Frieden als wertvolle Gabe erfahren
Geflüchtete und Migranten auf dem Jakobsweg

Lengerich/Tecklenburger Land -

Auf die Spuren des Westfälischen Friedens von 1648 begeben sich Geflüchtete und Migranten vom 30. August bis 1. September. Durch das gemeinsame Pilgern soll Frieden erfahrbar werden als eine wertvolle und schützenswerte Gabe für die es sich lohnt, sich einzusetzen. Darauf setzt als Veranstalter das Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung (MÖWe) der westfälischen Landeskirche.

Dienstag, 20.08.2019, 06:25 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 06:30 Uhr
Zum ersten Westfälischen Friedenspilgerweg lädt das Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung ein. Das Bild zeigt Pilgerinnen und Pilger in Hasbergen.
Zum ersten Westfälischen Friedenspilgerweg lädt das Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung ein. Das Bild zeigt Pilgerinnen und Pilger in Hasbergen. Foto: MÖWe

„Osnabrück und Münster sind historisch bedeutsame Orte. Dort wurden die Friedensverträge unterzeichnet, die den 30-jährigen Krieg sowie den 80-jährigen Unabhängigkeitskrieg der Niederlande beendeten. Dort entstand neue Hoffnung auf die Erneuerung Europas, auf eine Wendung zum Frieden“, so Regionalpfarrer Jean-Gottfried Mutombo . Zur Friedensdynamik gehöre das Pilgern. „Damals reiste man zu Fuß oder zu Pferd von Osnabrück nach Münster. Wir wollen das heute nachvollziehen und uns auf einen Friedensweg begeben“, berichtet er.

Auf dem 74 Kilometer langen Weg wird es Zwischenstationen in Lengerich und Ladbergen geben. Dort fanden schon damals wichtige Verhandlungen statt, darunter das Conclusum vom 11. Juli 1645 in Lengerich. Es geht darum, ein friedliches Miteinander zu leben, sich für Frieden einzusetzen und Friedensstifter zu werden, um heute neue Friedensgeschichten zu erzählen, heißt es in einer Mitteilung. Der Friedenspilgerweg soll Gelegenheit zur Begegnung zwischen Menschen bieten, die schon lange in Deutschland leben, und denen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind.

Als integrative Initiative versuche dieser Pilgerweg, Menschen unterschiedlicher Geschichte, Religion, Kultur und Herkunft zusammenzubringen. Der Westfälische Friedenspilgerweg versteht sich als Beitrag des „Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens“ des Ökumenischen Rates der Kirchen.

Der interkulturelle und interreligiöse Pilgerweg startet am Freitag, 30. August, um 10 Uhr am Rathaus Osnabrück und führt über Hasbergen zur Stadtkirche Lengerich (Ankunft circa 17 Uhr). Nach einem gemeinsamen Essen findet um 18 Uhr in der evangelischen Stadtkirche Lengerich eine Abendandacht mit Pfarrer i.R. Reiner Ströver, dem Flüchtlingsbeauftragten des Evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg, statt.

Am Samstag, 31. August, geht es über Ladbergen – es wird ein Stopp beim Begegnungsfest zwischen Flüchtlingen und Einheimischen im Begegnungszentrum Schultenhof eingelegt – nach Schmedehausen. Der letzte Pilgertag führt mit Zwischenhalten an Gedenkorten zum historischen Rathaus Münster (Ankunft circa 15 Uhr).

Zum Thema

Informationen: Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung, Andrea Wiesemann (' 02 31/ 54 09-70, E-Mail: andrea.wiesemann@moewe-westfalen.de ).

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