschen den Gastgeber mit ihrer Anwesenheit ziemlich.

So wie das Paar aus Darmstadt. In der hessischen Stadt sei der Mann auf seine Kunst aufmerksam geworden und habe unbedingt etwas erwerben wollen, berichtet Tix. Die Frau habe dann einen Münster-Besuch organisiert – mit Abstecher nach Ringel zur Werkschau. Er sei ob des hessischen Dialekts, den er da vernahm, zunächst ein wenig irritiert gewesen, gesteht der Gastgeber. Doch dann freute er sich umso mehr, dass sein Schaffen weit über die heimatlichen Grenzen hinausstrahlt.

In das hat er mit einem „Kunstgriff“ auch einen aktuellen Bezug einbezogen: Auf einer großen Rasenfläche hat er stellenweise Wildblumen gedeihen lassen – Tix nennt das Stichwort Insektensterben. Bei ihm bekommen die Wildblumen aber auch noch eine Aufgabe. Mal dienen sie zwei Menschen-Skulpturen als Boot, mal als Wasserfläche, aus der Flossen herausschauen. Er sagt, das sei ein Ergebnis von „Experimenten“ im Frühjahr gewesen.

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