Schüleraustausch Lengerich-Wapakoneta
Mondlandung überstrahlt alles

Lengerich/Wapakoneta -

Der Schüleraustausch Lengerich-Wapakoneta in diesem Jahr stand im Zeichen der Feierlichkeiten zur 50 Jahre zurückliegenden Mondlandung Neil Armstrongs, der in der Lengericher Partnerstadt im US-Bundesstaat Ohio geboren wurde. Jetzt sind die Gymnasiasten zurückgekehrt.

Samstag, 17.08.2019, 15:07 Uhr aktualisiert: 17.08.2019, 15:20 Uhr
Die Austauschgruppe auf der Besucherplattform „Skydeck“ des Willis Towers in Chicago (hinten von linke) Mareile Matzat, Jan Glindmeyer, Jennifer Kröger, Marla Zeller, Alina Brügmann, Anika Goß; vorne von links Birgit Meiners (Begleiterin), Jarno Wagner, John Lennart Steinbeck, Emil Haller, Carla Bocklitz.
Die Austauschgruppe auf der Besucherplattform „Skydeck“ des Willis Towers in Chicago (hinten von linke) Mareile Matzat, Jan Glindmeyer, Jennifer Kröger, Marla Zeller, Alina Brügmann, Anika Goß; vorne von links Birgit Meiners (Begleiterin), Jarno Wagner, John Lennart Steinbeck, Emil Haller, Carla Bocklitz. Foto: privat

Im Rahmen des Austauschprogramms mit Wapakoneta waren zehn Schülerinnen und Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums ( HAG ) mit einer begleitenden Lehrerin zu Gast bei Familien in der Partnerstadt. Das geht aus einem Bericht der Gruppe hervor.

Nach den ersten aufregenden Tagen ihrer Reise, die die Austauschgruppe in der Megametropole New York verbracht hatte (WN berichteten), erwartete die jungen Lengericher ein besonderes dreiwöchiges Programm in der Geburtsstadt Neil Armstrongs .

Bevor die deutsche Gruppe an den Feiern zum 50. Jahrestag der Mondlandung teilnahmen, stand das Kennenlernen der Gastfamilien, bei denen die 16-jährigen Schüler die kommenden Wochen verbrachten, im Mittelpunkt.

Nachdem sie am Flughafen mit offenen Armen empfangen wurden, lernten die Gymnasiasten zunächst das Zuhause ihrer Familien kennen und hatten am Abend die Gelegenheit, sich bei einem gemeinsamen Abendessen vertraut zu machen und über die Aktivitäten der nächsten Zeit zu sprechen.

Den ersten Tag verbrachte die Schülergruppe zusammen mit dem Bürgermeister Wapakonetas, der sie zu einem gemeinsamen Mittagessen im Rathaus einlud. Nebenbei konnten sie ganz locker Fotos in einem Polizeiauto der nahe gelegenen Polizeistation schießen und sich im Anschluss auch die imposante High School ihrer Partnerstadt anschauen. Die war nach Aussagen der Zehntklässler eines der Highlights ihres Aufenthaltes.

Neben zahlreichen freien Tagen, an denen die Schüler die Umgebung der Stadt im Auglaize County mit ihren Gastfamilien erkundeten, stand das Jubiläum 50 Jahre Mondlandung ganz weit oben auf der für die Gruppe zusammengestellten Agenda der Sister City Wapakoneta.

Die deutschen Schüler schauten sich eine spektakuläre Parade mit bunten Festzügen und einigen wichtigen Persönlichkeiten Wapakonetas an. Die coolste Aktivität des ,,Summer Moon Festivals” war für sie das Bettenrennen, bei dem immer zwei Familien gegeneinander antraten und – während sie von Kindern mit Wasser überschüttet wurden – versuchten, ihr Bett durch einen engen Parcours zu fahren.

Abends traf sich die Austauschgruppe oft auf dem zehntägigen Festival, um viele Eindrücke der verschiedenen Veranstaltungen einzufangen, an den vielen Food Trucks amerikanisches Essen zu genießen und den Abend gemeinsam im ,,Lengerich Garden” (ein zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft eingerichteter Garten in Wapakonata) ausklingen zu lassen.

Beendet wurden die Feierlichkeiten in der Stadt mit einem Countdown, bei dem sich alle Einwohner und viele Schaulustige am 20. Juli trafen, um mit einem großen Feuerwerk um 23.56 Uhr den Moment zu feiern, an dem die Landefähre (The Eagle) der Apollo 11 Mission mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin vor 50 Jahren auf dem Mond landete.

Zum Abschluss des Programms in der Partnerstadt unternahm die Reisegruppe einen Wochenendausflug in die beliebte Millionenstadt Chicago im Bundesstaat Illinois. Dafür legte sie einen Zwischenstopp in einem Ferienhaus in Michigan ein, um dort die Nacht zu verbringen. Am nächsten Morgen brachen die Gymnasiasten zur Metropole am Lake Michigan auf. Bei einer interessanten Bustour lernten sie die Geschichte der Stadt kennen.

Ein eindrucksvolles Foto vom „Cloud Gate“, einer bohnenförmigen Spiegelskulptur, oder einen atemberaubenden Ausblick vom Willis Tower, dem zweithöchsten Wolkenkratzer der Vereinigten Staaten, ließ sich die Gruppe dabei nicht entgehen. Abkühlung an einem typisch heißen Tag in Chicago gab es im Anschluss durch eine rasante „Speedboat Tour“ entlang der Küste des Lake Michigan, bei der nicht nur für eine nasse Erfrischung gesorgt, sondern auch ein beeindruckender Blick auf die Skyline aus einer ganz anderen Perspektive geboten wurde.

Begeistert von so einer vielfältigen Großstadt und gestärkt mit der berühmten Chicago Pizza brach die Gruppe am Abend wieder zu ihrer Unterkunft in Michigan auf, um am nächsten Tag die Rückfahrt in ihre Partnerstadt anzutreten.

Mit einem gemeinsamen Abschiedsessen aller Gastfamilien und einer tränenreichen Abreise am Flughafen in Dayton endete ein ganz besonderes USA-Abenteuer für die HAG-Schüler, das für sie als einmalige Erfahrung immer in Erinnerung bleiben wird, schließt der Bericht.

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